Familienautos

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Blauer Himmel für unsere Kinder
Alexander Seger

Honda CR-V Hybrid im Familienautostest

Coole sportliche Kids verlangen nach einem coolen Sportwagen? Mitnichten. Lukas und Niklas haben das coole Hybrid-SUV
Honda CR-V in ihre Bubenherzen geschlossen.Eine Pause während der Kinderuni wurde mit Mama Petra gemeinsam zum ultimativen Familien-Test genutzt.

Petra Walter

Wir haben ein wenig Aufsehen erregt. Als wir – Petra, Niklas, Lukas und ich – still, leise, groß und weiß über den Universitätscampus vulgo Altes AKH in Wien rollten. Groß und weiß, weil der platinumweiße Honda CR-V ganz schön riesig im grünen und autofreien Innenhof wirkte. Still und leise, weil er ein Hybrid ist. Universitätscampus, weil die coolen Kids im Sommer an der Kinderuni „inskribiert“ hatten.

i-MMD … was?
Na endlich!, wird sich der eine CR-V-Fan denken. Immerhin zählt das SUV zu den beliebtesten und meistverkauften weltweit und der weltweite Umweltslogan von Honda lautet: „Blue Skies for Our Children“. Das Ziel bis 2025: 100 Prozent der Neufahrzeuge in Europa sollen elektrifiziert sein. Jo mei, warum dann Hybrid?, wird sich der andere CR-V-Fan denken. Weil die Honda-Hybridtechnologie ein erster Schritt dorthin ist. Das i-MMD Hybridsystem (steht für: intelligent Multi-Mode Drive) ist speziell: Zwei Elektromotoren, von denen ­einer als Generator fungiert, eine Lithium-Ionen-Batterie und ein Benzinmotor sorgen für Energie. i-MMD verwendet den Benzinmotor dazu, elektrischen Strom zu erzeugen, kann gleichzeitig aber bei Bremsvorgängen auch Energie zurückgewinnen, die wiederum in der Batterie gespeichert wird. Dazu schaltet es automatisch zwischen drei Fahrmodi um: Im reinen Elek­troantrieb („EV Drive“) kann der CR-V je nach Fahrbedingungen (gemäßigtes Tempo, ebene Fahrbahn) und Batterieladestand bis zu zwei Kilometer lokal emissionsfrei zurücklegen – perfekt für unsere Campus-Runde! Der „Hybrid-­Drive“ wird in den meisten innerstädtischen Fahrsituationen aktiv. Im „Engine Drive“ setzt der Benzinmotor voll ein, vor allem bei höheren Geschwindigkeiten und steil bergauf. Das alles mit einem höchst komfortablen Fahrwerk.

Gleiter, kein Fetzer
Heißt als Fahrerlebnis ausgedrückt: Des CR-V Hybrids Bestimmung und seines Fahrers Lust sind das sanfte, meist laut- und vibrationslose und entspannte Cruisen und Dahinrollen. Einfach schön, einfach herrlich, einfach Honda.
Steigt man ihm etwas energischer hinein, quittiert er dies mit kurzem Meckern, beruhigt sich zwar schnell wieder, dennoch nix für Gas-Junkie-Eltern, sondern mehr für die umweltbewussten und raumbedürftigen Großzieher. Denn: i-MMD hilft Sprit sparen (Testverbrauch bei schonungsloser Behandlung dennoch nur 6,1 Liter!) und der CR-V zählt einfach zu den geräumigsten seiner Klasse: angenehme Sitzqualität und viel Platz vorn und hinten auch für auch breiter gebaute Menschen, ausreichend Platz auch fürs Gepäck.

Tasten statt Hebel
Womit wir, immer noch entzückt ob der elegant-­sportlichen Statur und der achtsamen Fortbewegung des CR-V Hybrid, im leicht amerikanisch angehauchten Innenraum wären. Klassisch-elegant geht’s im Cockpit zu, das „Premiumfeeling“ verströmt, wie’s im Branchenjargon gern formuliert wird. Neu ist unter anderem die Bedienung via Tasten statt des bisherigen Wählhebels. Das ist anfangs gewöhnungsbedürftig, spielt aber nach einiger Zeit seine Vorteile aus, vor allem beim Einparken wechselt sich’s einfach schneller zwischen Drive- und Retourmodus.
Generell herrscht im Honda-Cockpit übersichtliche Ordnung, man findet sich schnell zurecht. Das Infotainment ist ­selbstverständlich Apple CarPlay- und Android-tauglich, die digitalen Anzeigen sind Honda-typisch ­klassisch-spacig.

Setzt auf serienmäßige Sicherheit
Vorbildlich zeigt sich der neue CR-V hinsichtlich Sicherheit: Erstmals ist er serienmäßig mit den aktiven Honda Sensing Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen ausgerüstet, das den Fahrer mit umfangreicher Radar-, Sensor- und Kameratechnik in potenziellen Gefahrensituationen warnt und unterstützt. Dazu zählen Kollisionswarnsystem (überwacht die Fahrbahn nach vorn), präventiver Fahrerassistent (leitet eine Notbremsung ein, wenn eine Kollision unvermeidlich ist), Spurhaltewarner (warnt den Fahrer vor dem ungewollten Verlassen der Fahrspur), aktiver Spurhalteassistent und präventives Spurhaltesystem (halten das Fahrzeug in der Mitte der Fahrbahn), adaptive Geschwindigkeitsregelung, Verkehrszeichenerkennung, intelligenter Geschwindigkeitsbegrenzer sowie die intelligente adaptive Geschwindigkeitsregelung (sagt das Einscheren anderer Fahrzeuge auf die eigene Fahrspur vorher und reagiert automatisch ­darauf). In den höheren Ausstattungsstufen und somit auch bei unserer Test-Top-­Variante Executive kommen noch Toter-Winkel-­Assistent (erkennt Fahrzeuge im toten Winkel und warnt), Ausparkassistent (überwacht den rückwärtigen Bereich des Fahrzeugs beim Ausparken) und Mehrwinkel-Rückfahrkamera. Die stabile Fahrgastzelle und diverse Airbags runden das Rundum-Sicher-Gefühl im neuen Honda CR-V Hybrid ab. Mama Petra war begeistert, vor allem Honda Sensing hatte es ihr angetan. Und die Jungs?

Greta lässt grüßen
Interessanterweise war nicht das Multimediakonnektivitätsding der Renner bei den coolen Tester-Jungs, sondern: das Panoramadach und die Tatsache, dass er ein Hybrid ist und leise und emissionsfrei fahren kann. Kein Scherz. Wenn schon ein neues Familienauto, so O-Ton von Lukas und Niklas, dann ein so klimafreundliches und nettes wie der Honda CR-V Hybrid ist. Mit dem wir daher sogar kurz (nochmals danke dafür an die zuständige Stelle) eine Campus-Runde drehen durften.

HONDA CR-V 2.0 i-MMD Hybrid AWD Executive AT in Daten & Fakten
Preis: 49.105 € (Basismodell ab 35.790 €) | 163 PS/120 kW (Benzinmotor), 135 kW/184 PS (Elektromotor) | 0–100 km/h in 9,2 sec | Antrieb: CVT-Automatik | Ø Verbrauch lt. Hersteller (im Test): 5,5 (6,1) /100 km Ø CO2-Emission lt. Hersteller: 126 g/km | Kofferraum: 497–1.638 | 5 Sitzplätze 2 kindersitztaugliche Fondplätze

Resümee: Entspannendes und entschleunigendes Familien-SUV mit viel Raum für Passagiere und Gepäck
Was uns gefällt: Honda Sensing mit vielen Fahrerassistenzsystemen serienmäßig
Was uns fehlt: etwas hippere Grafiken der digitalen Anzeigen
Familienbonus: elektrisch zu betätigende Heckklappe

Ähnliche Themen:

Weitere Artikel

Stromlinienförmiges Unikat

Skoda 935 Dynamic wird 85

Bereits vor 85 Jahren war er ein Blickfang: Der 935 Dynamic gehört zu den auffälligen Fahrzeugen aus der 125-jährigen Geschichte von Skoda. Jetzt feiert er sein 85. Jubiläum.

Viel Licht, lange Schatten

RIDE 4 im Test

Im nunmehr vierten Anlauf will Milestone mit seiner RIDE-Serie den ultimativen Simulations-Spielplatz für Motorradfans bieten. Und in der Tat "ticken sie viele Boxen". Dennoch schafft es auch RIDE 4 am Ende nicht in den Olymp der Rennspiele... zumindest noch.

Arbeitsgeräte von Schumacher, Vettel, Hunt u. v. m.

Dorotheum versteigert Formel 1-Memorabilia

Aus einer Privatsammlung stammend kommen am 8. Dezember (online) insgesamt 125 Exponate aus der Formel 1 unter den Hammer, die einst Michael Schumacher, Sebastian Vettel, Nico Rosberg oder, James Hunt gehörten.

Die quattrolegende und ihre Partner wie „Audi-Klaus“ haben das „Projekt Klausner 2022“ ins Leben gerufen - motorline.cc fungiert dabei als Medienpartner...