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Mehr Infos für den Reifenkauf
Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

Neues EU-Label

Pünktlich zur Sommerreifen-Saison führt die EU-Kommission ein neues Reifen-Label ein. Übersichtlicher, mit QR-Code und zusätzlichen Informationen über die Pneu-Eigenschaften.

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Ab 1. Mai 2021 soll es der Verbraucher leichter haben, sich beim Kauf der Pneus für das richtige Produkt zu entscheiden. Konkret geht es um das modernisierte Reifenlabel, das zusätzliche Informationen gegenüber der bisherigen Kennzeichnung liefern soll. Neben einer veränderten Skalierung für die unteren Label-Klassen zum Thema Verbrauch werden die Hinweise zu den Abrollgeräuschen verbessert, zudem tauchen auf dem EU-Label ein QR-Code und (bei Winterreifen) bis zu zwei weitere Logos für das Fahren auf Eis und Schnee auf.

Der mit einem Smartphone gescannte QR-Code führt direkt zu dem Produktdatenblatt des Reifens, das in der sogenannten EPREL-Datenbank (European Product Registry for Energy Labelling) hinterlegt ist. Dort müssen die Reifenhersteller ihre Produkte penibel registrieren. Aus dem Datenblatt ist auch der Produktionszeitraum ersichtlich. So kann der Reifenkäufer klar erkennen, ob der Pneu als frische Ware anzusehen ist oder als Restposten aus einer ausgelaufenen Fertigung stammt.

Die EU-Verordnung betrifft alle Reifen der Klassen C1 (PKW), C2 (Leicht-Lkw) und erstmals auch C3 (schwere Nutzfahrzeuge und Busse). Gegenüber dem bisherigen Label müssen darauf ab dem Stichtag auch der Handelsname beziehungsweise die Marke des Lieferanten, die Artikelnummer, die Reifengröße sowie Last- und Geschwindigkeitsindex ausgewiesen sein.

Wer besonders viel Wert auf einen Kraftstoff sparenden Reifen Wert legt, orientiert sich zuallererst in der linken Infosäule, wo die Leistungsklassen A bis E (bisher A bis G) zu finden sind. Das A auf grünem Grund steht dabei für einen besonders sparsamen Reifen. Wie bisher auch widmet sich die rechte Infosäule dagegen der Verkehrssicherheit. Die Klassen A bis E, die von oben nach unten mit intensiver werdenden Blautönen unterlegt sind, geben einen klaren Hinweis auf die Haftung der Reifen bei nasser Fahrbahn. Auch hier steht das A für besonders gute Messergebnisse.

Da das Abrollgeräusch weniger eine Frage des Innenraum-Komforts ist als ein Umwelt-Aspekt (Lärmschutz), geht es beim zusammengesetzten Symbol aus einem Reifen und einem Lautsprecher um die Außenwirkung. Der dB-Wert liefert die Information darüber, ob der Reifen beim Vorbeifahren des Autos als Leisetreter (Kennbuchstabe A) oder als mobile Lärmquelle (C) unterwegs ist. Dabei gilt: Drei Dezibel Unterschied bedeuten jeweils eine Verdoppelung oder Halbierung des Getöses.

Ganz klar: Da die Zahl der Leistungsklassen von sieben auf fünf reduziert wurden, hat die Übersichtlichkeit deutlich gewonnen. Auch klar: Wer die alten Zuordnungen verinnerlicht hat, muss ab sofort umdenken. Denn beim Energiespar-Indikator rutscht die alte Klasse E jetzt in D, die ehemaligen Klassen F und G sind nun in E zusammengefasst. Um die alte Kategorie D muss man sich keine Gedanken machen, sie war bislang ohnehin nicht belegt.

In einer überschaubaren Übergangszeit wird der Kunde beim Reifenhändler auch noch der alten Kennzeichnung begegnen. Denn alle Reifen, die vor dem Stichtag bereits auf dem Weg in den Handel waren, müssen nicht neu etikettiert werden. Und warum wurde das neue EU-Label eingeführt? Hintergrund ist die Verpflichtung der EU, die Treibhaus-Emissionen zu verringern, um 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Gut, dass dabei die Verkehrssicherheit nicht auf der Strecke bleibt. Denn was nützt der umweltfreundlichste Reifen, wenn er beim Bremsen versagt?

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