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Formel 1: News

FIA-Ausschreibung für Einheitsgetriebe

Aus Formel Eins wird Formel Einheitsteile: Ab 2021 sollen Standardgetriebe benutzt werden, die Ausschreibung läuft nur vier Wochen.

Die Formel-1-Rennställe sollen ab 2021 ein einheitliches Getriebe benutzen müssen. Die FIA hat eine Ausschreibung für den Zeitraum zwischen 2021 und 2024 gestartet, mit der ein künftiger Lieferant gesucht wird. Dabei geht es nur um das Getriebe an sich – das Gehäuse darf jedes Team weiter selbst herstellen.

Ziel ist es wohl, Entwicklungskosten zu senken, denn die Teams geben auch in diesem Bereich viel Geld aus, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Das neue Getriebe soll nur noch sieben statt acht Gänge besitzen und 1,5 Kilogramm schwerer sein als die aktuellen Modelle, weil man nicht mehr ans Gewichtslimit gehen wird.

Sollte ein einheitlicher Getriebehersteller kommen, wäre das eine große Veränderung. Sechs Rennställe bauen derzeit ihre eigenen, vier B-Teams beziehen es von ihren großen Brüdern: Alfa/Sauber und Haas von Ferrari, Racing Point von Mercedes sowie Toro Rosso von RB Racing.

Für Ferrari und Mercedes ginge damit eine wichtige Einnahmequelle verloren, während die Kundenteams wohl keine eigenen Gehäuse mehr herstellen könnten, weil viele Teams wie Racing Point oder Sauber über keine Anlagen für deren Bau verfügen; gleichzeitig wird es schwieriger, Aufhängungsteile zwischen Partnerteams zu teilen.

Wer sich um den Zuschlag bemüht ist offen. Der Name Xtrac wird zwar als Favorit gehandelt, doch es ist nicht ausgeschlossen, dass ein bestehendes Team zum neuen Ausrüster erkoren wird, ähnlich wie es McLaren schon bei der Einheitselektronik ist. Die gewählte Frist ist jedenfalls äußerst knapp: Bereits am 15. März müssen die Interessenten ihre Bewerbung eingereicht haben, die Entscheidung soll schon Ende April verkündet werden.

Interessant an der Ausschreibung ist, dass sie einen ersten Blick auf die Pläne von Liberty Media für die Zukunft der Formel-1-WM gewährt. So ist von einer höheren Gesamtleistung die Rede, die durch eine 30 Kilowatt stärkere MGU-K realisiert werden soll – und auch die gesamte Antriebswelle soll künftig ebenfalls von einem zentralen Hersteller kommen. Beim Getriebe rechnet die FIA mit vier Stück pro Auto und Saison. Die Laufleistung ist mit rund 5.000 Kilometern angegeben, was genügend Raum für die angedachte Erweiterung des WM-Kalenders ließe.

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