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Mugello 2020: Lewis Hamilton kontert Bottas-Bestzeiten Lewis Hamilton sichert sich in Mugello die nächste Pole-Position
Motorsport Images

F1-Qualifying Mugello 2020: Ocon kostet Bottas die mögliche Pole

Max Verstappen rechnet sich Chancen auf den Sieg beim Grand Prix der Toskana aus, im Qualifying waren Lewis Hamilton und Valtteri Bottas aber zu stark

Nachdem Valtteri Bottas in allen Freien Trainings zum Grand Prix der Toskana Bestzeit erzielt hatte, sicherte sich im Qualifying in Mugello Lewis Hamilton doch wieder die Pole-Position - bereits zum 95. Mal in seiner Karriere. Der Mercedes-Pilot stellte einen neuen Streckenrekord von 1:15.144 Minuten auf und blieb damit um 30,375 Sekunden unter der MotoGP-Pole von Marc Marquez im Jahr 2019.

"Valtteri", gibt Hamilton zu, "war gestern und heute Morgen schneller als ich. Auch in Q1. Also habe ich hart daran gearbeitet, meine Linie und das Set-up zu verbessern." Und zwar bis zur letzten Minute: In Q1 ging Hamilton als einziger Topfahrer ein zweites Mal auf die Strecke, weil er mit seinem Feintuning noch nicht zufrieden war.

Aber das hat sich gelohnt. Im ersten Q3-Run war er um 0,059 Sekunden schneller als Bottas - und dabei sollte es bleiben. Hamilton konnte seine Zeit wegen des zunehmenden Windes nicht verbessern, Bottas fuhr in die gelben Flaggen von Esteban Ocon (Renault) rein. "Meine erste Runde war gut, aber nicht perfekt", ärgert er sich. "Schade, denn der Speed war bisher gut."

Obwohl er im großen Finale anders als die Mercedes noch marginal zulegen konnte, blieb Max Verstappen (Red Bull) mit 0,365 Sekunden Rückstand auf P3. "Ich habe nie damit gerechnet, sie im Qualifying zu schlagen. Aber insgesamt ist dieses Wochenende bisher vielversprechend verlaufen", freut sich der 22-Jährige, der in FT3 noch fast gleichauf mit Bottas gewesen war.

Verstappen mit Renn-Set-up: "Können uns freuen"

"Monza", sagt er, "war schwierig. Jetzt hier Dritter zu sein, darüber können wir uns freuen." Zumal es am Sonntag noch besser laufen könnte: "Wir sind schon voll aufs Rennen ausgelegt, und da schaut's deutlich besser aus", meint Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko. Und Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagt: "Unsere Longruns waren identisch mit denen von Red Bull."

Keinen Grund zur Freude hatte im Jubiläums-Qualifying das heimische Ferrari-Team. Charles Leclerc (+1,126) wurde immerhin Fünfter; Sebastian Vettel zitterte sich aber nur mit Müh und Not durch Q1 und schied in Q2 dann als 14. aus. Das teaminterne Duell verlor er um 0,534 Sekunden, insgesamt steht es 2020 aus seiner Sicht schon 2:7.

"Ich komme im Moment nicht so ganz zurecht mit dem Auto", gibt Vettel zu. Dabei wären die Voraussetzungen ideal gewesen, denn mit den beiden Racing Points, Leclerc, Daniil Kwjat (12./AlphaTauri) und Romain Grosjean (15./Haas) schafften mehrere Fahrer im zweiten Q2-Versuch keine Verbesserung.

Leclerc war das ganze Wochenende schneller als Vettel - und dementsprechend viel zufriedener: "Die Balance war heute sehr gut", freut er sich. "Das hat mir Selbstvertrauen gegeben, und so konnte ich in der Qualifying-Runde wirklich angreifen. Die erste Q3-Runde war noch mit gebrauchten Reifen. Da dann auf einen neuen Reifen zu wechseln, war gar nicht so einfach."

Am Ende fehlten ihm 0,316 Sekunden auf die zweite Startreihe. Alexander Albon schaffte mit P4 das beste Qualifying-Ergebnis seiner Karriere. "Wir sind froh, dass er endlich einmal ein normales Training hatte", sagt Marko über sein Sorgenkind. Der Rückstand auf Verstappen war mit 0,445 Sekunden trotzdem groß.

Vielleicht hatte Albon auch ein bisschen Glück, dass sieben von zehn Fahrern wegen der gelben Flagge keine Zeitenverbesserung erzielten. Das hielt ihm zum Beispiel die gefährlichen Racing Points vom Leib. "Ich wäre schneller gewesen. Fünfter, vielleicht Vierter", glaubt Lance Stroll (7./+1,212).

Racing Point kündigt an: Rennen wird besser

Der Dritte von Monza tauscht für das Rennen mit seinem Teamkollegen Sergio Perez (6./+1,167) die Plätze, weil Perez wegen einer Kollision mit Kimi Räikkönen (13./Alfa Romeo) am Freitag in der Startaufstellung um eine Position rückversetzt wird. Perez ist aber zufrieden mit den jüngsten Updates und kündigt an: "Ich glaube, dass wir morgen näher an den Red Bulls dran sein werden."

Renault konnte nicht ganz an die starke Performance des Freitagstrainings anknüpfen. Daniel Ricciardo wurde Achter (+1,399), Ocon nach seinem Dreher ohne Zeit Zehnter. "Leider war es ein bisschen über dem Limit", ärgert sich der Franzose. "Aber da war noch so viel Zeit zu holen, und Q3 ist der Moment, wo du auch mal ein bisschen riskierst."

Bereits in Q1 hatte es Monza-Sieger Pierre Gasly erwischt. Der AlphaTauri-Pilot war in Q1 zwar nur um 0,197 Sekunden langsamer als sein Teamkollege Daniil Kwjat (12.) auf P10, und auf den Cut (Vettel) fehlten gar nur 0,053 Sekunden. Aber: "Ich hatte 300 Meter vor der Linie keine Energie mehr. Das hat uns über eine Zehntel gekostet", analysiert er.

Nicholas Latifi lag nach der ersten Runde auf Top-15-Kurs. Aufgrund eines Fehlers im zweiten Versuch fiel er auf P19 zurück, 0,088 Sekunden hinter Teamkollege George Russell, der das Abschlusstraining wegen eines Bremsdefekts verpasst hatte. Russells makellose Statistik, in der Formel 1 noch nie ein internes Qualifying-Duell verloren zu haben, bleibt damit intakt.

Und jetzt? Solo für Mercedes im Rennen? Christian Horner widerspricht: "Im dritten Sektor waren wir das ganze Wochenende schnell. Unsere beste Chance wird also die erste Kurve sein." Zumal Verstappen das Rennen seiner Meinung nach "anlegen kann wie ein Cupfinale. In der Weltmeisterschaft hat er nichts mehr zu verlieren."

Motorsport-Total.com

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