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Im Familienautos Test: Škoda Enyaq Coupé Sportline 85

Wenn Mama Sandra außer Haus ist, wird den Kids schnell fad. „Papaaa, Ausflug!“ Na dann: Her mit dem vollelektrischen Škoda Enyaq und allem, was mit muss.

Mag. Severin Karl

Manuel Kopf hat dieses Jahr den Škoda Enyaq als Testauto ausgefasst, doch mit der bevorstehenden Aufgabe hat er nicht gerechnet: Mama Sandra ist unterwegs und den beiden Mädels ist so richtig langweilig. „Können wir nicht mit dem Auto wohin fahren?“ fragt Mariella und schießt gleich „wir müssen aber ein paar Sachen mitnehmen“ nach. Na klar, warum nicht, kann ja nicht so schwer sein. Der Enyaq glänzt schließlich mit einem Kofferraumvolumen von 570 Litern und das bei der abgebildeten Coupé-Version. Der aufrechter gezeichnete SUV-Bruder fasst 585 Liter, das heißt, die Familie kann sich beim Kauf ruhig von der fließenden Designsprache des Coupé-Modells hinreißen lassen. Im Vergleich zu vielen anderen Mitbewerbern ist der 4.653 Millimeter lange Tscheche also richtig großzügig.

Wo kommt das Riesenküken hin?

Mädels wie Mariella und Stella sind jedoch mit Einfallsreichtum gesegnet, denn auch wenn es nur um einen kleinen Ausflug geht, bringen sie dem Papa alles, was die kleinen Hände tragen können, damit es dieser einlädt. Das Riesenküken und der Pokémon Pikachu aus Plüsch sind nur der Anfang. Teddy, Schaf, Giraffe, Paw-Patrol-Figuren und das ein oder andere Einhorn müssen unbedingt mit. „Papa, Papa, die Fahrräder noch!“ fleht Stella und Manuel schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.
Doch Daddy hat seine „Super-Dad“-Socken nicht unsonst an und schlichtet, was das Zeug hält. Im Hinterkopf werden Erinnerungen an Tetris wach, da war Manuel doch immer einer der besten im Freundeskreis! Inzwischen inspizieren die Girls den Innenraum. „So ein großer Bildschirm!“ ruft Stella entzückt, „und das Lenkrad sieht voll voll cool aus.“ Was sie nicht wissen kann: Der 13 Zoll große Touchscreen bietet nicht nur ordentliche Menüs, auch die Shortcut-Leisten machen es selbst im Familienalltag easy, mit dem digitalen Overload umzugehen. Und das dreispeichige Lenkrad ist nicht nur angenehm griffig, sondern auch beheizbar und mit Knöpfen und Walzen als Bedienelemente versehen. Mariella hat es sich bereits auf dem Fahrersitz in Integral-Bauweise gemütlich gemacht: „Wenn der Papa nicht bald fertig ist, fahre halt ich!“ Nachdem sie natürlich viel zu niedrig sitzt, fällt ihr das Head-up-Display samt Augmented-Reality-Funktion nicht auf. Schon bei täglichen Fahrten ergibt das Sinn, wenn man seinen Blick für die Geschwindigkeit oder Infos wie den Vebrauch nicht senken muss, sondern in der Blickachse versorgt wird. Augmented Reality ist vor allem auf unbekannten Wegen ein Segen: Dynamische Pfeile und andere Hinweise stellen sicher, dass man sich rechtzeitig auf die passende Spur einreiht und in – etwa bei einem geteilten Abzweiger – die richtige Straße abbiegt.

Überhaupt ist der Testwagen in Velvet-Rot und mit fetzigen 21-Zoll-Felgen namens Supernova ganz schön ordentlich ausgestattet. Massagesitze, trainiertes Parken (Wege können abgespeichert werden, das Auto parkt dann auf Knopfdruck dort ein, vollzieht Gangwechsel und Lenkradbewegungen selbst), ferngesteuertes Parken über die MyŠkoda App, Soundsystem von Canton mit zwölf Lautsprechern, LED-Matrix-Scheinwerfer, Sonnenschutzrollos für die hinteren Seitenscheiben und vieles mehr ist allein schon im Maxx-Paket enthalten. Dank Transport-Paket finden Features wie die fernentriegelbaren Rücksitzlehnen, ein Netzset, eine Ladekabeltasche oder eine Ablage in der Mittelkonsole hinten Einzug. Letztere ist einfach herauszunehmen, sollte doch einmal jemand auf dem Mittelplatz in Reihe zwei sitzen.

Mama, da, alles gut!

„Wartet noch!“ ruft Sandra, deren Termin doch nicht so lange gedauert hat, Manuel ist erleichtert. Gemeinsam geht es mit den Mädels und proppenvollem Kofferraum auf die Piste, wobei die 286 PS des Elektromotors für antrittstarke Sprints sorgen und die 82 kWh (brutto) große Batterie WLTP-Reichweiten von 562 Kilometer (mit 21-Zöllern) bereithält. Vorteil der aerodynamischeren Coupé-Form: Das SUV-Modell muss zehn Kilometer früher an die Ladesäule. So macht Schönsein gleich doppelt Spaß, auch wenn beim SUV noch ein kleines Küken Platz hätte.

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