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Smartphone als Autoschlüssel

Smarter Schlüssel

Eine Neuheit, die das spontane Anmieten von Fahrzeugen revolutionieren könnte, testet Continental derzeit: den Fahrzeugschlüssel per Smartphone.

mid/gfm

Eine technische Entwicklung, die laut Continental das spontane Anmieten von Fahrzeugen "revolutionieren" könnte, testet der Automobilzulieferer derzeit in der französischen Großstadt Bordeaux: einen digitalen Fahrzeugschlüssel per Smartphone.

Die Fahrzeugflotte für die Erprobung besteht aus Elektromobilen, die unter anderem von kleineren und mittelgroßen Unternehmen im Carsharing genutzt werden sollen. Funktioniert das System, haben die Nutzer mit dem Smartphone "alles in einer Hand: die Mietstation, den Autoschlüssel und die Ladesäule", erläutert Continental.

Das Herzstück des Systems, der digitale Schlüssel tauscht seine Daten über die sogenannte "Near Field Communication" (NFC) mit dem Fahrzeug aus. Dazu schickt Continental vor jeder Fahrzeugnutzung verschlüsselt einen fälschungssicheren Datensatz auf das Mobiltelefon, den dieses auf der SIM-Karte speichert.

Die Daten enthalten die Zugangsberechtigung zum jeweiligen Fahrzeug. Via NFC überträgt das Mobiltelefon die Daten (Authentifizierung, Fahrzeug- und Diagnosedaten und Nutzerprofil) über eine Distanz von wenigen Zentimetern an ein Lesegerät, das hinter der Windschutzscheibe des Fahrzeugs sitzt. Der Empfänger im Lesegerät verifiziert die Zugangsberechtigung zum Fahrzeug und gibt die Erlaubnis zum Motorstart.

Damit das Anmieten genauso unkompliziert vonstatten geht, gibt es eine spezielle App für das Smartphone. Mit diesem Dienstprogramm kann der Nutzer die vorhandenen Fahrzeuge im Stadtgebiet ausfindig machen, auswählen und reservieren. Anschließend übernimmt das Smartphone die Navigation zum Standort des Wagens.

Auch spontan lässt sich ein Fahrzeug anmieten: Sobald ein Nutzer sein Mobiltelefon an einen freien Wagen hält, generiert das System nach Prüfung der Verfügbarkeit auf dem Server einen digitaler Schlüssel und übertragt diesen auf das Smartphone. Je nach Programmierung fragt die App noch einige Eckdaten zum Fahrzeugzustand ab und dient danach als Navigationssystem.

Nach dem gleichen Funktionsprinzip können die Nutzer mit der Anwendung eine Ladesäule reservieren, sich mit Ihrem Mobiltelefon identifizieren und den Schnellladevorgang starten.

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