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Ford baut Vignale-Luxuspalette aus

Luxus-Zuwachs

Der Erfolg des Mondeo Vignale zeigt Folgen: Mit S-Max und Edge Vignale bringt Ford zwei neue Luxus-Versionen, ein Kuga Vignale kommt demnächst.

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Ein bisschen Luxus und vielleicht einen Schuss Extravaganz gönnen sich viele Autofahrer eben doch gern. Von der Kompaktklasse an ist zum Beispiel Leder ein oft geordertes Extra, und große Aluräder oder besonders nett gemachte Details im Innenraum werden im Bestellformular auch gern angekreuzt.

"In manchen unserer Baureihen erreicht der Verkaufsanteil der bisherigen Topausstattung Titanium 70 Prozent", beschreibt Jim Farley diesen Trend. "Darum erweitern wir die Vignale-Familie nun mit neuen Modellen auch auf unsere Flaggschiffe Edge und S-Max", erklärt der CEO von Ford Europe.

Ein Kuga Vignale, der nicht sehr viel anders herausgeputzt sein dürfte als der unlängst auf dem Genfer Automobilsalon gezeigte Kuga Vignale Concept, sei ebenfalls in der Pipeline, dazu der fünftürige Mondeo.

Besondere Ausstattungen sind - wie auch ausgefallene Farben - eben ein Weg, sich von der Masse abzuheben. Und wer einmal aufwändig gestepptes Leder gesehen und gefühlt hat, wird das nicht als Spielerei abtun. Luxus wirkt eben doch.

S-Max und Edge Vignale kommen in besonderen Lacktönen daher, ein matter Kühlergrill mit einem Rahmen aus poliertem Aluminium prägt den Bug. Polierte Aluräder im 19-Zollformat und individuell ausgeführte Leisten und Rahmen an der Karosserie sorgen für Differenzierung von den anderen Ausstattungslinien. Im Interieur steht Vignale für besonders hochwertiges Windsorleder mit feinen Nähten und auffälliger Steppung.

Nach dem Einsteigen umweht den Vignale-Käufer feiner Luxus, der mit einer erweiterten Ausstattung einhergeht: Serienmäßig ist etwa das Top-Kommunikations- und Navigationssystem Sync 3 an Bord. Das versteht auch im Satz gesprochene Befehle wie "Ich brauche einen Kaffee" und macht umgehend Restaurant-Vorschläge für die nächste Pause.

Auch das System Active Noise Cancellation kommt ohne Aufpreis: Mittels dreier Mikrophone erfasst es das Geräusch-Niveau im Innenraum und analysiert dessen Frequenzen. Gegenphasig schickt es nun Klangwellen durch die Boxen der Hifi-Anlage und elminiert so die störenden Brummfrequenzen.

Wer Probleme hat, sich die Wirksamkeit dieser Technologie auszumalen, kann sich Schallwellen als Wasserwellen vorstellen. Gegenphasig erzeugte Wellen führen dazu, dass die Wellentäler und -kämme sich einander angleichen, im Idealfall entsteht eine ruhige Oberfläche.

Zum Vignale-Ansatz gehören auch spezielle Verkaufspunkte. Schon heute verfügt Ford europaweit über 300 Stores mit Vignale-Abteilungen, bis 2017 sollen es mehr als 500 sein. Hier können Interessenten sich von speziell geschultem Vignale-Personal beraten und auch einführen lassen in die Service-Welt unterm Vignale-Label.

Das bietet unter anderem exklusive Reisen zu Kultur- und Sportveranstaltungen. In welchem Umfang der Vignale-Käufer diese Angebote, regelmäßige Newsletter und sogar eine Vignale-App nutzen wird, bleibt abzuwarten. Ideenarmut kann man Ford jedenfalls nicht vorwerfen.

Wer sich fragt, wie Ford auf den Namen Vignale kommt, wird fündig in der Geschichte italienischer Design- und Karosserie-Baubetriebe. Einen solchen gründete Alfredo Vignale 1946 und machte sich vor allem in den Fünfziger- und Sechzigerjahren einen Namen mit speziell karossierten Automobilen auf der Technik von Fiat, Ferrari, Lancia, Maserati, BMW, Alfa Romeo und anderen. Sogar für Tatra entwarf Vignale Autos.

1969 verkaufte Vignale sein Unternehmen an die Turiner Carozzeria Ghia, die Ford nur ein Jahr später kaufte - mit den Vignale-Namensrechten. Ghia stand seitdem bei vielen Ford-Modellen für die Top-Versionen, nun bringt Ford den nochmals klangvolleren Namen Vignale ins Spiel.

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