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Die neue Golf-Klasse!

Freitag, kurz nach Mittag. Das Wochenende ruft! Alle wollen weg. Zeitgleich. Doch diese Woche hab ich gewonnen. Die Lösung steht vor der Tür.

Text: Kurt Stocker, Fotos: www.haliklik.at

Die kleinste Schwester in der Atlantic-Familie, die Aprilia Atlantic 125, wartet schon ungeduldig auf mich. Die anderen beiden haben größeren Hubraum, 250 und 500 Kubik, aber größer ist ja nicht immer besser, behaupten die, die es besser wissen müssen (oder keinen A-Deckel haben). Na ja, egal. Der erste Eindruck ist, wie bei Aprilia immer, ein unglaublich guter. Man kann den italienischen Geschmack einfach nicht von der Hand weisen.

Eleganz gepaart mit einer Dynamik, die einen schon im Stand anzuspringen scheint. Apropos anspringen - tut sie natürlich auf Knopfdruck und viertaktet unauffällig vor sich hin. Die Sitzposition ist auch für die Längeren unter uns angenehm und die große Sitzbank lädt dazu ein, noch jemanden mitzunehmen. Genug Platz gibt's nicht nur auf, sondern auch unter der Sitzbank. Viel Platz! Zwei Jethelme oder fast ein ganzer Einkaufswagen. Vom Handschuhfach und Gepäckhaken will ich gar nicht reden.

Okay, okay, genug geprahlt. Wir fahren ja schon. Das Fahrwerk kann seine zwei größeren Schwestern nicht verleugnen und ist fast schon rolleruntypisch gut abgestimmt – fürs Fliessverkehrwedeln genau das Richtige. Auch wenn der Vordermann mal plötzlich voll bremst, ist das für die fast schon überdimensionierten Bremsen kein Problem. Schuld daran ist das Integralbremssystem: Der linke Bremshebel aktiviert, über einen Bremskraftverteiler optimal geregelt, die vordere und hintere Bremse.

Derartige Verzögerungsmechanismen hätte ich mir seinerzeit auf meiner Vespa PX 200 gewünscht. Kurz bevor ich den Boden der Realität unter den Füssen verlor und mit schlechten Haltungsnoten über diesen alten Skoda hinweggesegelt bin. Die Weite hätte ja gepasst, nur der Telemark war unter jeder Sau. Und dann hat noch mein Beifahrer im nächsten Augenblick meine Bestleitung um zwei Autolängen überboten...

Was soll's? Zurück ins Hier und Jetzt. Endlich sind wir an der Stadtgrenze und der Vier-Ventil-Motor kann seine vierzehn wiehernden Trümpfe ausspielen. Und ist der Roller mal in Schwung, lassen sich damit ganz ordentliche Marschgeschwindigkeiten erzielen. In vollem Galopp ergibt sich in Verbindung mit dem Fahrwerk alles in allem ein sehr homogenes Fahrgefühl, das in der 125er-Klasse seinesgleichen sucht. Schon bin ich da. Wochenende und Entspannung beim Golfen. Spießig? Mitnichten. Beim Crossgolf ist die Straße dein Golfplatz. Und nicht Du fliegst über die Autos, sondern dein Golfball. Und so sollte es auch bleiben, denke ich.

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Aprilia Atlantic 125 – im Test

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