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Formel 1: News

FIA kündigt weitere Einheitsteile an

Man wird sich noch wundern, was alles möglich ist: Einheitsreifen und -getriebe waren jedenfalls erst der Anfang, so der FIA-Technikchef.

Ab der Saison 2021 wird es in der Formel-1-WM deutlich mehr Einheitsteile geben als in den 70 Saisonen davor. Unter dem Etikett der Kosteneinsparung wurden zuletzt bereits Ausschreibungen für ein einheitliches Getriebe, ein einheitliches Bremssystem und einheitliche Radfelgen eröffnet. "Die Angebote liegen vor, und jetzt erstatten wir dem Motorsportweltrat Bericht", verriet FIA-Technikchef Nikolas Tombazis (Bild oben) im Hinblick auf das neue Standardgetriebe.

Die Ausschreibung dafür endete bereits im März. Jene für Felgen und Bremsen laufen noch bis 22. Mai. Tombazis erklärte nun, dass es für kleinere Teile in den kommenden Wochen und Monaten noch weitere Ausschreibungen geben werde. "Wir hatten mit den Teams in den vergangenen Monaten viele Diskussionen", berichtete er.

Im Juni sollen die Rennställe Klarheit darüber bekommen, welche Teile ab 2021 standardisiert sein werden. "Die Teams werden lange vor 2021 wissen, was sie herstellen und was sie kaufen müssen", erklärte Tombazis. Es werde definitiv genug Zeit geben, um auf die FIA-Pläne zu reagieren. Die Ausschreibungen selbst werden sich allerdings noch länger hinziehen.

So werden die Teams zwar bald erfahren, welche Teile sie ab 2021 nicht mehr selbst produzieren dürfen, nicht aber, wer die Teile stattdessen bauen wird. "Die Ausschreibungen, die etwas später starten, werden sich wahrscheinlich eher um Standardsensoren und solche Dinge drehen", erklärte Tombazis; es werde dann nur noch um unwesentliche Teile des Autos gehen.

Tombazis verriet außerdem, dass es neben der Kostenersparnis noch einen weiteren Grund für manche Einheitsteile gebe: Man könne diese besser kontrollieren, was gerade bei Sensoren wichtig sei. "Manchmal entscheiden wir uns für Standardteile, wenn es zum Beispiel ein für die Leistung kritischer Sensor ist, den wir überwachen müssen", erklärte er.

Einen Notfallplan hat die FIA übrigens auch: Laut Tombazis wird im Reglement für 2021 genau festgeschrieben, was passiert, wenn die neuen Standardteile doch nicht wie geplant zum Einsatz kommen können. "Das könnte dann passieren, wenn entweder niemand die Ausschreibung gewinnt oder ein Hersteller sich aus irgendeinem Grund nach zwei Jahren zurückzieht", erklärte er.

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