MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Ein Drittel weniger Abtriebsverlust?

Die FIA zeigt sich trotz Skepsis optimistisch: Ab 2019 soll der Abtriebsverlust hinter anderen Autos um ein Drittel gesenkt werden.

Formel-1-Autos sollen ab der kommenden Saison hinter Konkurrenten rund ein Drittel weniger an Abtrieb verlieren als noch 2018, so die neueste Prognose der FIA. Dafür wird mit der Formel-1-WM 2019 ein modifiziertes Aeroreglement eingeführt, um der Probleme beim Überholen endlich Herr zu werden. Durch vereinfachte Front- und Heckflügel soll das Hinterher- und somit auch das Vorbeifahren erleichtert werden.

Zwar ist noch unklar, wie sich diese Modifikationen konkret auswirken werden, doch Nikolas Tombazis, FIA-Verantwortlicher für technische Belange, glaubt, dass sie vor allem in mittelschnellen Kurven sichtbar werden. "Wir halten 15 bis 20 Meter zwischen den Autos für die kritische Position", sagte er der FIA-Publikation Auto. "Das ist der Abstand, den wir annehmen, wenn Autos eine halbe Sekunde getrennt durch mittelschnelle Kurven fahren."

"Bei der aktuellen Generation verliert ein Auto in diesem Fall rund 30 Prozent seines Abtriebs. Wir hoffen, dass wir das um zehn Prozent senken können", vermutete er. Zwar gibt es bei den Teams viele skeptische Stimmen, die nicht an einen großen Unterschied glauben, doch Tombazis ist davon überzeugt, dass es ohne Regeländerung nur noch schlimmer werden würde.

"Ich denke, dass der generelle Trend bei den Teams zu mehr Abtrieb geht, was das Problem verstärken würde. Hätten wir nicht eingegriffen, würde 2019 schlimmer als 2018 sein, und 2020 würde schlimmer als 2019 sein, glauben wir. So denken wir, dass 2019 besser als 2018 sein wird", sagte der Grieche. Allerdings dürfe niemand erwarten, dass Formel-1-Autos so eng wie Tourenwagen kämpfen könnten.

Für Williams-Technikchef Paddy Lowe sind die neuen Flügel genau der richtige Schritt, um negativen Effekten des 2017er-Reglements entgegenzuwirken: "Ich war kein Fan der Regeln von 2017, die ich für einen Rückschritt beim Thema Überholen halte. Ich denke, wenn wir jetzt gar nichts machen, würde sich die Situation über Jahre verschlimmern, weil die Teams mehr Abtrieb entwickeln."

"Es war richtig, dass FIA und FOM zu diesem Zeitpunkt gehandelt haben und für 2019 und 2020 etwas anderes machen. Ich habe große Zuversicht in die technischen Aspekte, dass sie uns in die richtige Richtung führen werden", so der Brite weiter.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

Bekommt Gasly Podium zurück?

FIA-Anhörung um Podium von Gasly steht

Die FIA hat bestätigt, dass noch in dieser Woche über die Aufhebung der Strafen verhandelt wird, die Pierre Gasly in Monaco einen Podiumsplatz gekostet haben

Paukenschlag: Messfehler offiziell bekannt

Messfehler: FIA lässt Alpine-Antrag zu

Alpine hat im Kampf gegen die Monaco-Strafen den ersten Etappensieg erzielt: Der Antrag auf Überprüfung ist genehmigt - FOM gibt sogar schon eine Ungenauigkeit zu

Rallycross Fuglau

Heiße Duelle in Fuglau

Länderspiele beim MTL-Rallycross von Fuglau. Dank dem internationalen Starterfeld gab es Siege für die Österreicher, Ungarn und Tschechen. In der Königsklasse der Supercars sorgte Lokalheld Norman Ganser für die Schlagzeilen des Wochenendes.

GP von Monaco: 2. Fr. Training

Ferrari wieder doppelt vorn

Ferrari belegte wie im ersten Training die ersten beiden Plätze, während Mercedes nicht über die Positionen vier und fünf hinauskam - Frühes Aus für Lando Norris