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Kennen Sie den?!

In den 1960er Jahren schwappte der Buggy-Wahnsinn nach Europa. Damals entdeckte János Kesjár jr., ein bekannter ungarischer Rennfahrer, in Westdeutschland einen solchen frühen Buggy. Nach seiner Rückkehr nach Ungarn beschloss er, sein eigenes „Fun-Car” zu entwickeln.

Wolfgang M. BUCHTA

Das Leben hinter dem Eisernen Vorhang bedeutete einige offensichtliche Herausforderungen: Der Volkswagen Käfer war ein geschätztes Handelsgut, ein Ware, die man nicht so leicht erstehen konnte. Und dann gab das noch das nicht zu unterschätzende Problem, eine Plastikkarosserie zu bauen.

Nur wenige Jahre zuvor, 1960, baute Kálmán Szabadi sein ein Auto mit Kunststoffkarosserie: Ein Einzelstück bei welchem er ein hausgemachtes Harz verwendete: Er mischte Holzspäne mit Aceton-gehärtetem Schweinefett, Hühnerfedern, Nitro-Lack und Farbe – aber das ist eine andere Geschichte ...

Also beschloss János, den allgegenwärtigen Trabant als Spender zu verwenden. Was Plastik betrifft, hatte er Glück: Auf der Budapester Internationalen Messe 1971 zeigte das Villanyipari Kutatóintézet (Forschungsinstitut für die Elektroindustrie) einen interessant aussehenden elektrischen Prototyp. Der Tiny 70 sah überraschend aus wie ein Buggy. János sprach mit dem Designer József Cserny und es kam zu einem Deal. Zwischen 1970 und 1973 wurden drei Trabant-Buggys gebaut: Mit verlängertem Radstand, verbessertem Fahrwerk und neuen Sitzen, die Trabant-Räder wurden durch Ford Escort-Räder ersetzt.

Über das Schicksal dieser drei Autos ist nicht viel bekannt. Ein paar Jahre später erschien noch ein Foto in Autó-Motor – damals dem einzigen ungarischen Automagazin – welches einen Buggy mit Hardtop zeigte. Und kürzlich wurde ein Buggy in einem sehr heruntergekommenen Zustand zum Verkauf angeboten.

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