Autowelt

Inhalt

Tesla Model 3 - ab sofort bestellbar Tesla Model 3 2019

Preis-Schock

Das Tesla Model 3 ist nach 33 Monaten Ankündigungszeit endlich bestellbar - der Preis liegt allerdings weit über den einst angepeilten 35.000 Euro.

mid/rhu

Seit gut 33 Monaten fiebern Elektroauto-Fans in Europa ihrem Traumauto entgegen. Also seit der ersten Präsentation des Model 3 durch Tesla-Chef Elon Musk am 1. April 2016. Fasziniert von der Vision eines langstreckentauglichen Stromers zum Preis um die 35.000 Euro zahlten sie bereitwillig 1.000 Euro an. Erst jetzt können die ersten Vorbesteller ihr Model 3 tatsächlich ordern, als Liefertermin wird der März genannt. Doch der Preis ist ein echter Schock.

Die Einladung kommt per E-Mail. "Ihr Model 3 kann ab sofort bestellt werden", heißt es da verheißungsvoll, der dazugehörige Link führt direkt ins Konfigurations-Menü. Wobei nicht nur Vorbesteller, die vor fast drei Jahren 1.000 Euro angezahlt haben, ordern können, sondern auch Leute, die noch keinen Cent bezahlt haben. Was sich nach erfolgter Fahrzeugkonfiguration schnell ändert - dann muss man nämlich sofort 2.000 Euro per Kreditkarte anzahlen.

Auch wenn schon seit einigen Wochen klar ist, dass die ersten Exemplare ausschließlich in den stärksten - und natürlich teuersten - Versionen anrollen werden, heißt es angesichts des Grundpreises für das 258 kW/346 PS starke "Long Range"-Model 3 mit Allradantrieb und Dualmotor erst einmal tief durchatmen.

58.300 Euro (Deutschland: 56.380 Euro) - weniger geht momentan nicht für die Elektro-Limousine im Format eines 3er BMW mit gut 1,8 Tonnen Lebendgewicht und 425 Liter großem Kofferraum. Dafür versprechen die Kalifornier 560 Kilometer Reichweite nach WLTP-Norm, 233 km/h Spitze und den 0-auf-100-Sprint in 4,8 Sekunden. Schon klar: Tesla beglückt echte Fans jetzt erst einmal mit Umsatzbringern, die Basisversion mit Heckantrieb und kleinerem Akku folgt erst später. Übrigens: Wer sich für die 358 kW/487 PS starke Performance-Version mit 30 Kilometern weniger Reichweite entscheidet, die bis zu 250 Sachen schnell und in nur 3,5 Sekunden auf 100 ist, startet erst bei 69.100 Euro (D: 66.100 Euro).

Aber weiter im Bestellvorgang. Nur die Solid Black-Lackierung ist aufpreisfrei, Midnight Silver Metallic, Deep Blue Metallic, Pearl White Multi-Coat und Red Multi-Coat kosten zwischen 1.600 und 2.600 Euro extra. 18-Zöller sind Serie, die 19-Zoll Sport-Felgen kosten nochmal 1.600 Euro - und sorgen für weniger Reichweite - die lassen wir jetzt mal weg.

Das schwarze Premium-Interieur mit beheizten und elektrisch verstellbaren Sitzen, vier USB-Anschlüssen, Dockingstation für zwei Mobiltelefone, Premium-Audiosystem, getöntem Glasdach, elektrisch einklappbaren, beheizten Seitenspiegeln, LED-Nebelscheinwerfern oder Satellitenkarten mit Echtzeit-Verkehrsflussanzeige ist im üppigen und teuren Startpaket enthalten, die schwarz-weiße Version kostet 1.050 Euro mehr - sie wird von Tesla aufgrund des "leicht zu reinigenden, fleckenabweisenden Materials" als "langlebig" empfohlen.

Notbremsassistent, Frontaufprall- und Seitenkollisions-Warner hat das Model 3 serienmäßig installiert, wer die "verbesserte Autopilot-Funktionalität" haben will, also Funktionen nach Autonomie-Level 3, ist mit weiteren 5.300 Euro dabei. Wer diese Option jetzt nicht ankreuzt und sie später doch noch haben will, zahlt für die Nachrüstung 7.400 Euro.

Doch was kommt jetzt raus bei der Test-Konfiguration mit "Long Range"-Antrieb, rotem Lack, schwarzem Interieur und - sicher ist sicher - der Autopilot-Ausstattung? Nicht erschrecken, es sind satte 69.830 Euro (D: 64.180 Euro), 980 Euro "Bearbeitungsgebühren" inklusive. Das ist zweifellos eine Menge Holz - und dürfte bei einigen Vorbestellern die Begeisterung für das als volkstümlich eingepreist avisierte Model 3 deutlich abkühlen. Bleibt die Frage, wie lange Tesla braucht, um preisgünstigere Einstiegsvarianten nachzuschieben. Wenn sich Musk und sein Team damit zu lang Zeit lassen, werden ihnen Hyundai und Kia, aber mittelfristig auch VW und Co. mit E-Autos um die 30.000 Euro massiv Kunden abspenstig machen.

Drucken

Planai-Classic 2019 Vater und Sohn Deopito holen Gesamtsieg

Vater und Sohn Deopito holten den Gesamtsieg bei der Planai-Classic, die aufgrund der Schneemassen so schwierig war wie schon lange nicht.

IMSA: 24h von Daytona Kein Visum: Blomqvist verpasst Daytona

Mangels einer gültigen US-Einreisegenehmigung kann BMW-Werkspilot Tom Blomqvist nicht am 24-Stunden-Rennen von Daytona teilnehmen.

Frisch gemacht Ford Ranger: Facelift für den Pick-up

Der Ford Ranger erhält ein Facelift. Der europäische Pick-up-Bestseller wird damit stärker, sparsamer und moderner. Plus: neuer Dieselmotor.

WRC: Rallye Monte-Carlo Verpasster Titel: Neuville hungriger

In der Fahrer-WM hofft Thierry Neuville auf die Unterstützung seiner Teamkollegen, der verpasste Titel habe Hyundai stärker gemacht.