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Formel 1: Analyse

Brawn: Wenn nicht 2019, dann eben 2021

Laut Sportchef Ross Brawn würde die Formel-1-WM darauf reagieren, falls die Regeln für 2019 nicht den gewünschten Effekt erzielten.

Überarbeitete Aeroregeln sollen 2019 dafür sorgen, dass in der Formel-1-WM wieder mehr überholt werden kann, doch schon jetzt gibt es Sorgen, dass Teams die verlorenen Abtriebswerte noch vor Saisonbeginn wieder aufgeholt haben werden. Was passiert, wenn die kommende Saison nicht die gewünschten Effekte bringt? Man würde dann weitere Änderungen am Reglement vornehmen, so Ross Brawn, Sportchef der Formel-1-WM.

Für 2021 ist ohnedies die nächste Regelnovelle geplant – und alles, was man im kommenden Jahr lernt, werde wichtig für diesen nächsten Schritt sein: "Man muss betonten, dass es eine Philosophie und eine Kultur ist, keine einmalige Lösung", orakelte Brawn auf der Website seines Arbeitgebers. "Wenn wir mit den Änderungen nicht alles erreichen, was wir erreichen wollen, werden wir daraus lernen und mit der nächsten Phase an Änderungen weitermachen."

Das werde man so lange tun, bis die Formel-1-Boliden in einem Zustand sind, in dem sie einander folgen können, ohne zu viel Abtrieb zu verlieren, was im Moment das große Problem ist: Die verwirbelte Luft hinter jedem einzelnen Fahrzeug sorgt dafür, dass das Heranfahren nur schwer möglich ist und sich die Autos im Verkehr dahinter ihre Reifen durch Herumrutschen ruinieren.

Die Teamverantwortlichen hatten zuletzt große Skepsis geäußert, ob sich dieses Problem mit über das Reglement lösen lässt, denn die Ingenieure arbeiten fieberhaft daran, die gewünschten Effekte zum eigenen Vorteil umzukehren. Dennoch ist Brawn optimistisch, dass man in der kommenden Saison zumindest einige Verbesserungen sehen werde.

"Zwar kennen wir die Lösungen nicht, bis die Autos fahren, aber laut Vorhersagen werden wir 20 Prozent Verbesserung erreichen", so der Brite; zuletzt hatte die FIA aber noch von einem Drittel gesprochen. "Wir sind bei rund einem Viertel von dem, was wir für möglich halten", sagte Brawn und betonte erneut: "Es ist keine einmalige Sache, die man macht und dann nie wieder anrührt."

Wie die Autos ab 2021 genau aussehen werden, ist noch nicht geklärt. Zwar gibt es erste Konzepte, doch auf genaue Regeln hat man sich noch nicht verständigt. Das könnte laut Brawn auch noch eine Weile dauern, denn obwohl einige Rennställe schon ungeduldig werden, will er sich nicht zu früh festlegen, da die großen Teams dann zu viel Budget investieren und sich so einen Vorteil sichern könnten. Ungefähr ein Jahr Vorlaufzeit soll letzten Endes bleiben, um das Design für 2021 zu erarbeiten.

"Die FIA und wir haben einen Rahmen festgelegt, wie die Autos aussehen könnten, und jedem Team die Aufgabe gegeben, sich Aspekte anzuschauen", sagte Brawn. "Das reicht aber nicht, damit die Teams anfangen können, ein Auto zu entwerfen. Damit halten wir uns absichtlich zurück." Während man großen Rennställen so einen potentiellen Vorteil nehmen möchte, gab Brawn gleichzeitig zu, dass auch ein zu später Start Teams mit großen Budgets bevorzugen könnte.

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