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Alonso: "Hätte 2021 auch Formel E fahren können" Nur ein Rennen im Jahr reicht Fernando Alonso nicht
Motorsport Images

Herausforderungen ausgegangen: Darum kommt Fernando Alonso zurück

Fernando Alonso erklärt seine Motivation hinter der Formel-1-Rückkehr und warum er die Königsklasse anderen Meisterschaften vorgezogen hat

Fernando Alonso hatte für 2021 eine Menge Angebote, wie er sagt. Der Spanier hätte beispielsweise NASCAR fahren können, er hätte die Rallyecross-WM fahren können, er hätte in der WRC fahren können. Und Landsmann Alejandro Agag hätte den zweimaligen Formel-1-Weltmeister liebend gerne in die Formel E geholt. Am Ende entschied sich Alonso aber für ein Formel-1-Comeback bei Renault.

"Als ich alles auf den Tisch gelegt habe, was ich nächstes Jahr tun kann, fand ich die Formel 1 am attraktivsten", erklärt Alonso gegenüber der spanischen Zeitung 'AS'. Die Königsklasse hatte er am Ende der Saison 2018 verlassen. Endgültig "adios" sagen, wollte er damals aber nicht. "Ich habe die Tür nur zu 95 Prozent geschlossen, bei den offenen fünf Prozent wollte ich sehen, wie ich mich fühle."

Alonso wusste: Wenn er zurückkommt, dann nur 2021. Denn von den aktuellen Autos war der damalige McLaren-Pilot nicht mehr begeistert. Er wusste aber, dass sich 2021 mit dem neuen Reglement eine Chance bietet.

Die Coronapandemie und die damit verbundene Verschiebung des neuen Reglements auf 2022 lösten noch einmal Zweifel in Alonso aus, doch am Ende hielt er es für die beste Idee, doch 2021 zurückzukommen und sich ein Jahr auf die neue Herausforderung vorzubereiten.

Alonso: Brauche mehr als ein Rennen pro Jahr

Corona spielte dabei eine weitere Rolle. "Um ehrlich zu sein, haben mir die anderen Serien mit der Pandemie nicht die Sicherheit gegeben wie die Formel 1", sagt Alonso. "Die WEC ist durch Sponsoren und abgesagte Rennen geschwächt, und auch andere Meisterschaften werden stärker leiden. Es sind immer die Serien mit weniger Ressourcen - die Schwächeren -, die mehr zu leiden haben."

Zudem gingen Alonso die Herausforderungen aus, wegen denen er die Formel 1 einst verlassen hatte. Alonso hat mit Toyota zweimal die 24 Stunden von Le Mans und auch die WEC-Meisterschaft gewonnen, mit Cadillac zudem die 24 Stunden von Daytona. "Ich könnte mich auf das Indy 500 konzentrieren oder die Dakar, aber das ist nur ein Rennen im Jahr, aber ich brauche mehr als ein Rennen."

Denn der zukünftige Alpine-Pilot ist nach eigener Aussage immer noch heiß aufs Fahren. Den Traum von der Triple-Crown hat er erst einmal beiseitegeschoben, doch er schließt nicht aus, dass er in ein paar Jahren noch einmal einen Angriff in Indianapolis wagt.

Keine konkreten Erwartungen beim Comeback

Und auch wenn er weder das berühmte Ovalrennen, noch die Dakar gewonnen hat, sieht er es positiv: "Das sind Dinge, denen ich heute vermutlich keine Bedeutung einräume, aber wenn ich 70 oder 80 Jahre alt bin, werde ich mich glücklich fühlen, dass ich an diesen Rennen teilgenommen und sie beendet habe", sagt Alonso.

Erst einmal steht aber das Comeback in der Formel 1 auf dem Programm. Natürlich wird bei einem Fahrer wie Alonso erwartet, dass er mit dem Gedanken an einen dritten Titel in das Projekt geht. "Natürlich möchten wir gewinnen, Titel und Podestplätze holen, wenn die Ampel ausgeht", sagt er, wiegelt aber ab: "Ich bin mir der Einschränkungen und Schwierigkeiten bewusst, die wir haben werden."

Alonso weiß, dass er 2021 nicht gewinnen wird. "Und 2022 kann man auch eine Münze bei vielen Teams werfen. Renault, Red Bull, Ferrari, Aston Martin - alle denken, dass dieses Jahr alles verändern und die Formel 1 revolutionieren wird. Aber niemand weiß, was passieren wird." Er möchte kein großes Ziel ausgeben und dann enttäuscht sein, wenn es nicht eintritt. "Ich komme einfach in die Formel 1, weil ich Spaß am Fahren habe."

Motorsport-Total.com

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