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Nach wie vor mit Magic Seats

HR-V ab Ende des Jahres in Europa

Er ist glattflächiger gestaltet und wirkt insgesamt erwachsener. Der neue Honda HR-V bleibt sich in der Größe treu, auch die versteckten hinteren Türgriffe sind nach wie vor zu finden.

Mag. Severin Karl

Keine Evolution beim HR-V. Bereits von der ersten auf die zweite Generation sah man optisch einen großen Sprung. Nun ist es wieder soweit und das kleine Sport Utility Vehicle der Japaner ändert wieder sein Auftreten. Die grundlegenden Außenmaße bleiben aber erhalten, ebenso das für Fans enorm wichtige Magic-Seats-Konzept der Rücksitze. Die in der C-Säule versteckten hinteren Türgriffe hätte man durchaus verändern dürfen – im Alltag sind sie einfach nicht praktisch.

Veränderte Proportionen
Zehn Millimeter mehr Bodenfreiheit und eine um 20 Millimeter niedrigere Dachkante lassen den HR-V elegant-schnittig wirken. Ungewöhnlich ins Auge fällt der Kühlergrill, denn er ist in Wagenfarbe lackiert. Ein kürzerer Überhang an der Front und serienmäßige 18-Zoll-Räder stellen sicher, dass der Japaner einen bulligen Auftritt hat. Die Linie von der Oberkante des Kühlergrills wird über die Voll-LED-Scheinwerfer über die Seitenlinie bis nach hinten fortgeführt. Gemeinsam mit der sonst sehr glattflächigen Gestaltung wirkt das Fahrzeug so aus einem Guss. Der von Honda versprochene Coupé-Stil lässt sich etwa an einer flacheren A-Säule festmachen. Zum Abschluss am Heck gibt es eine zeitgeistige LED-Leiste – durchgehend, eh klar.

Keine zittrige Tappserei
Wer ins Cockpit sieht, freut sich über feste Regler für die Bedienung der Klimatisierung. Wir stehen darauf, denn irgendwo hat die Touchscreen-Tappserei seine Grenzen. Wobei: Das Display wurde ordentlich überarbeitet, reagiert laut Honda um 50 Prozent schneller und weist sogar eine Finger-Ablage auf, damit nicht ziellos und zittrig herumgestochert werden muss. Android Auto lässt sich per Kabel verbinden, Apple CarPlay funktioniert auch wireless. Mit der MyHonda+ App bekommt man Fernzugang zu diversen Fahrzeuginfos. Was im Cockpit mit den – je nach Ausstattung – orangen Ziernähten und Akzenten auffällt: Die Klimadüsen. L-förmige Luftauslässe unterstrichen in den oberen Ecken des Armaturenbretts sollen die Nachteile traditioneller Belüftungssysteme ausbügeln. Kein direkter Luftstrom auf die Passagiere, stattdessen eine Brise an den Seitenfenstern und der Frontscheibe entlang in Richtung Dach. Wir freuen uns, das im Hochsommer 2022 einmal auszuprobieren, denn auf den Markt kommt der HR-V erst Ende 2021.
Die Magic Seats wurden bereits erwähnt. Wer sie nicht kennt: Die einzelnen Rücksitze lassen sich nicht nur umklappen, sondern bei Bedarf auch hochklappen wie Kinositze. So kann man den Raum von unten bis oben ausnutzen – die Topfplanze lässt grüßen. Die Öffnung der Kofferraumklappe wurde auch noch verbessert, das Einladen in den HR-V soll nun ein Traum sein. Wer die sensorgesteuerte Klappe an Bord hat, kann sowohl beim Auf- als auch beim Zumachen auf die Kraft eines angedeuteten Fußkicks unter die Heckschürze vertrauen.

Hybrid an Bord
Hatten Sie es geahnt? Honda bietet den HR-V nur als Hybrid an. Beim Honda-System muss man die beiden Elektromotoren vor dem 1.5 Liter i-VTEC Benzinmotor nennen, denn sie verrichten meistens die Arbeit und treiben die Räder an. Erst bei konstant höheren Geschwindigkeiten aktiviert sich der Benziner, der nach dem Atkinson-Zyklus arbeitet. Mit den fahrmodi Eco, Normal und Sport kann man das Ansprechverhalten ändern, wer über die Schaltkulisse auf "B" stellt, erlebt stärkeres regeneratives Bremsen. Schaltwippen hinter dem Lenkrad justieren das Level der Rekuperation.
Neue Generation, mehr Sicherheit. Auch Honda hält sich mit der aktuellsten Auslegung von Honda Sensing (aus anderen Modellen bekannt, erstmals beim HR-V dabei) daran. Statt Kamera- und Radarsensoren erledigen nun eine hochauflösende monokulare Weitwinkel-Frontkamera und schnellere Bildverarbeitungstechnologien den Job, aufzupassen. Sogar in der Nacht sollen Fußgänger nun besser erkannt werden. Automatisches Abbremsen, egal ob Fußgänger, Radfahrer oder einbiegendes oder entgegenkommendes Auto, ist selbstverständlich. Auch auf eine Bergabfahrkontrolle musste der HR-V bisher verzichten. Nun ist sie an Bord, ab 3 km/h wird sie aktiviert und und optimiert die Kontrolle auf Oberflächen mit schlechter Bodenhaftung sowie auf steilen Abfahrten.

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