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Camping für Greenhorns
Christian Houdek

Die wichtigsten Tipps für Ihren ersten Campingurlaub

Sie träumen von einem Urlaub, bei dem man der Natur ganz nahe ist, aber dennoch sein eigenes Dach über dem Kopf hat? Dann stehen Sie kurz vor Ihrem ersten Campingurlaub. Damit Ihr Campingabenteuer ein Erfolg und Erlebnis wird, haben wir die wichtigsten Camping-Tipps für Anfänger zusammengestellt.

Petra Walter, Camper Style

Wer sich als Einsteiger zum ersten Mal mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil auf den Weg macht, neigt häufig dazu, entweder viel zu viel zu planen und mitzunehmen oder Wichtiges zu vergessen – mit kleinen Kindern im Schlepptau doppelt unangenehm. Wir zeigen Ihnen daher, wie Ihre Camping-Jungfernfahrt stressfrei und trotzdem unvergesslich wird.

Wählen Sie Ihr Reiseziel
Bevor es an die konkrete Planung geht, sollten Sie grob ein Ziel ins Auge fassen. Schließlich ist es ein Unterschied, ob Sie einen Strandurlaub in Spanien oder Fjordhopping in Norwegen vorhaben. Vor allem Kindern ist es wichtig, sich keine zu großen Etappen vorzunehmen. Wenn esunbedingt ein weiter entferntes Reiseziel sein soll: Nehmen Sie das Flugzeug und mieten vor Ort einen Camper. Ansonsten bieten Österreich und die Nachbarländer tolle Ziele, die es zu erkunden lohnt.

Finden Sie Ihren „Camping-Style“
Die Arten, zu campen, sind so vielfältig wie Camper selbst. Es gibt die Puristen, die mit Rucksack, Zelt und Gaskocher in die Einsamkeit der Pyrenäen abtauchen, die Bulli-Nostalgiker, die es mit dem Surfbrett auf dem Dach an die rauen Küsten des Atlantiks zieht, die Reisemobilisten, die mit ihren Mobilen den halben Kontinent umrunden oder die Familie, die ihren Urlaub am liebsten im Wohnwagen auf dem Campingplatz verbringt. Für Letztere gibt es vom kleinen naturnahen Platz ohne Parzellen und „Schnickschnack“ bis hin zum Luxuscamping mit Kinderanimation, Pool, Privatbad und eigenem Supermarkt. Wichtig: Die Anzahl der Sterne sagt dabei nicht immer etwas über das Angebot vor Ort aus. Lesen Sie die User-Bewertungen in den einschlägigen Portalen, wie z.B. camping.info, durch und entscheiden selbst, welche Faktoren wichtig sind.

Buchen oder auf gut Glück?
Ein großer Reiz beim Camping liegt darin, sich von Tag zu Tag treiben zu lassen und spontan das nächste Ziel auszuwählen. Nicht alle Urlauber können sich diesen Luxus „leisten“. Deshalb macht es – wer für längere Zeit auf einem bestimmten Platz bleiben will – durchaus Sinn, rechtzeitig zu buchen. Dafür nutzen Sie entweder eine App, ein Portal mit Buchungsfunktion wie camparound.com oder camping.info oder Sie schauen auf den Webseiten der Campingplätze nach Reservierungsmöglichkeiten.

Wählen Sie das passende Zelt oder Fahrzeug
Die Auswahl des Zeltes oder Campingfahrzeugs hängt ebenfalls von der Anzahl der Reisenden, Urlaubsform und Zielregion ab. Für den ersten Campingtrip muss nicht gleich die komplette Ausstattung für teures Geld gekauft werden. Probieren Sie besser einmal aus, ob Ihnen das Campen überhaupt Spaß macht und welches Zelt oder Fahrzeug am besten zu Ihnen passt: Wer lieber mit Wohnwagen, Wohnmobil oder Campingbus losziehen möchte, kann über die unterschiedlichsten Wege mieten. Klassisch bei ortsansässigen Händlern oder Vermietern oder im Internet (z. B. PaulCamper.de, eine Buchungsplattform für Privatfahrzeuge). Achten Sie darauf, welche Leistungen und Ausstattungen im Preis inbegriffen sind und informieren Sie sich vorab, ob Sie im Besitz eines gültigen Führerscheins für das gewünschte Reisemobil sind. Plus: Werfen Sie ein besonderes Auge auf die Versicherung des Fahrzeugs.

Ist der Hund mit dabei?
Soll Ihr Hund mit auf Urlaub, informieren Sie sich im Vorfeld, ob Haustiere auf dem Wunschcampingplatz erlaubt sind und welche Tagespauschale für sie in Rechnung gestellt wird. Schauen Sie auch auf das Umfeld: Gibt es Gassiwege oder hundefreundliche Strände in der Nähe? Sind im Land oder in der Zielregion besondere Vorschriften zu beachten (Rasselisten, Maulkorbzwang)?

Die richtige Ausrüstung
Haben Sie sich gerade einen eigenen Camper zugelegt, benötigen Sie eine Grundausstattung (Checkliste auf camperstyle.de). Überlegen Sie, was Sie wirklich brauchen. Sollten Sie einen Camper mieten, sind in der Regel die wichtigsten Dinge an Bord. Vor allem Geschirr, Besteck, eine Kochgelegenheit (Küchenzeile oder Campingkocher/-grill) und Campingmöbel zum Draußen-Sitzen sollten vorhanden sein.
In manchen Mietfahrzeugen sind Geschirrtücher, Putzlappen, Spülutensilien sowie je eine Rolle Toiletten- und Küchenpapier vorhanden. Bettwäsche und Handtücher sind meist selbst mitzubringen. Denken Sie daran, dass bei gemieteten Campern die Endreinigung normalerweise selbst durchzuführen ist und packen Sie entsprechendes Putzzeug mit ein.

Die besten Plätze unterwegs
Um spontan einen Camping- oder Stellplatz zum Übernachten zu finden, stehen etliche Apps zur Verfügung, z. B. camparound.com (mit Buchungsfunktion), campercontact.com, park4night.com, 3in1campen.de. Bitte beachten Sie, dass Wohnwagen in der Hauptsaison auf vielen Wohnmobil-Stellplätzen nicht gerne gesehen oder sogar verboten sind.

Richtig ver- und entsorgen
Sobald der Frischwassertank leer und Toilette oder Abwassertank voll werden, müssen Sie eine Ver- und Entsorgungsstation ansteuern. Auf einem Camping- oder Wohnmobilstellplatz kann man mit Kanister, Gießkanne oder Schlauch die Wasservorräte wieder auffüllen. Für das Abwasser gibt es Ausgüsse oder in den Boden eingelassene Abflussschächte. Die Toilette darf nur an den speziell gekennzeichneten Stellen (meist eine kleine Kabine oder ein eigenes Becken mit Wasserschlauch) entleert und gespült werden. Verwenden Sie dieses Wasser niemals für den Frischwassertank – an den Hähnen können sich Fäkalbakterien tummeln! Als „Freisteher“ müssen Sie aktiv auf die Suche gehen. Infos über europaweite Ver- und Entsorgungsstationen finden sich auf bordatlas.de.

Wichtige Handgriffe
Bei einem gemieteten Camper geht man davon aus, dass alle notwendigen
Prüfungen und Wartungen regelmäßig durchgeführt werden. Im Innenraum sollten stets alle Schränke, Schubladen und Fenster geschlossen und eingerastet (Dachluken bitte nicht vergessen!) und die Ladung gut gesichert sein. Türen und Ladeklappen am besten versperren, damit sie nicht während der Fahrt aufspringen. Wer nicht über eine automatische Gasanlage verfügt, muss die Gasflaschen für die Fahrt zudrehen.
Bei der Ankunft auf dem Camping- oder Stellplatz rücken Sie bitte dem Nachbarn nicht zu sehr auf den Pelz. Vor allem auf Wohnmobilstellplätzen sind „Kuschelcamper“ nicht so gerne gesehen, denn auch Camper wünschen sich ein kleines bisschen Privatsphäre. Sobald Sie Ihre Parkposition gefunden haben, richten Sie das Fahrzeug mit Auffahrkeilen gerade aus (hier hilft eine kleine Wasserwaage), sichern den Wohnwagen mit den Kurbelstützen ab, schließen – sofern vorhanden – den Landstrom an, drehen das Gas wieder auf und füllen die Wasservorräte auf.
Vor Ort auf dem Campingplatz sollten Sie, sobald Sie den Camper verlassen, alle Türen und Fenster verschließen und Fahrräder mit einer Kette sichern. Denn auch wenn selten etwas geklaut wird – man muss die Langfinger ja nicht in Versuchung führen! Bargeld, Kreditkarten, Reisepässe und andere wichtige oder teure Gegenstände nicht im Camper zurückzulassen. Genießen Sie, in den Tag hinein zu leben und machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie wirklich mal etwas vergessen. Denn meistens trifft man unterwegs jede Menge hilfsbereiter Menschen – Einheimische wie auch andere Camper –, die gerne mit Rat und Tat zur Seite springen. Und ein bisschen Improvisation gehört einfach zum Campen dazu!

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