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Porsche Ladies Safety

Frauen und ihre Porsches brettern einen Tag lang unter der Obhut eines Fahrinstruktors über den Asphalt = Porsche Ladies Safety am Brandlhof!

Petra Mühr

Was ich an Fahrtrainings so toll finde? Ich kann immer etwas dazu lernen. Zugegeben wäre das wahrscheinlich nicht so, wäre ich Fahrinstruktorin oder würde seit Jahren wöchentlich ein Training absolvieren.
Ist jedoch nicht der Fall, ergo freu ich mich immer riesig über die Möglichkeit, gecoacht zu werden. Ob im Schnee, im Gelände, auf der Rennstrecke oder – diesmal klassisch mit Slalom und Schleuderplatte – beim Porsche Ladies Safety in Saalfelden am Brandlhof mit einem Porsche 718 Boxster Spyder.
Zum ersten habe ich – wie erwähnt – wieder etliches dazugelernt, meine Sitzposition wieder einmal korrigiert und im Zuge dessen ein paar interessante Fakten erfahren. Um nun nicht mit allzu viel Zahlen zu jonglieren nur das Wichtigste:

„2–3 km/h zu viel können zwischen Leben und Tod auf der Straße entscheiden!“

Daher: Es macht Sinn und zahlt sich aus, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen im Verkehr zu halten. Vor allem mit einem so schnellen Fahrzeug wie einem Porsche. Womit wir beim zweiten Punkt sind.

Einmal Himmelsreiten, bitte

Es ist natürlich mega-spannend, einen Wildfang wie den 718 Boxster Spyder in Extremsituationen zu erproben. Ein Auto, über den der Hersteller wortwörtlich schreibt:

„Vollkommen. Unvernünftig.
Heißsporn. Draufgänger. Himmelsstürmer. Der neue 718 Spyder ist ein Ausrufezeichen in einer Welt voller Konjunktive. Und er ist ein Versprechen – an jede Straße und an alle Fahrer. Denn hier kommt ein Roadster, wie es ihn so kein zweites Mal gibt. Ohne Kompromisse. Ohne Reue. Ohne rationale Argumente.“


No more words needed. Wahrlich ein Hitzkopf par excellence. Langsam geht gar nicht, selbst rückwärts würde er lieber sprinten oder zumindest springen, als einfach dezent zu reversieren. Vorwärts natürlich am liebsten ausnahmslos glühen. Mit Heckantrieb, 420 PS, die von 0 auf 100 km/h in 3,9 bis 4,4 Sekunden preschen kein Wunder.

Offene Worte

Der Hersteller sagt ebenso über das Dach:

„Machen wir uns nichts vor, Sie werden es nur in Ausnahmefällen schließen wollen.“

Mit Sicherheit. Gesetzt den Fall, er wäre meiner, würde ich ihn als Zweit- oder Drittauto halten, einmal öffnen, nie mehr schließen wollen und nur mehr bei wolkenfreiestem Himmel und 100 prozentiger Regenfreiheit in seinem gewohntem Terrain frei laufen lassen wollen.

Denn 1. ist er noch viiiiiel schöner, wenn er offen ist – und als Spyder ist das schließlich seine Bestimmung.
2. ist das Öffnen und Schließen des Daches schon ein bisserl eine Prozedur, die nicht nur etwas fingernagelfeindlich ist, sondern bei aller Liebe und Begeisterung nicht zu den Nebenbeschäftigungen zählt, mit denen man sich im Zuge des Spyderns auseinandersetzen will. Nein, mit dem Spyder will frau Gas geben, Spaß haben und sich bei allem Speed dank modernster Fahrerassistenzsysteme rundum sicher fühlen. (Übrigens: So schnell wie der 718 Boxster Spyder davonpfeilt, stoppt er dank präzisester Bremsen auch wieder.)

Allerdings war auf dem ÖAMTC Fahrtechnik Rundkurs in Saalfelden so ein Ausnahmefall. Da uns natürlich das eine oder andere Wasserhindernis unterkam, musste der fesche Rote seine Mütze aufbehalten.

Kurven fahren und Vollgas geben

Neben Slalolm, Schleuderplatte oder Aquaplaning durften wir dann zum Schluss ein paar Runden um den Kurs brettern. Wir, das waren übrigens neben einer Handvoll Journalistinnen auch drei „echte“ Porschefahrerinnen. Lauter Ladies also, die allesamt am Ende des Tages ein wenig sicherer, ein wenig geübter und mit mehr Freude ihr Auto fuhren.

Ach ja, auf „meinen“ Porsche standen alle. Vor allem unser Instruktor Patrick, der mit dem heißen Ofen Renntaxi spielte und ein paar Begeisterte mit quietschenden Reifen und in den Kurven eher quer als Schnauze voran über den Rundkurs spyderte.

Rasantes Resümee

Ich habe immer viel Respekt, wenn ich ein Auto, noch dazu eines, das ab 130.000 Euronen zu erstehen ist, bewege. Deswegen bin ich wohl die eine oder andere Übung lieber dezent angegangen.
Macht nichts. Denn trotz jahrelanger Routine hinterm Lenkrad habe ich wieder einmal ehrfürchtig zur Kenntnis genommen, dass ich das Auto bewegen kann, aber von fahren KÖNNEN natürlich weit entfernt bin. Und daher dankbar alles aufgesogen und hoffentlich behalten habe, was wir an diesem Tag alles erfahren haben. Schön war's, lustig war's!

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