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Formel 1: News

Neun Monate zur Rettung von Silverstone

Kostenbürde und Ausstiegsklausel: In neun Monaten muss Silverstone über die Zukunft des Grand Prixs Bescheid wissen – Vier mögliche Käufer.

Neun Monate bleiben dem Großen Preis von Großbritannien, um seine Zukunft über 2019 hinaus zu sichern, weil er dem British Racing Drivers' Club (BRDC) zu teuer wird. Eigentlich besitzt Silverstone einen Vertrag bis 2026, allerdings gibt es sowohl für die Strecke wie auch für Formel-1-Boss Bernie Ecclestone eine Ausstiegsklausel, die nach dem Rennen 2019 in Kraft treten kann.

Um diese Option zu ziehen, muss Ecclestone vor dem Rennen im kommenden Jahr eine Entscheidung mitgeteilt werden. Der Große Preis von Großbritannien ist im kürzlich herausgegebenen provisorischen Kalender für den 9. Juli 2017 angesetzt.

BRDC-Präsident Derek Warwick muss zugeben, dass eine fünfprozentige Preisanpassungsklausel, die im Dezember 2009 vereinbart wurde, mittlerweile zu einer finanziellen Bürde für die Strecke geworden ist. "Wir schauen, wo wir 2019 stehen werden, ob wir den Grand Prix noch wollen oder ob wir Silverstone auch ohne den Grand Prix nach vorne bringen können", sagt Warwick. "Wenn man es sich nicht leisten kann, dann kann man es sich nicht leisten."

"Wir haben den britischen Grand Prix nun viele Jahre lang ohne Unterstützung von außen oder von der Regierung gestemmt. Wir haben mehr als 50 Millionen Pfund in den Wing, den Umbau der Strecke und alle Wünsche von Bernie gesteckt, um den Grand Prix zu behalten. Aber jetzt sind wir in einer Situation, in der die Preisanpassungsklausel zu teuer für uns geworden ist", so der Brite weiter.

Warwick bestätigt, dass man die Ausstiegsklausel möglicherweise ziehen werde, und dass die Zeit drängt: "Die Klausel greift 2019, aber wir müssen sie vor dem Grand Prix im kommenden Jahr ziehen. Wir haben also neun Monate Zeit, um sie zu ziehen. Oder Bernie macht das. Bei ihm weiß man ja nie."

Derzeit verhandelt der BRDC mit vier interessierten Parteien über einen Verkauf der Strecke, und jede könnte Silverstone zu Hilfe kommen. Ein potenzieller Deal mit Jaguar Land Rover ist immer noch möglich, genau wie mit Ginetta-Besitzer Lawrence Tomlinson, Jonathan Palmers MotorSport Vision und einem unbekannten vierten Bieter.

Ob der neue Besitzer den Großbritannien-Grand-Prix retten kann, da meint Warwick: "Es kommt darauf an, ob sie eine große Brieftasche haben. Ich war aber noch nie so aufgeregt wie heute, was die Zukunft von BRDC und Silverstone angeht. Wir haben zwei oder drei Deals, die absolut fantastisch für den Club wären, wie ich finde, und die uns ein wenig Spielraum geben, um Silverstone auf eine andere Art und Weise zu entwickeln."

"Das kann mit oder ohne den Grand Prix sein", fügt der Brite an. "Am Ende des Tages sind es Zahlen. Wir haben unser Bestes gegeben, um den Großen Preis von Großbritannien zu unterstützen und zu sichern. Aber um ein wenig weiter voranzukommen, brauchen wir vielleicht ein wenig zusätzliche Unterstützung von Dritten."

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