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Formel 1: Analyse

Renault macht gegen Super-B-Teams mobil

Renault will verhindern, dass Ferrari und Mercedes mit starken Partnerteams die Formel-1-WM unterwandern; auch die FIA ist alarmiert.

Ferrari mit Haas und möglicherweise bald Mercedes mit Williams: Wie Renault-Teamchef Cyril Abiteboul im Gespräch mit auto motor und sport erklärt, sollte die Strategiegruppe der Formel-1-WM gegen allzu enge technische Kooperation einiger Rennställe mit ihren Motorlieferanten vorgehen.

Sich anbahnende Super-B-Teams mit einem gemeinsamen Fundus von uneingeschränkt teilbaren Elementen sorgen laut Alain Prost, dem Markenbotschafter der Franzosen, für massive Chancenungleichheit. "Das ist unfair", schimpft er und spielt auf Haas an. "Wir müssen alles selbst bauen. Sie kriegen zwei Drittel des Autos von Ferrari."

Jedoch ist diese Vorgehensweise regelkonform. "Dieses Thema muss jetzt endlich auf die Agenda. Wir sprechen es seit Monaten an, und keiner hört uns zu. Das ist unsere Chance, es publik zu machen", poltert auch Abiteboul. Kurioserweise schießt er damit auch gegen Force Indias Verbindung zu Mercedes, obwohl sich das soeben verkaufte Team in den vergangenen Jahren selbst lauthals über Haas beschwert hat.

Renault sind Super-B-Teams wohl auch deshalb ein Dorn im Auge, weil die Franzosen derzeit selbst keine Möglichkeit haben, eines aufzubauen; McLaren, der bald einzige Motorkunde, definiert sich selbst als Konstrukteur und wird sich kaum in eine Statistenrolle drängen lassen wollen.

FIA-Rennleiter Charlie Whiting teilt die Sorgen aber: "Die Formel-1-WM könnte bald schon von zwei oder drei Superteams beherrscht werden", sagt er gegenüber auto motor und sport. Inwieweit sich ein solcher Umstand vom aktuellen Status quo unterschiede, möge jeder Motorsportfan selbst entscheiden ...

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