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Zwerg mit neuer Nase

Der kleinste Hyundai - der i10 - erhielt ein Facelift und kräftigere Motoren. Wir testen ihn mit 85 PS und der mittleren Ausstattung „Life“.

Georg.Koman@motorline.cc

Der Hyundai i10 erhielt heuer die neue Front des Hauses in Trapezform, was ihm einen kraftvolleren Auftritt ermöglicht, sowie etwas Mehrleistung für die beiden Benzinmotoren. Der aktuelle Stand lautet 69 PS für den 1,1-Liter-Motor sowie 85 PS für die 1,25-Liter-Version (anstelle von 66 bzw. 78 PS).

Nach wie vor sind beide Benziner auch mit Viergang-Automatik erhältlich. Nicht mehr zu haben ist allerdings der 1,1-Liter-Diesel mit 75 PS. Der war zwar spritzig und sparsam, der satte Mehrpreis war aber angesichts hoher Dieselpreise nur über den niedrigeren Verbrauch nicht mehr wirklich hereinzuspielen. Der Diesel wird daher bis auf weiteres nicht importiert.

In Sachen Abmessungen blieb der trotz hohen Nutzwerts hübsche i10 bei Außenlänge (3,59 m), Höhe (1,54 m) und Breite (auf 1,60 m) gleich. Bis auf zwei zusätzliche Längen-Zentimeter, die dem neuen Frontstoßfänger zuzuschreiben sind.

Der Radstand von 2,38 Metern bringt Platz im Innenraum, vorne sitzen auch Große bequem, einzig das Lenkrad könnte sich weiter nach oben verstellen lassen. Die Kopffreiheit ist sehr gut, jene für die Ellbogen erträglich. Neben der überschaubaren Beinfreiheit macht sich im Fond auch die klein geratene Sitzbank (kurze Sitzflächen, niedrige Lehnen) leicht negativ bemerkbar.

Ladevolumen bis knapp unter 1.000 Liter

Der Kofferraum besitzt ein Volumen von passablen 225 - 910 Litern. Vor dem Lehnen-Umlegen muss man die Sitzteile im Verhältnis von 2:1 hochklappen, dann die Lehnen flach legen. Heraus kommt ein ebener Laderaum, die Kopfstützen können dranbleiben.

Die gefällig-unauffälligen Armaturen sind wie gewohnt übersichtlich. Ablagen befinden sich genügend an Bord, das Handschuhfach ist groß. Weiters positiv: Der kompakte Wendekreis und die gute Rundumsicht.

Der 1,2-Liter-Vierzylinder ist sehr spritzig – 12,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und 169 Spitze sind herzeigbar –, laufruhig und vibrationsarm. Die Dämmung ist kleinwagentypisch, Gespräche müssen auf der Autobahn aber keinesfalls beendet werden. Auch der Verbrauch des nicht ganz 1.000 Kilogramm schweren Leichtgewichts passt: Wir fanden mit rund 5,5 Litern das Auslangen.

Der hoch montierte Schalthebel liegt gut zur Hand, die Gangwahl ist angenehm kurzwegig. Die elektrische Servolenkung ist leichtgängig, präzise und halbwegs direkt. Dass das Lenkrad nur in der Höhe verstellbar ist, gehört in dieser Klasse leider immer noch zum Standard.

Das Fahrwerk ist eher komfortabel, lediglich mit den bei unserem Testwagen montierten 15-Zöllern wird es etwas ruppig. Das Handling ist durchaus agil, in zu schnell angegangenen Kurven wird sicher untersteuert. Die Bremsen sind ausreichend kräftig.

Ausstattungsniveaus "Entry", "Life" und "Comfort"

Ausstattungsniveaus gibt es wie gewohnt drei: Das Einstiegsmodell „Entry“ bietet neben ABS, Servolenkung und Zentralverriegelung auch ein CD-Radio samt neuerdings USB- plus iPod-Anschluss.

Beim von uns getesteten „Life“ sind Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, höhenverstellbarer Fahrersitz, Fensterheber und Fernbedien-Zentralsperre mit dabei, und beim „Comfort“ kommen noch E-Außenspiegel, hintere E-Fensterheber, Lederlenkrad etc. dazu.

Ab sehr günstigen 8.999 Euro ist man mit dem Einstiegsbenziner dabei, unser handgeschalteter 1,25 „Life“ steht mit 10.399 Euro in der Preisliste. An Extras sind ESP um 525 Euro, ein Sicherheitspaket (Seiten- und Kopfairbags) um 390 Euro und Bluetooth um 190 Euro für „Life“ und „Comfort“ erhältlich, sowie ein Sportpaket (Aluflegen, Dachspoiler, Lederlenkrad etc. um 690 Euro) nur für den „Life“.

Testurteil

Plus


+ durchaus geräumiger Innenraum
+ brauchbares Ladevolumen
+ spritzig-sparsamer Motor
+ attraktiver Kaufpreis

Minus

- ESP, Seiten- und Kopfairbags nur gegen Aufpreis
- Federung mit 15-Zoll-Felgen etwas ruppig

Unser Eindruck

Verarbeitung: 1
Ausstattung: 2-3
Bedienung: 1
Komfort: 2-3
Verbrauch: 1
Fahrleistung: 2-3
Sicherheitsausstattung: 3

Resümee

Der Hyundai i10 ist nach wie vor ein pfiffiger Kleinwagen, das Facelift brachte eine feschere Front und mehr Motorleistung. Der stärkere Benziner ist eine gute Wahl, zumal 85 statt 69 PS nur 400 Euro Aufpreis und keinen Mehrverbrauch kosten.

Weitere Testdetails:

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