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Spritpreise auf Hochflug
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Und es wird wohl nur schlimmer

Die Preise für Benzin und Diesel steigen und steigen. Nun gab es in Deutschland eine erneute Erhöhung, wie der ADAC in seiner wöchentlichen Auswertung der Kraftstoffpreise ermittelt hat. Und auch der österreichische ÖAMTC attestiert nach einer kurzfristigen Entspannung bei Diesel von Juli auf August, für den September wieder steigende Spritpreise.

Laut der aktuellen Auswertung verteuerte sich Benzin in Österreich durchschnittlich um 0,8 Cent auf 1,325 Euro je Liter. Noch deutlicher fiel die Steigerung bei Diesel aus. Dieser kostete im September-Schnitt 1,256 Euro und somit um 2,2 Cent mehr als noch im August. An den teuersten Tankstellen, zu denen beispielsweise jene an Autobahnen zählen, zahlt man bereits rund 1,7 Euro für den Liter Sprit. Ganz ähnlich sieht es in Deutschland aus: Der ADAC verzeichnet für einen Liter Super E10 einen Anstieg von 3,8 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Damit werden an den Zapfsäulen im Bundesschnitt 1,647 Euro fällig. Ein Liter Diesel kostet im bundesweiten Mittel 1,526 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 4,8 Cent im Vergleich zur vergangenen Woche. Damit sind die Kraftstoffpreise in der Bundesrepublik so hoch wie lange nicht. Zum Vergleich: Das Allzeithoch bei Super E10 wurde am 13. September 2012 erreicht. Damals kostete ein Liter 1,709 Euro. Beim Diesel war dies mit 1,554 Euro pro Liter am 26. August 2012 der Fall.

Zur weiteren Entwicklung gibt es da wie dort wenig Grund zur Hoffnung. Für die Entwicklung der Kraftstoffpreise ist der Rohölpreis, aber auch der Wechselkurs von Dollar und Euro ausschlaggebend. Der Rohölpreis ist derzeit zwar niedriger als beispielsweise 2012 - ein Barrel der Sorte Brent kostet derzeit rund 83 US-Dollar - der Dollar jedoch deutlich stärker als vor neun Jahren. Das verteuert Öleinfuhren nach Europa. Hinzu kommt außerdem die CO2-Abgabe von 7 Cent pro Liter Benzin. Beim Diesel sorgt zusätzlich die jahreszeitbedingte starke Nachfrage nach Heizöl für eine Verteuerung an den Zapfsäulen.

Noch etwas weiter in die Zukunft blickt der ÖAMTC: Die ab Juli 2022 geltende CO2-Steuer in Höhe von 30 Euro je Tonne, wird das Tanken weiter verteuern, so der Club. Durch den höheren CO2-Gehalt steigt der Dieselpreis stärker als jener von Benzin. Auf den Liter gerechnet müssen die Konsument:innen ab Juli 2022 mit folgenden Aufschlägen für Kraftstoffe rechnen:
Netto Erhöhung / Brutto Erhöhung (inkl. Umsatzsteuer):
Diesel: 7,4 Cent/Liter 8,8 Cent/Liter
Benzin: 6,4 Cent/Liter 7,7 Cent/Liter

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