MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Nach Reifendrama um Hamilton und Co.: So erklärt Pirelli die Plattfüße Mit diesem zerstörten Vorderreifen schleppte sich Hamilton noch ins Ziel
Motorsport Images

Nach Reifendrama um Hamilton und Co.: So erklärt Pirelli die Plattfüße

Die späten Reifenschäden beim Grand Prix von Großbritannien sind von Pirelli genau untersucht worden, mit dem Ergebnis, dass nicht Trümmerteile das Problem waren

Nach den Plattfüßen von Valtteri Bottas, Lewis Hamilton (beide Mercedes) und Carlos Sainz (McLaren) in den Schlussrunden den Silverstone-Grand-Prix hat Pirelli das Ergebnis seiner Analysen verlautbart. Demnach waren die besonderen Rennumstände und nicht etwa Trümmerteile auf der Strecke dafür verantwortlich.

Wie Pirellis Formel-1-Chef Mario Isola bereits am Sonntag vermutet hatte, sind die unerwartet langen zweiten Stints, die durch die frühe Safety-Car-Phase ausgelöst wurden, als ursächlich für die Reifenschäden anzusehen. Die Mehrheit der Piloten war während des Safety-Cars in Runde zwölf und 13 an die Box gekommen, um auf die harte der drei verfügbaren Mischungen zu wechseln.

Der daraus resultierende, besonders lange Finalstint betrug rund 40 Runden. "Das sind mehr als drei Viertel der gesamten Rennlänge auf einer der anspruchsvollsten Strecken des Kalenders", betont Pirelli.

"In Kombination mit dem deutlich erhöhten Tempo der Formel-1-Autos des Jahres 2020 (die Pole-Position war 1,2 Sekunden schneller als 2019) machte dies die letzten Runden besonders hart", heißt es weiter. Das habe in der Konsequenz zu den denkbar "schwierigsten Betriebsbedingungen für die Reifen" geführt sowie den "größten Kräften, die je auf Reifen beobachtet wurden".

Aufgrund der Streckencharakteristik wird der linke Vorderreifen in Silverstone besonders beansprucht, weshalb es hier angesichts der hohen Anzahl von Runden zu den besagten Schäden kam. Der hohe Verschleiß habe dazu, "dass er vor den extremen Kräften, die auf ihn einwirkten, weniger geschützt war", erklärt Pirelli.

Spekulationen, denen zufolge der beschädigte Frontflügel von Kimi Räikkönen (Alfa Romeo) eine Rolle bei den Reifenschäden gespielt haben könnte, bestätigten sich nicht. In der Stellungnahme von Pirelli ist kein Hinweis auf Trümmerteile zu finden.

Der Reifenhersteller hält für das zweite Formel-1-Rennen in Silverstone an seinem ursprünglichen Plan fest und weicht von der Allokation des ersten Wochenendes ab. Die härteste Mischung C1 steht nicht zur Verfügung, stattdessen hat man sich mit C2, C3 und C4 für die etwas weichere Variante entschieden. Als Sicherheitsvorkehrung könnten jedoch höhere Mindestdrücke vorgeschrieben werden.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Flavio Briatore hegt großen Frust gegen das Ergebnis der Berufungsverhandlung und wirft einem der vier Richter vor, eine besondere Verbindung zu McLaren zu haben

"Was zum Teufel ist da passiert?"

Gaslys Monza-Wunder hielt nur kurz...

Von Pole gestartet und am Ende nur Siebter: Pierre Gaslys Monza-Wunder hielt nicht lange, doch gerade das macht seine Leistung am Samstag so verblüffend

Ford wird 2027 mit einem LMDh-Boliden in der Langstrecken-WM antreten, nicht in der amerikanischen IMSA-Serie: Ford-Sportchef Mark Rushbrook erklärt die Gründe

GP von Italien: Qualifying

Sensation: Gasly erobert Windschatten-Pole!

Das hatte beim Grand Prix von Italien keiner auf dem Zettel: Während Mercedes und Ferrari strauchelten, wurde Alpine zur großen Überraschung

GP von Aserbaidschan: Qualifying

Nach Antonelli-Crash: Russell holt Baku-Pole

Während Max Verstappen und Kimi Antonelli auslassen, nutzt George Russell im Qualifying zum Grand Prix von Aserbaidschan 2026 die Gunst der Stunde

Kimi Räikkönens Sohn Robin wird Red-Bull-Junior - Über den Nachwuchs der Bullen schafften es bereits Fahrer wie Max Verstappen oder Sebastian Vettel in die Formel 1