Autowelt

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Die Apokalypse ist nah ...

Trotz des aktuellen Coronavirus-Ausbruchs bezweifeln wir, dass das Ende der Welt in absehbarer Zeit bevorsteht. Die Auto-Apokalypse könnte jedoch nahe bevorstehen, denn Koenigsegg hat gerade das erste Serienauto seiner Geschichte vorgestellt, das von einem Dreizylindermotor angetrieben wird. Und nicht nur das, es ist auch das erste Modell des Unternehmens, das vier Passagieren Platz bietet. Das ist der Gemera.

Johannes Posch

Er bietet bequem Platz für vier Erwachsene, und es gibt auch genug Platz für ihr Gepäck. Eigentlich ist es ein Hybridauto, das laut seinen Schöpfern "die meisten zweisitzigen Megacars übertrifft, sowohl Verbrennungs- als auch Elektroautos".

Unter der glatten Haut verbirgt sich ein 2,0-Liter-Dreizylinder-Doppelturbomotor mit Trockensumpfschmierung, den Koenigsegg als den Tiny Friendly Giant bezeichnet. Er wird von drei Elektromotoren unterstützt: einem für jedes Hinterrad und einem an der Vorderachse direkt an der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors.

Die Systemleistung beträgt 1.700 PS (1.268 Kilowatt) und 3.500 Newtonmeter Drehmoment. Damit beschleunigt das viersitzige Hypercar in 1,9 Sekunden (!) aus dem Stand auf tempo 100. Auch der spurt auf 400 km/h soll mit "rekordverdächtiger Geschwindigkeit" erfolgen.

"Ultimative Leistung gehört in die Welt der Zweisitzer mit sehr begrenztem Gepäckraum - bis jetzt", erklärt Christian von Koenigsegg, Gründer und Geschäftsführer von Koenigsegg. "Der Gemera ist eine völlig neue Kategorie von Auto, bei denen ein extremes Megacar auf einen geräumigen Innenraum und ultimatives Umweltbewusstsein trifft. Wir nennen ihn einen Mega-GT".

Dank seiner 800-Volt-Batterie kann der Gemera bis zu 50 Kilometer rein elektrisch fahren. Deutlich beeindruckender ist aber, dass er Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h erreichen kann, ohne seinen Verbrennungsmotor bemühen zu müssen (was dann freilich ein kurzes Vergnügen sein dürfte). Kontrollierbar bleiben soll das alles dank Allradlenkung, Allradantrieb und Torque-Vectoring.

Koenigsegg möchte die Kunden auch mit interessanten Innenausstattungen beeindrucken. Darunter vier beheizte und gekühlte Getränkehalter, Infotainment-Displays auf den Vorder- und Rücksitzen, Ladegeräte für drahtloses Handyladen in beiden Sitzreihen, Apple CarPlay, Wi-Fi-Verbindung, ein Drei-Zonen-Klimasystem, elektrische Sitze, ein Premium-Audiosystem mit 11 Lautsprechern und vieles mehr.

Bauen will das schwedische Unternehmen 350 Exemplare des Gemera. Wieviel einer davon kosten soll, haben sie noch nicht verraten. Unsere Sorgen, dass es für die potenzielle Kundschaft von Superreichen "zu viel" sein wird, halten sich aber in Grenzen.

Weitere Artikel

Der Glaube an den WM-Titel schwindet

"Adieu": Helmut Marko schreibt 2020 endgültig ab

Red-Bull-Sportchef Helmut Marko sieht keine realistischen Chancen mehr auf den WM-Titelgewinn in der Formel-1-Saison 2020 mit Max Verstappen.

BMW beendet Durststrecke dank Rowe Racing

24h Nürburgring: BMW Rowe gewinnt, Bortolotti P2, Eng P4

Eine Unterbrechung von mehr als neun Stunden, jedes erdenkliche Wetter und ein dramatisches Finale: Die Corona-Ausgabe des 24h-Rennens hatte wieder alles.

Sind für Geländewagen spezielle Felgen notwendig?

Reifen und Felgen bei Geländewagen – das ist zu beachten

Im Offroadeinsatz gelten ganz andere Regeln, als im asphaltierten Alltag. Heißt das automatisch auch, dass es zwingend eigene Felgen und Reifen braucht? Wir haben mit einem Experten gesprochen und liefern die passenden Antworten.

Wird die Rallye W4 Österreichs erste echte Rallye nach dem Ausbruch des Coronavirus? motorline.cc hat sich bei Veranstalter Christian Schuberth-Mrlik erkundigt...