ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Honda-Weltpremiere auf der CES 2024
Honda

2026 startet Honda die elektrische 0 Series

In Nordamerika wird der Marktstart erfolgen, geplant ist die neue EV-Serie aber für globale Märkte. Zu den Kernwerten zählt nicht nur ein neuartiges Design, sondern auch eine enge Beziehung von Fahrer und Auto – die KI soll es möglich machen.

Mag. Severin Karl

Auf der CES 2024 in Las Vegas feierten diesen Jänner viele große Autohersteller und Zuliefer ihre Neuheiten, darunter auch Honda, in Österreich eher eine Nischenmarke, wenn man den Marktanteil heranzieht. Dennoch hat uns die Honda 0 Series (sprich: Honda Zero Series) fasziniert, denn das Design ist etwas ganz anderes als bisher von den Japanern gewohnt. Zwei Modelle wurden gezeigt: Der betont schnittig gezeichnete Saloon und der Space Hub, auf den sicher viele Familen scharf sind – vor allem vor dem Hintergrund des Wegfalls vieler Van-Modelle in letzter Zeit.

Auf "Du und Du" mit dem KI-Honda

Auffälig ist nicht zuletzt das neue H-Logo, das die beiden Elektriker zieren wird, wenn sie ab 2026 vorerst in Nordamerika auf den Markt kommen sollen. Als Ansatz für den Rest wurde "Thin, Light and Wise" (also: schlank, leicht und schlau) gewählt. Fünf Kernwerte werden von Honda dafür definiert. Vom "künstlerischen Design, das Aufmerksamkeit erregt", über "AD/ADAS für eine sichere, sorgenfreie Fahrt" und " Fahrspaß, der das Gefühl vermittelt, in Einheit mit dem Fahrzeug zu sein" bis zu "herausragende elektrische Effizienz in Sachen Stromeffizienz". Den dritten Punkt haben wir vorerst ausgespart, denn auf ihn wollen wir näher eingehen. Honda speicht von einem „Raum“, der den Menschen durch die Nutzung des IOT (Internet of Things) und die vernetzten Technologien neue Möglichkeiten eröffnen wird. Klingt faszinierend, aber was ist gemeint?

Im Honda-Sprech:
"Durch das IOT (Internet of Things) und vernetzte Technologien, die auf dem Honda Original Fahrzeugbetriebssystem basieren, sollen die Modelle der Honda 0 Series die Werte „Fahrspaß, Nutzerfreude und Konnektivität“ bieten. Durch den Einsatz von KI und Big Data erlernt das Fahrzeug die Vorlieben des Nutzers, wie z. B. den Musikgeschmack, sowie das Verhalten und die Tendenzen des Fahrers während der Fahrt, und kann somit entsprechende Vorschläge machen. Zusätzlich bietet das Fahrzeug Informationen über die Umgebung und eine Routenführung für die „letzten Meter“ zum Zielort, die der Nutzer nach dem Aussteigen selbst zurücklegen muss. Das Fahrzeug wird einen Mehrwert bieten, als ob es die Bedürfnisse des Nutzers versteht. Je intensiver die Nutzung des Fahrzeugs, desto enger wird die Beziehung zwischen den Menschen und ihrem Fahrzeug sein, sodass das Fahrzeug in verschiedenen Situationen des täglichen Lebens den komfortablen Wert der Konnektivität bieten kann."

Autos, mit denen wir eine KI-Beziehung eingehen sollen, also. Nach Erfahrungen und Berichten, wie manche Leute schon heute auf "Du und Du" mit ihrem Chat GPT sind, durchaus vorstellbar.

Lange Lebensdauer, kurze Ladezeiten

Nur gut, dass auch der Fahrspaß-Punkt in der DNA der neuen Modelle festgeschrieben ist, Honda spricht hier sogar von einer "neuen Ära" und verweist auf die aerodynamischen Technologien, die für den Motorsport entwickelt wurden.

Wer nur so durch den Wind flutscht, ist natürlich auch effizient. Im Spar-Kapitel werden auch die E-Achsen erwähnt, die besonders platzsparend sein sollen und die Energie möglichst friktionsfrei umwandeln werden. Nicht unwichtig: Honda will sich auch um die Batterie-Lebensdauer kümmern und verspricht einen geringen Verschleiß – derzeit gehört das ja noch zu den Stressfaktoren beim E-Autokauf, bzw. dem späteren Weiterverkauf. Die Schnellladezeit von 15 auf 80 Prozent soll dennoch um etwa 10–15 Minuten verkürzt werden.

Hoffentlich trifft es so ein: "Durch den Einsatz einer Batteriesystem-Steuerungstechnologie, die auf der Grundlage einer enormen Menge von Fahrdaten von über 1 Million elektrifizierter Fahrzeuge von Honda verfeinert wurde, strebt Honda danach, die Reduktion der Batteriekapazität (Reichweite) auf weniger als 10 Prozent nach 10 Jahren Nutzung zu begrenzen", so eine Aussendung.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Polestar 2 MJ 2024: LRSM im Test

Den lässt der Winter kalt – Polestar 2

Weit über 500 Kilometer Reichweite gehen sich mit dem Long Range Single Motor auch bei niedrigen Temperaturen und regelmäßigen Autobahnetappen locker aus. Doch es gibt auch Kritik am Sino-Schweden.

Der beliebteste Kleinwagen Italiens kommt in neuem Kleid und vollelektrisch auf die Straßen – leider nicht die österreichischen. Deutschland wird zumindest auf 2025 vertröstet.

Letzte Tests für den kleinen Alpine-Sportler

Alpine A290 braucht länger als der Renault R5

Die zivile Version mit dem Renault-Rhombus kommt früher auf den Markt als das Pendant der Sportmarke Alpine. Der A290 wird noch ausgiebig auf seine Performance getestet. Gut so!

Elektro-SUV beginnt nun bei 56.400 Euro

Deutlich günstiger: Subaru Solterra

Die japanische Allradmarke erleichtert ihren Kunden den Einstieg in die Elektromobilität: Das erste E-Auto mit dem Sternenlogo kostet nun ab 56.400 Euro, auch das Topmodell kommt preisgesenkt.

"Freiheit ohne Emissionen" ist das neue Motto bei Jeep – ein starker Vertreter dieser Vision wird der neue Wagoneer S, der als vollelektrisches SUV ab Herbst in den USA erhältlich sein wird. Und später auch den Rest der Welt erobern soll.

Mit dem VZ lasst es Cupra krachen

Der Born erstarkt auf 326 PS

Beim Born VZ spricht Cupra von einem Bestellstart ab Mitte 2024. Der sogenannte Tribe wird sich schon die Zähne lecken, handelt es sich doch um den sportlichsten E-Kompakten der Marke.