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Koreas Kleinster

Hyundai hat den i10 überarbeitet - wir testen den Cityflitzer mit Vierzylindermotor und Fünfgang-Schaltgetriebe in Premium-Ausstattung.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Sabine Sommer

Vor etwas mehr als einem Jahr wurde der neue Hyundai i10 der Weltöffentlichkeit vorgestellt - die Designer haben den Kleinen sanft überarbeitet: Auffällig ist der Kaskaden-Kühlergrill, getreu der neu eingeführten Designlinie für alle Hyundai-Modelle. Runde LED-Tagfahrscheinwerfer wurden in die modifizierte Frontschürze integriert, die Nebelschlussleuchten im hinteren Stoßfänger setzen das Design der Frontpartie quasi fort.

Den Hyundai i10 gibt es entweder mit einem 66 PS starken Dreizylindermotor oder, wie unser Testauto, mit einem 1,25 Liter Vierzylindermotor mit 87 PS, wahlweise mit Viergang-Automatik oder, wie bei unserem Testauto, mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe.

Serienmäßig in der Topausstattung "Premium": Klimaautomatik, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, E-Fensterheber vorne, getönte Scheiben, Einparkhilfe hinten, Berganfahrhilfe, Bluetooth-Einheit und Anschlussmöglichkeit für die Smartphone-Halterung, Tempomat mit Speedlimiter, Alufelgen, Lederlenkrad und Lederschaltknauf - um die wichtigsten Elemente zu nennen.

Gegen Aufpreis gibt es zudem Navigation, schlüssellosen Zugang, beheizbares Lenkrad und Sitzheizung - diese bringen reichlich Komfort in die Kleinwagenklasse. Neu hinzu kamen auch ein kamerabasiertes Unfall-Warnystem und ein Spurhaltewarner.

Das Cockpit des Hyundai i10 wirkt aufgeräumt, man wird nicht von einer Batterie von Knöpfen optisch „erschlagen“, kleine Zierelemente in „Metall-Optik“ werten das Interieur auf. Das mittige 7-Zoll-Farbdisplay erleichtert vieles in punkto Bedienung.

Der 3,67 Meter kurze i10 bietet dank seines vernünftigen Radstands von 2,39 Metern ausreichend Platz - nicht nur in der vorderen Sitzreihe, wenngleich man hinten nicht unbedingt zu dritt sitzen sollte.

Das Kofferraumvolumen beträgt 252 Liter, dank der im Verhältnis 60:40 umklappbaren Rückbank kann es bis auf 1.046 Liter vergrößert werden.

Per Startknopf wecken wir den 87 PS starken Vierzylindermotor zum Leben - dieser erweist sich als brauchbar agil, das Fünfganggetriebe ist gut übersetzt - selbst auf der Autobahn geht kein sechster Gang ab. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der i10 in 12,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 175 km/h angegeben.

Beim Überholen auf Freilandstraßen jedoch muss man zuweilen Geduld aufbringen, da es dem „Kleinen“ mangels Turbo-Aufladung dafür ein wenig an Drehmoment fehlt.

Auf der Autobahn bemerkt man auch die lauter werdende Geräuschkulisse, der i10 ist eben doch eher ein Großstadtflitzer. Dort allerdings bereitet das Fahren durchaus auch Spaß. Die Lenkung ist direkt und leichtgängig, das Fahrwerk schluckt Bodenunebenheiten problemlos. Beim Verbrauch gibt Hyundai 4,9 Liter im Mix an, auf unserer Verbrauchsrunde kamen wir auf 6,0 Liter - was durchaus in Ordnung geht.

Den Hyundai i10 1.25 kostet als Premium angesichts der guten Ausstattung ausgesprochen faire 13.890 Euro. Auffettungs-Möglichkeiten gibt es dennoch, hauptsächlich in Paketen. Beispiele: Winter-Paket (Sitz- und Lenkradheizung) um 300 Euro, Premium-Paket (schlüsselloser Zugang, E-Glasschiebedach) um 900 Euro, Navigations-Paket um 990 Euro, Sicherheits-Paket (Spurhalte-Assistent und Frontkollisions-Warner) um 500 Euro.

Plus
+ modernes Design
+ gute Ausstattung, dennoch zahlreiche Extras
+ vernünftige Raumverhältnisse
+ fairer Kaufpreis

Minus
- Motor etwas drehmomentschwach
- Geräuschkulisse auf Autobahnen

Resümee
Der Hyundai i10 1.25 ist zwar Hyundais Einstiegsmodell, dennoch geizt er nicht mit Ausstattung bis hin zu Navi und ein paar Assistenzsystemen. Zum modernen Auftritt und dem gutem Platzangebot würde ein drehmomentstärkerer (Turbo-)Motor gut passen.

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