ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Mission X zelebriert 75 Jahre Porsche

Am 8. Juni 2023 wurde das vollelektrische Hypercar-Konzeptfahrzeug mit 900-Volt-Systemarchitektur vorgestellt. Bei wem klingelt es bei diesem Datum?

Mag. Severin Karl

Richtig, der 8. Juni ist für Porsche ein besonderer Tag, denn am 8. Juni 1948 bekam der 356 „Nr. 1“ Roadster als erstes Automobil unter dem Namen Porsche seine Betriebserlaubnis. Mit der Präsentation des Hypercar-Konzeptfahrzeugs Mission X wurde somit die Geburtsstunde der Marke gefeiert. Zudem war es der Vorabend der Eröffnung der Sonderausstellung „75 Jahre Porsche Sportwagen“ im Porsche Museum in Stuttgart-Zuffenhausen. Mit einem Wort: Nix wie hin, die Ausstellung ist offen!



Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, erläuterte an diesem besonderen Abend seine Sicht der Dinge: „Der Porsche Mission X ist ein Technologie-Leuchtturm für den Sportwagen der Zukunft. Damit knüpft er an Sportwagen-Ikonen früherer Dekaden an: Wie vormals 959, Carrera GT und 918 Spyder gibt der Mission X entscheidende Impulse für die Weiterentwicklung künftiger Fahrzeugkonzepte.“ Ah ja, wir erinnern uns: Der 959 war seinerzeit das schnellste Serienfahrzeug der Welt, der Carrera GT der erste aus Kohlefaser gefertigter Serien-Porsche und der 918 Spyder das erste Fahrzeug mit Straßenzulassung, das die Sieben-Minuten-Marke auf der Nürburgring-Nordschleife unterbot. 1985, 2003 und 2013 – dem wird jetzt 2023 hinzugefügt. „Träume wagen und Traumwagen gehören bei uns zusammen: Nur weil Porsche sich immer wieder verändert hat, ist Porsche stets Porsche geblieben“, meint Blume weiter.

Für ein Hypercar ist der Mission X recht kompakt: Einer Länge von gut 4,5 Metern steht eine Breite von zwei Metern gegenüber. Der Radstand liegt bei 2,73 Metern – was an das Maß von Carrera GT und 918 Spyder erinnert. Die Mischbereifung mit 20-Zoll-Rädern an der Vorder- und 21-Zoll-Rädern an der Hinterachse ist der Fahrdynamik geschuldet.

Mehr edel als aggressiv

Spannend beim Design: Der Mission X wirkt ganz schön harmonisch und weniger aggressiv als andere Hypercars. Mit der Lackierung in Rocketmetallic hat man sich für einen edlen Auftritt entschieden – die Farbe wurde speziell angemischt, findet sich nicht im normalen Porsche-Spektrum. "Unterhalb der Gürtellinie finden sich Sichtcarbon-Umfänge. Diese Komponenten sind in einer Seidenglanz-Ausführung von Rocketmetallic lasiert und daher leicht getönt, ihre Struktur ist aber weiterhin erkennbar", heißt es von Porsche weiter zur Farbgebung. Zur besseren Kühlung der Radbremsen finden sich an der Hinterachse turbinenartig gestaltete, nahezu transparente Aeroblades.

Le-Mans-Türen eröffnen den Weg in den Innernaum, der unterschiedliche Sitzfarben aufweist: Kalaharigrau für den Fahrer, Andaluzbraun für den Beifahrer. Als Parallele zum Motorsport ist das Lenkrad mit Mode-Schaltern und Wippen ausgerüstet. An Bord sind mehrere Kameras. Die Aufzeichnung startet, sobald der Fahrer den REC-Button des Multi-Purpose-Controllers drückt.

Zur Technik

Porsche hat eine Vision: Bestwerte bei Leistungsgewicht, Abtrieb und Lade-Performance, denn man steht für E-Performance und sieht sich als Vorreiter für nachhaltige Mobilität. Beide Ansprüche soll die neue Konzeptstudie einlösen. Wenn der Mission X in Serie ginge, dann sollte er also erstens das schnellste straßenzugelassene Fahrzeug auf der Nürburgring-Nordschleife sein und zweitens ein Leistungsgewicht von ungefähr einem Kilogramm pro PS aufweisen. Weitere Punkte: Es sollen Abtriebswerte erreicht werden, die deutlich über dem Niveau des aktuellen 911 GT3 RS liegen. Und mit seiner 900-Volt-Systemarchitektur soll der Mission Xeine wesentlich verbesserte Lade- Performance bieten und etwa doppelt so schnell wie der aktuelle Spitzenreiter von Porsche (Taycan Turbo S) laden.

Eine Akkugröße wurde noch nicht kommuniziert, aber: Die Batterie ist zentral hinter den Sitzen im Fahrzeug verbaut. Porsche nennt das E-Core-Layout, es zentriert die Masse im Fahrzeug. "Ähnlich wie bei einem konventionell angetriebenen Mittelmotorfahrzeug bietet das die Grundlage für eine hervorragende Agilität", heißt es aus Zuffenhausen.

Preise, Markteinführung und Co? Wie gesagt, es handelt sich um ein Konzept. Die Zukunft wird weisen, was davon in die Serie gelangt.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Hyundai Ioniq 5 N im Schnee quergetrieben

Wintertest: Achim Mörtl und der koreanische Elektro-Sportwagen

Die Emotion beim Autofahren ist für mich mitunter der wichtigste Faktor, um Fahrfreude zu empfinden, Fahrdynamik, Optik sowie Fahrleistungen schließen da fast nahtlos an. Und so herausragend die Fahrleistungen der meisten E-Fahrzeuge bisher waren, in Sachen Emotion war man meist in den Kinderschuhen stecken geblieben. Da schafft Hyundai mit dem Ioniq 5 N eine erste löbliche Ausnahme!

"Nimm den Buzz" mit VW Nutzfahrzeuge und Vöslauer

Roadtrip mit dem VW ID. Buzz zu gewinnen

Gewinnspiel: Eine Kooperation von Autoimporteur und Wässerchen-Marke ermöglicht es Teilnehmenden, ein zweiwöchiges Abenteuer im vollelektrischen Busmodell zu gewinnen.

Der kleinste Jeep misst nicht einmal 4,1 Meter in der Außenlänge und verbraucht auf unseren Fahrten moderat Strom. Allrad bietet er nicht – man ziehlt auch nicht auf die eingefleischten Fans der Marke.

Toyota C-HR – schon gefahren von Achim Mörtl

Europäisch japanisch

Die C-HR-Erfolgsstory soll mit der neuen Generation samt Plug-in-Hybrid weitergeschrieben werden. Rallyefahrer Achim Mörtl war für motorline.cc in Marseille, um die für ihn "logische Konsequenz" in Sachen E-Antrieb auszuprobieren.

Renault Scenic – schon gefahren / mit Video

Mit dem Elektro-Crossover nach Paris

Neue Parkgebühren für zu schwere SUV-artige Autos in der französischen Hauptstadt? Kein Problem, der Renault Scenic bleibt auf der Waage dezent. Wir fuhren die Topmodelle mit 625 Kilometer WLTP-Reichweite dennoch lieber rund um Màlaga am Meer entlang.