MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News Fernando Alonso, McLaren-Honda, Monte Carlo 2015

Kosten: Kommt ein Einheitsunterboden?

In der Debatte um die Kostenersparnis in der Formel 1 macht eine neue Idee die Runde: Ein Einheitsunterboden soll Millionen sparen ...

Es dürfte Gesetz der Serie sein, dass man sich im Milliarden-Business Formel 1 immer wieder Gedanken um Kostenersparnis macht. Nach Informationen von auto motor und sport kursiert derzeit die Idee, die Formel-1-Boliden künftig mit einem einheitlichen Unterboden auszustatten, da die Konstruktion einer individuellen Variante die Teams derzeit Millionen kostet. Nebeneffekt: Man könnte ihn extremer gestalten und damit sogar dem Problem der kargen Überholmanöver in der "Königsklasse" – zumindest ohne DRS-Einsatz – beikommen.

Zudem bietet das für die Regelhüter die Möglichkeit, die Wagen auf bequeme Art und Weise schneller zu machen. Als Designspielwiese bliebe den Ingenieuren der Topteams immer noch die Oberfläche der Fahrzeuge. Zusätzlich zu den Seitenkästen, die bereits eine genormte Crashstruktur besitzen, soll dies auch bald an der Front und am Heck des Wagens der Fall sein. Jedoch möchten die Regelhüter im Gegenzug den Ingenieuren bei der restlichen Verkleidung mehr Freiheit geben, damit es wieder zu interessanteren und diversifizierteren Fahrzeugformen kommt.

Ob das angestrebte Sparen, das für die kleinen Teams und damit für das Überleben der Serie insgesamt notwendig ist, tatsächlich zu realisieren wäre, ist jedoch fraglich. Kosten- und zeitintensive Windkanalstunden, in denen die Unterseite des Fahrzeugs auf alle möglichen Setupvarianten getestet wird, würden entfallen, doch die Vergangenheit lehrt: Sobald finanzielle Ressourcen frei werden, konzentriert sich die Entwicklungsarbeit für gewöhnlich eben auf jene Areale, die noch nicht genormt oder vereinheitlicht sind – und das erzeugt wiederum Kosten.

Der Einheitsunterboden soll in der Form einen weit längeren Diffusor für höhere Abtriebswerte bekommen, damit die Formel 1 wieder schneller wird. Glaubt man dem nunmehrigen Langstreckenpiloten Mark Webber reichen jene fünf Sekunden, die die Rennserie laut Strategiegruppe schneller werden will, dafür nicht aus, da die Referenz die Geschwindigkeit der weit schwereren LMP1-Prototypen sei.

Durch die vordere Crashstruktur will man dem Frontflügel etwas von seiner Gesamtbedeutung für die Fahrzeugaerodynamik nehmen und damit das Hinterherfahren in 'dirty air', der verwirbelten Luft des Vordermanns, für den nachfolgenden Fahrer einfacher gestalten. Damit soll es wieder möglich werden, einen Kontrahenten auf klassische Weise auszubremsen.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

- special features -

Weitere Artikel:

Motorenstreit in der Formel 1

Vorwürfe gegen Mercedes: Toto Wolff reagiert

Toto Wolff stellt klar, dass der Mercedes-Motor absolut legal sei - Die Konkurrenz wolle mit gegenteiligen Behauptungen womöglich von eigenen Fehlern ablenken

Alpine mit Mercedes-Power

Alpine zeigt Design des A526-Mercedes

Alpine hat seine Farben für die Formel-1-Saison 2026 präsentiert - Gelingt mit dem A526 und dem neuen Mercedes-Antrieb der erhoffte Sprung nach vorne im Feld?

W17-Premiere im Regen

Mercedes-Shakedown in Silverstone

Der Mercedes W17 hat in Silverstone seine ersten Kilometer abgespult - George Russell durfte als erster Fahrer auf die nasse Strecke in Großbritannien gehen

Kurz vor dem Formel-1-Test in Bahrain hat McLaren das finale Design für den MCL40 von Lando Norris und Oscar Piastri präsentiert: Die Farben sind keine Überraschung

Quartararo verlässt Yamaha

Quartararo wechselt 2027 zu Honda

Der MotoGP-Transfermarkt für 2027/28 nimmt Fahrt auf - Honda sichert sich die Dienste von Fabio Quartararo für die kommenden zwei Jahre

Das neue Auto für die Formel-1-Saison 2026 konnte bislang noch nicht fahren, nun hat Williams aber zumindest schon einmal die Lackierung für den FW48 gezeigt