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Wer gut wischt, fährt gut

Weniger ist mehr: Die britische Elektrikfirma Lucas bringt 1966 eine neue Innovation in das Automobilwesen ein - das Scheibenwischer-Intervall.

mid/mh

November 1966: Bei sehr leichtem Sprühregen oder schwerem Dunst wird durch gelegentliches Betätigen der Scheibenwischer ein besseres Ergebnis erzielt als bei einem Dauergebrauch. Die Firma Joseph Lucas Ltd. hat jetzt eine transistorgesteuerte Verzögerungseinheit für Scheibenwischermotoren herausgebracht. Mit Hilfe dieser Vorrichtung lässt sich die Häufigkeit der Wischerbewegungen so steuern, dass variable Intervalle von mehreren Sekunden zwischen den Wischtakten entstehen. Das bedeutet, dass der Fahrer den Wischer nicht ständig ein- und ausschalten muss.

Ein am Armaturenbrett angebrachter Schalter ermöglicht zwei Einstellungen: Dauerbetrieb und unterbrochenes Wischen. Gegenwärtig ist diese Vorrichtung nur für Automobilwerke lieferbar, die sie als Erstausrüstung in ihre Modelle einbauen wollen.

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