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DAS Motorrad-Museum feiert Geburtstag

Mit den Sonderschauen "Das Motorrad von 1945-1955" und "50 Jahre Yamaha Motorräder" begeht das Motorrad-Museum in Eggenburg sein 25jähriges Jubiläum.

Das österreichische Motorradmuseum war das erste seiner Art in Österreich und ist heute eines der bekanntesten und größten in ganz Mitteleuropa! Gegründet 1980 (eröffnet 1981) war die Basis die Sammlung von Fritz Ehn, der seit dem Jahr 1962 Motorräder sammelt. Heute gibt es dort 100 Jahre Motorradgeschichte von rund 200 Marken, dargestellt in über 300 Motorrädern zu sehen!

Hier wird das Motorrad und seine „Verwandten“, vom Fahrrad mit Hilfsmotor, über Roller, Rollermobile und Dreiradfahrzeuge bis zur Luxus- Beiwagen- und Rennmaschine in all seinem Variantenreichtum dargestellt. Es wird in seiner zeitgeschichtlichen Bedeutung, von der Technik bis zum gesellschaftlichen und sozialen Umfeld gezeigt.

Die Ausstellung zeichnet den Weg des Motorrades als Freund und Weggefährten des Menschen über einen Zeitraum von nahezu 100 Jahren nach. Dass das klassische Motorrad heute ein Kulturgegenstand ist, wird nicht zuletzt durch die Tatsache untermauert, dass die Guggenheim Foundation in New York und Bilbao die Ausstellung: „Die Kunst des Motorrades“ machte. Dabei war unser Museum als einziger österreichischer Aussteller mit dem Exponat „Laurin & Klement 1904 CCR Renntyp“ vertreten.

Der Ausflug in die Zeit, als Opa noch die Oma auf der „Pupperlhutschen“ (= Soziussattel) ausführte, lohnt sich für die ganze Familie. Auch Mama, Oma und Tante kommen auf ihre Rechnung, selbst wenn sie nur einen geringen Zugang zu alter Technik haben.

Denn der Schaugenuss für Jung und Alt ist anhand der alten Fotos, Dioramen und Gegenstände rund ums Motorrad die hier ausgestellt sind - vom alten „Kleppermantel“ (=Gummimantel) bis zur Motorradbrille enorm. Hier wird, durch das gesamte Museumsumfeld ein Bild von jenen Tagen gezeichnet, die noch nicht so lange vorbei und dennoch längst vergangen sind.

DIE GRÖSSTE PUCH MOTORRADSAMMLUNG DER WELT

Dieser Marke, die eine Art von österreichischer Motorrad – Identität begründete und heute längst Vergangenheit ist, widmet das Museum breiten Raum. Der Bogen spannt sich von den Prototypen und den wichtigsten Serienmaschinen seit der Jahrhundertwende bis zur vollverkleideten Puch Weltrekordmaschine.

Um der Bedeutung dieser großen Marke gerecht zu werden, ist diese Abteilung zweigeteilt in: „Entwicklungsgeschichte der Puch Motorräder“ und „Puch Motorräder, Roller und Mopeds in Alltag und Sport“

Wer sich für die Geschichte und Modellvielfalt von Puch Motorrädern, Rollern und Mopeds interessiert (und auch für die Geschichte der Puch Automobile) für den halten wir die Bücher „Das große Puch-Buch / die Zweiräder von 1900 bis 1987 “ sowie „Puch Automobile von 1900 bis 1990“ erschienen im Weishaupt Verlag, geschrieben von Fritz Ehn, im Museumsshop bereit.

ALTÖSTERREICHISCHE MOTORRÄDER

Pioniere und Raritäten längst vergangener Tage wie Bostik oder Titan sind einzigartig, weil sie vor über 70 Jahren nur in wenigen Exemplaren hergestellt wurden. Ein Unikat ist beispielsweise die nur ein einem Exemplar fertiggestellte Kosessnjk aus Wien.

Eine Maschine die im Baukastensystem hergestellt werden sollte und die von Museumsgründer Fritz Ehn entdeckt und dokumentiert wurde. Österreichische Motorradgeschichte schrieb auch die einmalige Schneeweiß Bahnmaschine mit der dieser unvergessene Meisterfahrer im Jahr 1937 Europameister wurde, und die dann Staatsmeister Fritz Dirtl noch viele Jahre fuhr.

EXOTEN, RARITÄTEN, SPEZIALITÄTEN

Der Bogen spannt sich über alle Epochen des Motorradbaues. Denn selbst zu einer Zeit, da das Motorrad im Alltag schuften musste und noch keineswegs allgemein begehrtes – und damit entsprechend teures – Freizeitgerät war, bauten wenige Visionäre das Beste, Aufwändigste und Teuerste was möglich war.

Seien dies die Maschinen des George Brough, die unvergleichlichen „Brough - Superiors“, wie sie in den Dreißigerjahren vom legendären englischen Feldherrn Col. T.E. Lawrence, besser bekannt als „Lawrence of Arabia“ gefahren wurden oder beispielsweise die Vincent Maschinen nach dem Krieg oder die legendären MV Agustas.

Gezeigt wird auch DAS LÄNGSTE MOTORRAD DER WELT
eine Böhmerland mit drei Sitzplätzen hintereinander aus dem Jahr 1928. Diese Maschine konnte 1997 aus Tschechien mit einer Ausfuhrgenehmigung des Prager Nationalmuseums für das Österreichische Motorradmuseum erworben werden.

RENNMASCHINEN

Deren Namen lesen sich wie das „Who is Who“ der Motorradgeschichte: AJS Boy Racer, Benelli, BSA Gold Star, MV Agusta Squalo, Rotax –Harris 250, Rudge TT, Triumph Slippery Sam oder Yamaha 350 TZ. Unikate sind die Suzuki RG Gamma 500 aus dem Besitz des Motorradweltmeisters Toni Mang, die Norton Manx 350 des österreichischen Weltklassemannes und nachmaligen Suzuki Werksfahrers Bert Schneider oder die Coventry Eagle „Flyer 500“ mit der Josef „Pepi“ Walla 1929 das Vöslauer Bäderrennen gewann.

Jede einzelne Maschine der Rennabteilung zeichnet das Stück einer Epoche im Straßenrennsport nach. Aber auch den Off – Road Maschinen haben wir einen Platz eingeräumt. Hier sieht man die Trial - Bikes von Aprilia, SWM und Bultaco genau so wie die Motocross Geräte von Montesa, Puch oder Wasp.

DAS MUSEUM DER 70er JAHRE

In den 70ern haben sich die Motorräder zum Superbike auf den heutigen Leistungsstandard entwickelt und jene Leistung auf die Straße gebracht, die das Tor in ungeahnte, neue Dimensionen des Motorrad – „Er-fahrens“ aufstießen.

Hier dominieren die Neoklassiker aus Italien und Japan mit klingenden Namen wie Moto Guzzi Le Mans II, Moto Morini 3 ½, MV Agusta 750 S, Laverda 1000 oder Benelli 750 Sei, Honda CB 750 Four, CBX 1000, VFR 750 - RC 30, Kawasaki Mach III, Kawasaki ZZR 1100, Suzuki Katana oder Yamaha TX 750 oder RD 350.

Diese Abteilung wächst am schnellsten – denn man ist der Meinung: „Museum endet nicht mit einem gewissen Stichtag“ und erfreut sich immenser Beliebtheit bei der Generation der 30 bis 40 Jährigen.

DAS MOPED – GELIEBT VON GENERATIONEN

Im Museum wird auch den Kleinfahrzeugen vom Fahrrad mit Hilfsmotor über das Mofa, Moped und dem Mopedroller bis zum Sportmoped breiter Raum gewidmet. Der Zugang zum Moped kann breiter nicht sein: Die Palette reicht vom „tretmüden“ Radfahrer, der sich einst den Luxus des Hilfsmotors am Fahrrad gönnte bis zum heutigen Mofafahrer, dem das Parkplatzproblem in den Ballungszentren mit seinem Vehikel „wurscht“ ist.

Vom „Schlurf“ der 50er Jahre, der lässig mit Lederjacke und Pfeiferjeans bekleidet, den „Tschik“ im Mundwinkel seine Holde am Sozius des Lohner „Sissy“ Mopeds ins Kino kutschierte, über den stillvergnügten Senior, der mit seiner KTM „Ponny“ zum Fischen fuhr. Von der eleganten Pettycoat - Trägerin am HMW „Conny“ Moped bis zur Landwirtin die auf ihrer Puch „Daisy“ DS 50 aufs Feld fuhr. All diese liebenswerten vertreter des kleinen Luxus mit 50 Kubik werden Sie hier wieder treffen.

FAHRRÄDER – MIT MUSKELKRAFT DURCH ZWEI JAHRHUNDERTE

Die Wurzeln des Motorrades basieren auf dem klassischen Niederrad, wie es am Ende des 19. Jahrhunderts erfunden wurde. Dieses entwickelte sich wiederum aus den Uranfängen des Drais´schen Laufrades von 1817 und den Hochrädern. Und nun, nahezu 2 Jahrhunderte später ist das Fahrrad aktueller denn je.

Umwelt- und Gesundheitsbewußtsein der Menschen führen zu einem anhaltenden Fahrradboom, dem auch wir als „die“ Zweiradspezialisten in der Form einer Fahrradabteilung Rechnung tragen. Nur bei uns sehen Sie die 5 Entwicklungsstufen des Fahrrades lückenlos und anschaulich dargestellt:

1. Stufe: DAS LAUFRAD (um 1820).
2. Stufe: DAS TRETKURBELRAD (um 1865)
3. Stufe: DAS HOCHRAD (um 1870 bis 1895)
4. Stufe: DAS SAFETY RAD (um 1894 bis 1900)
5. Stufe: DAS NIEDERRAD BIS IN DIE JETZTZEIT (um 1902 bis 1990)

SONDERAUSSTELLUNGEN 2005

Die Wiedergeburt: DAS MOTORRAD von 1945 bis 1955

Diese Schau zeigt die Einbindung des Motorrades in das Leben der Menschen in den Nachkriegsjahren. Der Wiederaufbau erfolgte in erster Linie durch menschliche Arbeitskraft, Hilfsmittel mechanischer Art waren sowohl auf den Baustellen als auch auf den Verkehrswegen äußerst selten.

So bedeutete es für die Menschen jener Epoche bereits ein großes Glück und eine wesentliche Verbesserung der Mobilität, wenn sie ein Fahrrad besaßen. Doch einen richtigen Eindruck von Freiheit und Mobilität konnten nur jene gewinnen, die ein Motorrad besaßen. Und ein Auto zu besitzen schien für fast jeden der in den damaligen Nachkriegsjahren lebenden Erwachsenen als ein Traum von ferner Zukunft.

In jenen Tagen nach dem Krieg waren jedoch nicht nur Mangel an den wesentlichen Gütern des täglichen Bedarfes an der Tagesordnung, sondern es wurde auch von den Besatzungsmächten und der Regierung massiv in die Beschaffung sämtlicher Güter eingegriffen. Neue Fahrzeuge konnten die Menschen, selbst wenn sie Geld hatten, nicht kaufen, da dies beispielsweise nur durch ein „Geschenk“ von ausländischen Verwandten oder mittels Eigendevisen möglich war.

Selbstverständlich waren auch die Zuteilung von Treibstoffen und Schmiermittel streng limitiert und geregelt. Die Wertigkeit und die Wertschätzung aller Dinge rund ums Fahrrad und Motorrad waren daher wesentlich andere als sie es heute sind. Das Motorrad war das Tor in die Freiheit, Arbeitskamerad und Familienmitglied.

So ist es ja auch zu erklären, dass erst im Jahr 1955 erstmals die Zulassungzahlen von Automobilen jene der Motorräder übertrafen. Daher wurde auch der Zeitraum von 19545 bis 1955 für unsere Ausstellung gewählt.

Die Schau ist aufgebaut in einzelne Szenen und soll den Menschen der Jetztzeit zeigen, welch enorme Schwierigkeiten es bedeutete ein Motorrad zu bekommen, zu besitzen und auch zu fahren. Es werden folgende Themenschwerpunkte gezeigt:

- Der Aufbau von Motorrädern aus herrenlosem Kriegsgut und die Anmeldung bei der Behörde
- Benzin- und Betriebsmittelvergabe (Tankstelle, Benzinbezugsscheine usw.)
- Das Motorrad als Alltagsgefährte
- Das Motorrad als Vehikel zur Freiheit
- Das Motorrad im Nachkriegssport

Diese Sonderschau wird ausschließlich mit Originalfahrzeugen und Artefakten aus der jeweiligen Epoche bestückt.

50 JAHRE YAMAHA MOTORRÄDER

Eine große Motorradmarke feiert Geburtstag. Seit einem halben Jahrhundert fertigt der Mischkonzern Yamaha auch Motorräder. Bekannt wurde diese Marke durch Musikinstrumente, die ebenso wie die Motorräder und anderen Produkte von Marine Produkte über ATVs (All Terrain Vehicles), Quads bis zu Fun Fahrzeugen in die ganze Welt exportiert werden.

DIE NOCH AUSSTÄNDIGEN EVENTS 2005

1. ÖSTERREICHISCHES TREFFEN KLASSISCHER ROLLER

Dieses Treffen von klassischen Rollern und Mopedrollern findet am Samstag dem 24. September 2005 ab 10.00 Uhr im Museum statt., ab 13.00 Uhr gibt es einen deftigen Imbiss. Danach fahren die Fahrtteilnehmer eine kleine Runde rund um Eggenburg. Willkommen sind alle Besitzer, Fahrer und Interessenten von Rollern, Mopedrollern und Lohner Fahrzeugen.

WINTERFLOHMARKT UND VERKAUF VON KLASSISCHEN MOTORRÄDERN

Am Donnerstag den 8. Dezember 2004 und am 6. Jänner 2005 findet in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr im Museum ein Verkauf von Fahrzeugen und Teilen statt. „Winterharte“ Flohmaktaussteller sind herzlich willkommen, zu diesen außergewöhnlichen, jedoch traditionell eingeführten und damit verkaufsträchtigen Terminen ihre Ware im Museumsgelände anzubieten !!!

Informationen

Das Museum ist ganzjährig täglich vom 6. Jänner bis 20. Dezember geöffnet.
Mo-Fr 8-16 Uhr, Sa So Feiertag 10-17 Uhr.

Bus- und PKW-Parkplätze ohne Parkraumbewirtschaftung vorhanden !!!

Eintrittspreise:

Erwachsene € 6,00
Senioren und Studenten € 5,00
Reisegruppen ab 15 Personen € 4,00
Jugendliche 6-18 Jahre € 3,00

Erreichbar mit dem eigene Kraftfahrzeug:
Ab Wien: Südosttangente Richtung Donauauferautobahn – Bundesstraße 4 ab Stockerau Richtung Horn. Nach Maissau am Maissauer Berg : Abzweigung nach Eggenburg.

Ab Salzburg: A1 Abfahrt Krems – Langenlois – Strass – Maissau - Eggenburg

Öffentliche Verkehrsmittel: Franz Josefs Bahn Station Eggenburg, Museum liegt unmittelbar neben dem Bahnhof

www.motorradmuseum.at

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