
Ratgeber: Was tun bei Hagelschaden? | 27.05.2017
Eins aufs Dach
Viele Autofahrer kennen den Schreckensmoment: Nach einem Gewitter mit Hagel kann das Auto stark beschädigt sein. Zahlt dann die Kfz-Versicherung?
mid/Mst; Foto: dt. Bundesverband für Ausbeultechnik und Hagelinstandsetzung
Vom Hagel Betroffene sollten schnell den entstandenen Schaden mit Fotos dokumentieren und ihre Versicherung kontaktieren. Die zahlt allerdings nur dann, wenn das Auto voll- oder teilkaskoversichert ist.
"Generell muss der Halter nachweisen, dass der Schaden durch Hagel verursacht wurde", sagt Steffen Mißbach, Kfz-Experte bei TÜV Rheinland. "Das kann ein Foto belegen oder aber man wendet sich ans Wetteramt, das den Hagelschauer bescheinigen kann. In der Regel sind aber in einer Region mehrere Fahrzeuge betroffen, was den Nachweis vereinfacht."
Die weiteren Schritte gibt die Versicherung vor, die in der Regel einen Gutachter schickt, oder abhängig von den zu erwartenden Reparaturkosten einen Kostenvoranschlag einer Fachwerkstatt anfordert. Oft können Dellen durch die kostengünstige Smart-Repair-Methode entfernt werden.
Müssen Teile getauscht werden, kann es teuer werden. Hierbei gilt: Der Versicherer übernimmt nur Kosten, die den Zeitwert des Fahrzeugs nicht übersteigen. Ist das der Fall, liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor. Sprich: Man erhält lediglich den Zeitwert des Fahrzeuges inklusive der Kosten für die neue Fahrzeuganmeldung ausbezahlt.
Akuter Handlungsbedarf besteht, wenn durch Hagel Scheiben durchschlagen wurden. Bei einem Scheibenschaden sollten Betroffene Fotos machen, die Versicherung anrufen, die Scheibe abkleben und dann sofort eine Werkstatt aufsuchen.