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Formel 1: Interview

Wolff: 2019 kann alles anders sein

Mit den Titeln 2018 so gut wie in der Tasche befürchtet Mercedes-Teamchef Toto Wolff schon die Änderung der Machtverhältnisse 2019.

Seit Jahren die selbe Frage: Wie lange kann sich Mercedes noch an der Spitze halten? Angesichts der bevorstehenden WM-Niederlage von Ferrari und Sebastian Vettel wird sie auch für den Rest dieser Saison die Formel-1-WM beschäftigen. Kann im nächsten Jahr etwa gar RB Racing mit Honda-Motoren den "Silberpfeilen" gefährlich werden?

"Das könnte sein", meinte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nach den Startplätzen sechs und sieben für die Toro-Rosso-Piloten in Suzuka, auch wenn diese letztlich ohne Punkte blieben. "Der Honda-Motor sieht jetzt sehr stark aus, und Red Bull [Racing; Anm.] ist ohnehin eine gute 'Racertruppe'. Außerdem gibt es diese Muster nicht mehr, dass ein Team auf einem Streckentyp dominiert."

Viel mehr Angst hat der Österreicher allerdings vor den bevorstehenden Reglementnovellen: "Den größten Einfluss wird das neue Aerodynamikreglement haben. Das wird alles auf den Kopf stellen." Ab der kommenden Saison versucht die FIA, die Luftführung der Boliden im Bereich der Vorderräder so zu verändern, dass das Überholen leichter möglich wird.

Auch wenn der Unterschied aus optischer Sicht nicht gravierend ausfallen dürfte, müssen die Designer laut eigenen Angaben komplett umdenken. "Irgendjemand konnte ein Schlupfloch finden oder eine Innovation bringen", fürchtet Wolff, "oder er versteht einfach besser als die anderen, wie diese Autos funktionieren. In diesem Reglement für nächstes Jahr gibt es eine große Unbekannte, und es könnte sogar passieren, dass Teams nach vorne kommen, die wir derzeit gar nicht auf dem Radar haben."

Man darf also gespannt sein, ob Mercedes auch diese Regelnovelle an der Spitze überdauern wird, wie alle anderen seit Einführung der Hybridaggregate 2014 auch. Durch die Vorarbeit des einstigen Teamchefs Ross Brawn, die genutzt wurde, um nach vorne zu kommen, gelang es Wolff, seinen Rennstall auf Änderungen, etwa jene von 2016, am besten einzustellen. Die Folge waren vier Doppel-WM-Titel in Folge – und der fünfte steht unmittelbar bevor.

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