Rallycross MJP Arena | 04.08.2026
Rallycross-Spektakel im Waldviertel
Mitten in den Sommerferien wird die MJP-Arena erneut zum österreichischen Rallycross-Mekka. Mit gleich drei mitteleuropäischen Serien dürfte das Fahrerlager der Kultstrecke aus allen Nähten platzen. Mittendrin: Die Lokalmatadore aus dem Waldviertel.
Neben der österreichischen Rallycross-Staatsmeisterschaft fährt in Fuglau bei Horn auch die nationalen Serien aus Ungarn und Tschechien. Mehr als 130 Fahrer haben sich angekündigt. In der Königsklasse, der bis zu 600-PS-starken Supercars, wird ein wahres Ländermatch prognostiziert. Der Tscheche Ales Fucik (VW Polo) hat beim letzten Antreten im Juni gewonnen und ist nun auch der Topfavorit in der österreichischen Meisterschaft. Auf dem Papier sollte allerdings der Ungar Istvan Antal mit einem Audi S1 noch etwas schneller sein. Im Moment führt in der Staatsmeisterschaft der Südtiroler Werner Gurschler (Ford Fiesta). Die schnellsten Österreicher sind Lokalmatador Norman Ganser der nur 15 Minuten von der Rennstrecke aufgewachsen ist und Österreichs Rekordmeister Alois Höller aus dem Bezirk Rohrbach (beide auf Ford Fiesta). „Ein Podium ist das Ziel, wenngleich es bei dieser Konkurrenz schwierig wird. Im Moment tüfteln wir auch noch an den Dämpfern, um bestens für das Rennen vorbereitet zu sein“, erklärte der ehrgeizige Höller im Vorfeld. In der Vergangenheit waren die Rennen in der Top-Klasse immer wieder für Aufregungen gut, erst beim letzten Rennen kam es zu einer Kollision zwischen Ganser und Höller. Für den Göpfritzer war das Rennwochenende gelaufen.
Vierkampf bei den großen Tourenwagen
„Wir gehen mit dem wenigsten Druck von allen Startern rein. Ein Stockerl sollte möglich sein, wenn ich das zeige, was ich und mein Auto können, sollten wir schnell sein“, führt der Tabellenführer bei den großen Tourenwagen, Daniel Pfeiffer aus Reingers, aus. Diese Klasse ist besonders umkämpft, in den bisherigen vier Rennen gab es ebenso viele Sieger. Neben Pfeiffer gelten auch Karl Schadenhofer, Patrick Eigenbauer und der schnelle Tscheche Jan Ratajsky (alle auf VW Polo Turbo) als heiße Sieganwärter.
Ab 10 Jahre im Rennauto
Im Peugeot Nachwuchspokal könnte beim Rallycross in Fuglau, dass traditionell vom Mauersanierungsunternehmen MTL von Bernhard Wilhelm unterstützt wird, schon eine Vorentscheidung um den Titel fallen. Oliver Dariz hat bisher drei der vier Rennen gewonnen und könnte im Waldviertel für eine Vorentscheidung sorgen. Vorjahresmeister Marcel Aigelsreiter hadert noch mit der Abstimmung an seinem Peugeot 206. „Ich bin mit den Reifen noch nicht dort, wo ich sein will, ich werde noch den Testtag nutzen“, erzählt der Melker. Im Rahmen der ungarischen Staatsmeisterschaft fährt die Junior Kupa, mit baugleichen Suzuki Swifts, einen kompletten Meisterschaftslauf in der MJP-Arena. Besonders bemerkenswert: Dort können Kinder bereits ab einem Alter von 10 Jahren an den Rennen teilnehmen. ?
Programm, Ablauf und Tickets
Das erste Freie Training beginnt am Samstag (8. August) um 8:00 Uhr. Um 10:00 Uhr beginnt das erste Qualifikationsrennen (Vorläufe), am Nachmittag startet der zweite Qualifikationsdurchgang um ca. 13:00 Uhr. Am Sonntag (9. August) ist dann den ganzen Tag über Rennaction angesagt. Ab 8:00 Uhr finden die Qualifikationsrennen ihre Fortsetzung. In der Mittagspause (ab ca. 12:00 Uhr) findet die beliebte Fahrerparade statt. Ab 13:00 Uhr folgen die Semi- und Finalläufe. Die Vorläufe gehen jeweils über eine Distanz von vier Runden, die Semifinale und Finalläufe über fünf Runden. Eintrittskarten können online unter freies-fahren.at erworben werden. Das Wochenend-Ticket kostet im Vorverkauf nur 25 Euro, an der Tageskasse 35 Euro. Für Samstag kostet das Vorverkaufsticket 15 statt 20 Euro, für Sonntag 20 statt 25 Euro. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre haben in Begleitung eines Erwachsenen sogar freien Eintritt.
Über Rallycross:
Im Unterschied zum Rallyesport fährt man beim Rallycross Auto gegen Auto und mit einem Teil seiner Gegner gleichzeitig auf derselben Bahn – Kontakt ist dabei nicht unüblich. Die Strecken sind kurz, übersichtlich und daher besonders publikumsfreundlich, da sowohl das Fahrerlager und alle gekennzeichneten Stellen an der Rennstrecke für die Besucher mit gültigem Ticket frei zugänglich sind. In die Finalläufe kommen nur die bestplatzierten Fahrer, dort kommt es zum Showdown um den Tagessieg. Die einzelnen Rennen dauern selten länger als fünf Minuten, Aufwärmrunde gibt es keine – wenn die grünen Lichter angehen, geht’s los!
Über Freies-Fahren.at:
Freies-Fahren.at bietet die Möglichkeit, sich auf einer abgesperrten Rennstrecke sicher im Grenzbereich zu bewegen. Egal ob mit Straßen-, Drift- oder Rennauto – jeder ist willkommen. Neu hinzugekommen ist die Offroad-Arena von Rappolz. Neben den bewährten Track Days erfreut sich auch der von freies-fahren.at veranstaltete 3-Stunden-Cup großer Beliebtheit. Frei nach dem Motto: minimale Kosten, maximaler Spaß.
















