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Kaum Feinstaubbelastung durch Straßenverkehr

Heiße Luft

Die Feinstaubbelastung in Europa kommt laut UN-Studie nur zu einem geringen Teil vom Straßenverkehr. Österreichs "IG-Luft" als Abzocke entlarvt.

mid/ari

Der Dieselmotor polarisiert seit langer Zeit. Ist der Selbstzünder aufgrund seines geringen Verbrauchs ein Umweltfreund oder verschmutzt er die Luft stark mit winzigen Rußpartikeln, die kaum zu filtern sind?

Jetzt bekommen die Befürworter des spritsparenden Dieselmotos mit einer neuen Studie der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) wieder Wasser auf die Mühlen.

Dass Diesel-Partikel generell nicht gesundheitsförderlich sind, ist unstrittig. Doch der Anteil des Ausstoßes durch den Straßenverkehr an der Feinstaubbelastung insgesamt ist laut dem Diesel Technology Forum nach der Studie vergleichsweise gering.

In der Europäischen Union seien demnach stationäre Quellen wie Fabriken, Kraftwerke und Haushalte (Öl-, Gas- und Holz- bzw. Pelletsheizungen) für 83 Prozent der Feinstaubbelastungen verantwortlich. In Kanada sollen es gar 97 Prozent sein.

Die UNECE kommt zu folgendem, eindeutigen Schluss: „Aus den oben genannten Daten und Fakten schließen wir mit einem hohen Grad an Zuverlässigkeit, dass die Behauptung, die Belastung des Menschen durch Dieselfahrzeuge im Straßenverkehr verursache ein höheres Lungenkrebsrisiko, irreführend ist".

Lkw-Fahrverbote bzw. das temporäre Senken der Autobahnlimits in Österreich aufgrund höherer Feinstaubbelastung ist damit als pure Abzocke entlarvt, zumal die Strafen bei Geschwindigkeitsübertretungen aus dem Titel "Immissionsschutzgesetzt-Luft" (IG-L) noch höher sind als sonst. Nicht einmal ein Tröpfchen auf den heißen Stein für die Umwelt, aber ein Geldschwall ins Säckel des Fiskus.

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