AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Dem Himmel etwas näher

Wer schon „normalen“ SUV vorwirft, dass sie sinnlos sind, wird am T-Roc Cabrio wahrlich seine Freude haben. Am Ende bleibt aber jedenfalls die Frage: Braucht die Welt SUV-Cabrios? Wir finden nicht, mögen sie aber.

Johannes Posch

Kenner wissen: Das T-Roc Cabrio ist nicht das erste seiner Art. Range Rover hatte schon anno 2016 mit dem Evoque Cabrio etwas Entsprechendes im Angebot. Zugegebenermaßen hatten es die Briten seinerzeit aber etwas leichter als Volkswagen. Den ersten Evoque gab es immerhin schon als Dreitürer. Den T-Roc hingegen nur mit vier Passagierpforten. Mit „Dach abschneiden und fertig“ war es also nicht getan.

Schwere Knochen
Die vorderen Türen wuchsen, die Rückbank schrumpfte (zwei statt drei Plätze), die Heckpartie musste neu gestaltet und dann natürlich noch das neue Stoffdach samt rahmenloser Scheiben konstruiert werden. Damit sich der Freiluft-TRoc sodann aber nicht ie eine Badewanne fuhr, musste auch unterm Blech fleißig nachgearbeitet werden: diverse Streben, ein doppelter Fondboden und seitliche Bodenschienen sorgen für die nötige Verwindungssteifigkeit, ein verstärkter Frontscheibenrahmen und ein Überschlagschutzsystem wiederum für Sicherheit. Der Haken: Leichter wurde das Auto dadurch nicht. Fast 200 Kilogramm mehr hat das Cabrio auf den Rippen – und die spürt man. Macht aber nichts. Nachdem VW passenderweise nämlich den ganzen Wagen bewusst sehr komfortabel ausgelegt hat, ist das Gesamtbild stimmig.

Hier geht es nicht ums Landstraßenräubern, sondern ums von Anfang bis Ende gemütliche Sonnetanken; vom hohen Einsteigen übers kommode und schon ohne Windschott überraschend frisurfreundliche Cruisen bis zum Ausladen der leichten Badetasche am Zielort. Mit großen Reisekoffern wird es bei 284 Liter Kofferraumvolumen nämlich eng. Und, so finden wir, geht es auch ums Statement setzen. Dass man nicht alles so bierernst nimmt nämlich. Dass man weder das praktischste Auto der Welt braucht, noch unbedingt der Erste bei der nächsten roten Ampel sein muss. Dass einem „Kreta“ näher ist als „Greta“. Dass man eben Autos schätzt, die die Welt eigentlich nicht braucht. Sind ja eh selten geworden.

Technische Daten:

VW T-Roc Cabrio 1,5 TSI ACT R-Line
Hubraum | Zylinder 1498 cm3 | 4
Leistung 150 PS (110 kW)
Drehmoment 250 Nm bei 1.500–3.500/min
0–100 km/h | Vmax 9,5 s | 205 km/h
Getriebe | Antrieb 7-Gang Aut. | Vorderrad
Ø-Verbrauch | CO2 7,4 l S | 169 g/km (EU6d)
Kofferraum | Zuladung 284 l | 366 kg
Basispreis | NoVA 41.690 € (inkl.) | 8 %

Das gefällt uns: die lächelnden und kopfschüttelnden Blicke gleichermaßen
Das vermissen wir: Cabrio-Variante des T-Roc R. Weil: Warum nicht?!
Die Alternativen: außer gebrauchten Evoque Cabrios keine mehr

Ähnliche Themen:

Weitere Artikel:

Keiner will ihn, dennoch passiert ein Verkehrsunfall schnell einmal. Egal ob Sie selbst schuld sind oder nicht, sollten Sie im Fall des Unfalls einige wichtige Schritte befolgen. Wir haben diese für Sie zusammengefasst.

Neulich, als mir die Zukunft mal wieder eine Szene machte ...

Cartoon: Wasser gibt Stoff

Wasser ist der Stoff, aus dem die Träume sind. Die Vorstellung, den Tank mit nachhaltigem, kristallklarem und regionalem Treibstoff aus der Hochquellleitung zu befüllen, oder gleich mit Weihwasser, beflügelt die Phantasie und heiligt die Mittel. Aber vielleicht lassen wir die Kirche erstmal im Dorf und das Wasser im Brunnen.

Testfahrer Mika Kallio fällt monatelang aus

MotoGP: Rückschlag für KTM

Gaststart mit unschönen Folgen: KTM-Testpilot Mika Kallio bricht sich bei einem Motocross-Rennen auf Schnee und Eis in Finnland das Schien- und Wadenbein.

Bei der 2. Blaufränksichland Rallye rund um Deutschkreuz (5./6. März) ist die Nennliste gut gefüllt. Mit von der Partie ist auch das Team von Pröglhöf Racing mit dem Sittendorfer Luca Pröglhöf am Volant und Peter Medinger aus Steyr als Ansager.