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Ekström: Cupra wird zur Markenikone werden
Cupra

Interview mit dem Markenbotschafter und Entwicklungsfahrer

Seit 2019 ist der erfolgreiche Rennfahrer Mattias Ekström Markenbotschafter und Entwicklungsfahrer für die Serienmodelle von Cupra. Im Interview blickt Ekström hinter die Kulissen des elektrischen Motorsports, wagt eine Prognose für Cupra und erklärt, welche Mission er mit Cupra CEO Wayne Griffiths noch auf der Agenda hat.

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Wie siehst du die nächsten Schritte im elektrischen Motorsport und was muss geschehen, damit die Popularität noch weiter steigt?
Der Markt für elektrisch angetriebene Serienfahrzeuge ist in den vergangenen Jahren rapide gewachsen und alle Hersteller drängen stark in diese Richtung. Der Elektromotorsport ist Teil dieser Entwicklung. Rennwagen mit Elektroantrieb sind sehr leistungsstark und machen Spaß beim Fahren. Manch einer mag sich über den fehlenden röhrenden Motorensound beschweren, aber das ist der jüngeren Generation auch nicht so wichtig. Wir müssen dafür sorgen, dass es auf der Strecke richtig zur Sache geht, um das klassische Motorsport-Publikum anzusprechen. Dies muss mit digitaler Echtzeit-Interaktion kombiniert werden, um auch das jüngere Publikum zu begeistern. Elektrischer Motorsport eröffnet dafür viele Möglichkeiten.

Welchen Einfluss haben elektrische Rennserien wie die FIA ETCR und die Extreme E auf eine Marke wie Cupra?
Cupra ist eine junge Marke, aber mit großen Ambitionen für die Zukunft. Mit der Teilnahme an der FIA ETCR und der Extreme E stellt sich Cupra neuen Herausforderungen und spricht ein Publikum an, das offen ist für Innovation, Elektromobilität und das Thema Nachhaltigkeit.

Kann die Produktion von elektrischen Serienfahrzeugen vom E-Motorsport profitieren und wenn ja, in welchen Feldern konkret?
Der Motorsport ist seit Langem ein Versuchsfeld für Zukunftstechnologien. So viele leistungssteigernde, kraftstoffsparende und sicherheitsrelevante Innovationen wurden zunächst in Rennwagen eingesetzt und später auf die Serienfahrzeuge übertragen. Dasselbe gilt für Technologien bei der Elektromobilität. Wir treiben auch hier die Konzepte auf der Rennstrecke bis zum Äußersten und unsere Ingenieure gewinnen eine Menge wertvoller Daten, die analysiert werden und sich auf die Entwicklung von Straßenfahrzeugen auswirken können.

Klimaschutz und nachhaltige Projekte sind wichtige Thema in der FIA ETCR und in der Extreme E. Was tust du persönlich für den Erhalt der Erde?
Seit vielen Jahren ist es mir ein Anliegen, meinen Teil zum Schutz der Umwelt beizutragen. Eines meiner Autos im Haushalt ist ein Elektrofahrzeug. Das nutzen wir für die täglichen Besorgungen. Ich denke auch zweimal nach, bevor ich etwas kaufe. Ich brauche kein neues Telefon oder einen neuen Fernseher, nur weil ein neues Gerät auf den Markt kommt. Grundsätzlich ist mein Ziel, nicht zu viel zu konsumieren.

Anfang Juni warst du Gast beim "Unstoppable Impulse"-Event von Cupra in Terramar. Bei dem Event präsentierte Cupra mit dem Tavascan und dem UrbanRebel unter anderem zwei neue Elektromodelle. Wie siehst du den weiteren Weg der Marke?
Ich sehe, dass immer mehr Menschen die Marke, den Stil und die Autos kennen und lieben lernen. Ich denke, Cupra wird sich von Jahr zu Jahr verbessern und in zehn Jahren eine echte Markenikone sein. Es braucht Zeit, eine Marke zu etablieren und einen Marktanteil zu erobern, aber ich denke, Cupra unternimmt die richtigen Schritte, um das zu erreichen, vor allem im Bereich Elektromobilität.

Cupra CEO Wayne Griffiths kennst du mittlerweile seit über 20 Jahren. Wo habt ihr euch kennengelernt und gibt es eine Anekdote aus der langen Zeit, die ihr euch kennt, die dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Das erste Mal traf ich Wayne in den späten 1990er-Jahren, als ich in der schwedischen Tourenwagen-Meisterschaft STCC fuhr. Ich kann mich noch gut an seine positive Ausstrahlung erinnern. Damals war er genauso glücklich und motiviert wie heute. Eine konkrete Anekdote fällt mir gerade nicht ein, aber ich bin immer noch auf der Mission, ihm beizubringen, wie man auf einer Rennstrecke fährt. Seit mehr als 20 Jahren ist mir das nicht gelungen, aber vielleicht eines Tages ?

Für Ekström und das Team Cupra EKS geht es im FIA ETCR - eTouring Car World Cup mit dem vierten von sieben Läufen vom 8. bis 10. Juli im belgischen Zolder weiter. In der Gesamtwertung liegen Ekström und sein Teamkollege Adrien Tambay Kopf an Kopf. Ekström hat bislang 280 Punkte eingefahren, der Franzose folgt mit einem marginalen Rückstand von sechs Zählern.

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