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Jubiläum: 20 Jahre Porsche 911 GT3

Neue Zeitrechnung

1999 wurde auf dem Genfer Salon der erste Porsche 911 GT3 enthüllt. Ein kompromissloses Leichtgewicht-Sportmodell mit Saugmotor ist er bis heute.

mid/arei

Die Rennsport-Versionen des Porsche 911 GT3 sind seit Jahren erfolgreich, sie haben Motorsportgeschichte geschrieben. Der GT3 fuhr zum Beispiel bei den großen Langstreckenrennen zahlreiche Gesamtsiege ein, unter anderem bei den 24 Stunden Spa, den 24 Stunden Daytona und den 24 Stunden Nürburgring, die er seit dem Jahr 2000 gleich sieben Mal gewann.

Beim Startschuss kurz vor Beginn des neuen Jahrtausends führte der Porsche 911 GT3 in Gestalt des "Spiegelei-Elfers" 996 jene Tradition fort, die in den 1970er Jahren mit dem Porsche 911 Carrera RS 2.7 begann. Der 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxermotor des neuen Sportwagens leistete 265 kW/360 PS. Die erste Bestmarke setzte er mit Walter Röhrl am Steuer, der damals die 20,8 Kilometer lange Nordschleife des Nürburgrings in weniger als acht Minuten umrundete.

Porsche präsentierte alle drei bis vier Jahre eine neue Evolutionsstufe. 2003 kletterte die Leistung auf 280 kW/381 PS. Drei Jahre später folgte der nächste Leistungssprung auf 305 kW/415 PS. 2009 hoben die Ingenieure den Hubraum des Sechszylinder-Boxermotors auf 3,8 Liter und die Leistung auf 320 kW/435 PS an.

Zum 50. Geburtstag des Porsche 911 feierte auf dem Genfer Salon 2013 die fünfte Generation des 911 GT3 ihre Weltpremiere. Der Triebstrang bestand aus einem 3,8-Liter-Saugmotor mit 350 kW/475 PS. Zum Einstand umrundete der neue 911 GT3 die Nordschleife des Nürburgrings in nur 7:25 Minuten - mehr als eine halbe Minute schneller als der erste 911 GT3 im Jahr 1999. Seine bislang letzte Ausbaustufe erreichte der 911 GT3 (Modell 991.2) im Jahr 2017. Im Zentrum der Entwicklungsarbeit hatte der Sechszylinder-Boxermotor - natürlich wie immer ohne Turbo-Aufladung - gestanden, dessen Hubraum auf vier Liter anwuchs und der auf eine Leistung von 368 kW/500 PS kommt.

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