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Ratgeber: Anhängerkupplungen pflegen

Korrekt verkuppelt

Eine Anhängerkupplung gehört zu den robustesten Autoteilen. Unzerstörbar ist sie aber nicht, deshalb muss sie regelmäßig gewartet werden.

Foto: Georg Koman

Da Anhängerkupplungen einiges leisten müssen, bestehen sie oft aus massivem Stahl. Darum sind sie in vielen Fällen auch dann noch gut in Schuss, wenn andere Teiles des Autos bereits deutliche Gebrauchsspuren zeigen. Trotzdem gibt es einiges, das der Anhängerkupplung zusetzt. Dazu gehört neben Streusalz im Winter auch Feuchtigkeit durch Nebel oder Regen. Bei Kupplungen, mit deren Hilfe Boote gezogen werden, kommt noch das Salz aus dem Meerwasser dazu.

Ein weiterer Grund für eine beschädigte Anhängerkupplung kann ein Auffahrunfall sein. Die Vorrichtung sieht dann möglicherweise zwar unbeschädigt aus, kann aber winzig kleine Haarrisse und versteckte Brüche haben. Deshalb sollte man nach Möglichkeit keine gebrauchte Anhängerkupplung kaufen – schließlich kann man nie wissen, was dieser bereits widerfahren ist. Besser ist es, in ein neues Exemplar zu investieren und pfleglich mit diesem umzugehen.

Ein idealer Zeitpunkt, um der Anhängerkupplung ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken, ist der Herbst. In den späten Monaten des Jahres fallen sowieso meist ein paar Extraarbeiten am Auto an. Warum sich also nicht mal die Zeit nehmen, um die Kugel und alle anderen Teile der Kupplung zu reinigen, zu prüfen und einzufetten?

Wer eine abnehmbare Version an seinem Auto hat, wird die Kupplung nach der Boot- und Wohnwagen-Saison wahrscheinlich für die Dauer des Winters abnehmen und verstauen wollen. Eine Wartung geht relativ schnell, kann aber die Lebensdauer der Kupplung verlängern und den zukünftigen Transport aller Arten von Anhängern sicherer machen.

Wie bereits der Name sagt, hat eine abnehmbare Anhängerkupplung den Vorteil, dass sie zur Reinigung und Pflege abgenommen werden kann. Andererseits hat ein fest montiertes Modell eine etwas einfachere Mechanik, und das bedeutet eine einfachere Reinigung. In beiden Fällen sollte die Kupplung als erstes von Verschmutzungen befreit und dann genau auf Rost und Beschädigungen untersucht werden. Jetzt ist auch der ideale Moment, um den Kugelumfang zu messen. 50 Millimeter sind hier die Norm, aber durch die Nutzung wird die Kugel mit der Zeit kleiner. Dadurch kann es im schlimmsten Fall passieren, dass sich der Anhänger löst. Deshalb gehört das Kugelmessen unbedingt zur Wartung der Anhängerkupplung dazu. Im Zweifelsfall befragt man die Zulassungsstelle, ob die Anhängerkupplung ausgetauscht werden muss.

Nach der ausführlichen Prüfung der Kupplung wird diese mit Fett oder Öl eingerieben oder besprüht. Das gewählte Mittel lässt man eine Weile einwirken und entfernt die Rückstände anschließend mit einem weichen Tuch. Besonders wenn nach der Wartung ein Fahrradträger auf der Anhängerkupplung angebracht werden soll, ist es sehr wichtig, dass die Kupplung wieder fettfrei ist. Als letzter Schritt sollte die Steckdose auf Beschädigungen und Verschmutzungen geprüft werden.

Auch zwischen den einzelnen Wartungen kann man etwas dafür tun, dass die Anhängerkupplung lange funktionstüchtig ist. Wer sein Auto beispielsweise mit einem Dampfstrahler reinigt, sollte eine gegebenenfalls vorhandene abnehmbare Kupplung lösen und das Rohr am Wagen mit einem Pfropfen verschließen. So wird das Material der Anhängerkupplung geschont. Auch eine Kugelkopfkappe ist ein sinnvoller Zusatz zur Kupplung. Sie schützt die Kugel, wenn die Kupplung nicht in Benutzung ist, auch bei einem (leichten) Auffahrunfall.

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