MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Vettel: Rücktritt "keine Option"

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel will seinen Vertrag bis mindestens Ende 2020 erfüllen - Der interne Zwist und der Sotschi-Ausfall ändern seine Meinung nicht.

Der interne Machtkampf im Team und der Frust über die Unzuverlässigkeit des Autos bescherten Sebastian Vettel ein enttäuschendes Wochenende in Russland. Der Deutsche wünschte sich die V12-Zeiten zurück, seine Unterstützer kritisierten die Ferrari-Taktik scharf. Helmut Marko sprach davon, dass die Scuderia Vettel "geopfert" habe. Kein Grund für den 32-Jährigen über Rücktritt nachzudenken.

"Vettel hat bei Ferrari keine Zukunft mehr, das steht für mich jetzt fest", stellte der Red-Bull-Motorsportkonsulent und Vettel-Intimus gegenüber 'Auto Bild motorsport' klar. In denselben Tenor stimmten auch viele Vettel-Fans nach dem Rennen ein. Sie forderten, dass sich der Heppenheimer diese Spielchen nicht gefallen lässt und seinen Ferrari-Vertrag vorzeitig beenden soll.

Bis Ende 2020 ist er offiziell noch vertraglich an die Roten gebunden. Auch im kommenden Jahr wird er neben Charles Leclerc antreten müssen. Im Duell um die Oberhand werde Vettel 2020 keine Chance mehr haben, glaubt Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve.

Steht also tatsächlich der Rücktritt des viermaligen Weltmeisters zur Debatte? "Es gibt keine Rennserie wie die Formel 1 mit V12-Motoren - ansonsten würde ich es mir überlegen", scherzte er auf diese Frage angesprochen. Vettel denkt auch nach dem internen Zwist seit Italien nicht ans Aufhören.

"Es gibt keine solche Option." Der Ausfall in Sotschi wurde von einem MGU-K-Defekt ausgelöst. Purist Vettel bestärkt das in seiner Abneigung gegen die Hybrid-Motoren der aktuellen Generation: "Diese Antriebseinheiten sind sehr komplex. Aus Ingenieurssicht sehr faszinierend, aber ich habe da meine ganz eigene Meinung."

Der Ferrari-Pilot ist der Meinung, dass die V6-Turbos keinen Mehrwert im Rennen bieten, auch nicht für die Fans. Deshalb denkt er dennoch nicht an Rücktritt: "Nein, aber es ist natürlich sehr bitter, weil ich bis zum Ausfall sehr gut gefahren bin. Es sah nach einem guten Nachmittag aus."

Bevor er den SF90 in Runde 26 des Grand Prix am Streckenrand abstellen musste, lag er die meiste Zeit des Rennens in Führung. Er hatte die Chance, seinen zweiten Saisonsieg nach Singapur einzufahren. Doch statt eines Doppelsiegs für Ferrari wurde dank des Ausfalls daraus ein Mercedes-Doppelerfolg. "Natürlich ist man nach so einem Ausfall niemals glücklich."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

DTM-Rennen Hockenheim 2

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026!

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026: Dem Manthey-Pilot reicht der dritte Platz hinter Maro Engel und Teamkollege Ricardo Feller, um seinen zweiten Titel zu feiern

GP von Singapur: Qualifying

Verstappen mit erster "echter" Singapur-Pole

Max Verstappen holte sich zum ersten Mal eine Poleposition für den Singapur-Grand-Prix vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt

Hintergründe DTM-Finale Hockenheim

Hockenheim: Die große DTM-Galerie

Porsche Pilot Preining schaffte im badischen Motodrom von Hockenheim am vergangenen Wochenende mit einem weiteren Podiumserfolg den Sprung an die Spitze. Seine fünf Mitbewerber, die vor dem großen Showdown auch noch Chancen auf den Titel hatten, mussten sich mit den weiteren Plätzen begnügen.

"Verstehe nicht, was sie wollen"

Maverick Vinales rechnet mit KTM ab

Maverick Vinales ist zurück, doch vor seinem Comeback in Motegi beschäftigt ihn nicht nur seine verletzte Schulter, sondern vor allem das Zerwürfnis mit KTM

Bitterer Siegverlust für Alpine bei den 6 Stunden von Fuji und unerwarteter Toyota-Triumph - Wilder Crash in der LMGT3 sorgt für Diskussionen