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So a hassa Summa!

„Ooooben ohne“, sang Reinhard Fendrich einst in den 1980er-Jahren. Warum nicht auch mit dem Elektro-Auto? Das Fiat 500e Cabrio bietet ein leistbares Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt.

Stefan Schmudermaier

Cabrios waren einst den Reichen und Schönen vorbehalten, schließlich waren die Fahrzeuge für Durchschnittsverdiener meist unleistbar. Auch das Cabrio des neuen Fiat 500e ist exklusiv, was aber weniger dem Preis, sondern vielmehr der Tatsache geschuldet ist, dass es so gut wie keine Oben-ohne-Elektroautos gibt, außer eben den 500e und das smart EQ fortwo cabrio. Wobei die Frischluft-Puristen nun monieren könnten, dass beide eigentlich „nur“ über ein großes Fetzendachl verfügen. Egal, Alternativen gibt’s eh nicht.

300 Kilometer Testreichweite
Die Technologie bietet gegenüber konventionellen Cabrios, die entweder geschlossen oder eben ganz offen gefahren werden müssen, auch Zwischenschritte. Das Dach des Fiat 500e lässt sich nur einen Spalt weit wie ein Schiebedach oder eben ganz nach hinten öffnen, stufenlos. Kleiner Nachteil: Bei der vollen Portion Frischluft ist die Sicht über den Innenspiegel nach hinten eingeschränkt, dort ist das gefaltete Stoffverdeck im Weg. Dem Fahrspaß tut das keinen Abbruch, dank des Elektromotors sprintet der komplett neu aufgebaute Italiener – beim Vergleich zu den Verbrennermodellen werden die Unterschiede in Design und Größe deutlich – wie von der Tarantel gestochen nach vorn und lässt sogar die Abarth-Modelle hinter sich. Nach 3,1 Sekunden sind 50, nach 9,0 Sekunden 100 km/h erreicht, bei 150 km/h ist dann Schluss. Die Cabrioversion ist ausschließlich mit der größeren Batterie (Nettokapazität 37,3 kWh) verfügbar, die für eine WLTPReichweite von 298 Kilometern gut ist. Auf unserer Testrunde kamen wir bei perfekten Temperaturen und mit geschlossenem Verdeck auf einen Durchschnittsverbrauch von 12,3 kWh, mit hochgerechnet 303 Kilometern fast eine Punktladung auf dem Normverbrauch.

Das Design ist innen wie außen über alle Zweifel erhaben, erwähnenswert ist die gute Verarbeitung und das Navi- bzw. Infotainment-System, das mit guter Bedienung und feiner Optik gefällt. Unser mit nahezu allen Schikanen ausgestattetes „La Prima“-Launchmodell kommt auf 38.490 Euro (32.075 netto), das Frischluftvergnügen beginnt mit dem „Passion“ bei 31.990 Euro (26.658 netto), jeweils vor Abzug der Förderungen. Das Einsteiger-Coupé mit 190 Kilometer Reichweite startet bei 25.390 Euro (21.158 netto) und bleibt abzüglich Förderung unter 20.000 Euro.

Technische Daten:
Fiat 500e Cabrio La Prima
Leistung | Drehmoment 118 PS (87 kW) | 220 Nm
0–100 km/h | Vmax 9,0 s. | 150 km/h
Getriebe | Antrieb 1-Gang aut. | Vorderrad
Reichweite (max.) | Batterie 298 km (WLTP) | 37,3 kWh netto
Ø-Verbrauch 14,9 kWh/100 km (WLTP)
Ladedauer AC | DC ca. 4:15 h1 | ca. 35 min (80 %)2
Kofferraum | Zuladung 185–550 l | 400 kg
Garantie Fahrzeug | Batterie 2 Jahre | 8 Jahre/160.000 km
Basispreis | NoVA 38.490 (32.075 exkl.) | 0 %

Das gefällt uns: Design, Ausstattung, Reichweite
Das vermissen wir: eine Spur mehr Beinfreiheit im Fond
Die Alternative: smart fortwo cabrio

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