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Suzuki Swift 1.0 DITC SHVS Flash - im Test Suzuki Swift 2017

Tradition und Moderne

Die neue Generation des Suzuki Swift bleibt entgegen dem allgemeinen Wachstums-Trend im angenehm kompakten Anzug. 112 Turbo-PS im Test.

Text: Rudolf Huber/mid, Bernhard Reichel
Fotos: Bernhard Reichel

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Wie viel Auto braucht der Mensch? Angesichts des ständigen Wachstums von einer Modellgeneration zur nächsten sind mittlerweile viele Mobilitäts- und Transportbedürfnisse problemlos mit Kleinwagen zu erfüllen.

Wie etwa mit der inzwischen sechsten Generation des Suzuki Swift. Allerdings: Während die meisten Kleinwagen inzwischen die Vier-Meter-Marke überschreiten, bleibt der neue Swift mit 3,8 Meter sehr kompakt - er hat ja seinen größeren Bruder Baleno, der fast genau vier Meter misst.

Gegenüber dem Vorgänger wurde der Swift sogar um einen Zentimeter kürzer. Auch das Dach baut drei Zentimeter flacher. Vier Zentimeter mehr Spurbreite und zwei Zentimeter mehr Radstand lassen den Kleinen schön sportlich auf der Straße stehen. Am Ende steht damit gerade mal eine Tonne auf den Rädern.

Beim Design ihres Kleinen haben die Japaner alles richtig gemacht. Der Swift hat durch ein paar optische Retro-Zitate eindeutig an Hinschau-Appeal gewonnen, dank der etwas breiteren und klareren Front, der kräftigeren Schulterlinie und seinen gekürzten Überhängen sieht er nun muskulöser aus.

Dass der Radstand gewachsen ist, freut die Passagiere. Auch hinten haben jetzt normal gewachsene Europäer Platz und dass der Kofferraum um 54 Liter auf inzwischen 265 Liter vergrößert wurde, verbuchen wir sowieso als deutliche Verbesserung, auch wenn einige Konkurrenten bereits 300er-Werte bieten. Alles umgeklappt stehen theoretisch 955 Liter zur Beladung bereit. Die Ladekante dürfte allerdings niedriger sein.

Fortschritt ist auch aus dem Bereich unter der Motorhaube zu melden. Der getestete Einliter-Turbo-Dreizylinder mit munteren 112 PS ist ein angenehmer und moderner Vertreter seiner Zunft.

Mit an Bord ist ein Mildhybrid-System. Ein kleiner Elektromotor, der auch als gleichzeitig auch als Anlasser und Lichtmaschine fungiert, hilft beim Anfahren, das Turboloch zu überbrücken und erweitert die Motor-Aus-Phasen des Start-Stopp-Systems: Sinkt die Geschwindigkeit unter 15 km/h und ist das Getriebe ausgekuppelt, darf der Benziner ausgehen. Seinen Strom holt sich der E-Motor primär durch Rekuperations-Energie beim Bremsen.

Die fünf Gänge lassen sich akzeptabel schalten, Nachdruck ist nur selten erforderlich. Ein sechster Gang wäre aber nett. Der flinke Zwerg ist gut gedämpft und auch noch ziemlich sparsam. Wer es drauf anlegt, erreicht relativ leicht eine Fünf vor dem Komma beim Verbrauch. 6,2 Liter normaler Testverbrauch sind ein akzeptabler Wert, ebenso die mögliche Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h und die 100er-Sprintzeit von 10,0 Sekunden.

Mit seinem 10,6 Metern kleinen Wendekreis ist der Swift sehr wendig und das ideale Stadtauto. Umdrehen geht wie von selbst. Auch die sehr gute Übersicht ist erfreulich. Durch die großen Scheiben ist auch der Blick auf die Seite auffallend offen.

Dass Suzuki die Vordersitze gegenüber dem Vorgänger etwas tiefer montiert hat, sorgt für eine entspannte und sportliche Sitzposition, die das sichere Gefühl auch bei munterer Kurvenfahrt noch unterstützt.

Dennoch sitzt man vorne relativ hoch, wobei noch eine beachtliche Kopffreiheit übrig bleibt. Fahrwerk, Federung und Lenkung agieren so, wie man sich das in einem Auto dieses Typs vorstellt.

Dazu passt auch die Bedienung der Menüpunkte: Hören, Anrufen, Fahren und Verbinden mittels Touchscreen, wie das funktioniert, hat man schnell raus. Serienmäßige oder teils optionale Helfer wie Fernlicht- und Notbrems-Assistent, Spurverlassenwarner und adaptiver Tempomat erhöhen Sicherheit wie Komfort.

Abstand sollte man allerdings vom Auffahrwarner nehmen - indem man ihn ausschaltet. Dieser meldet nämlich jede Kleinigkeit via lang anhaltendem, grellem Ton.

Wer sich einen nun stets fünftürigen Swift zulegen möchte, ist mit der Basisausstattung „clear“ für 13.290 Euro und 90-PS-Suagbenziner dabei. Dafür gibt es serienmäßig Klimaanlage, ein höhenverstellbares Lederlenkrad, Lichtsensor, LED-Tagfahrlicht und ein CD-Radio mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung inklusive Lenkradbedienung und USB-Schnittstelle.

Start-Stopp ist erst in der höchsten der drei verfügbaren Ausstattungen ("Flash") in Verbindung mit dem Mildhybrid-System SHVS zu finden. Auch der 112 PS starke Turbomotor ist an die Topausstattung gekoppelt. Unser Testwagen kostet damit 17.990 Euro.

Zusätzlich geboten wird beim "Flash" adaptiver Tempomat, Sitzheizung vorne, Müdigkeitserkennung, Spurhaltewarner, Berganfahrhilfe, Rückfahrkamera, Keyless-System, LED-Scheinwerfer, Audio-System mit Smartphone-Anbindung und Navigationssystem. Als Extras verbleiben lediglich Pearl- oder Metallic-Lackierung (390 Euro) und ein konstrastfarbig lackiertes Dach (240 Euro).

Plus
+ gelungenes Design
+ geringer Verbrauch
+ angenehmes Fahrverhalten
+ kompakte Abmessungen bei gutem Raumangebot
+ gute Über- und Rundumsicht

Minus
- nervöser Auffahrwarner
- sechster Gang wäre wünschenswert
- hohe Ladekante

Resümee
Der neue Suzuki Swift ist ein sehr gelungener Kleinwagen: wendig, übersichtlich, komfortabel, dynamisch und auch sparsam. Konstruktiv ist er auf Langlebigkeit ausgelegt und auch sein geringes Gewicht demonstriert Nachhaltigkeit. Optisch geriet der Swift stilsicher und zeitlos.

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