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Aufruhr in der Mittelklasse

Mit dem Mittelklasse-Modell ER-6n möchte Kawasaki vor allem Frauen, Neu- und Wiedereinsteiger ansprechen, 72 PS leistet das frech verpackte Bike.

mid/dt

Angesichts sinkender Zulassungszahlen müssen sich die Motorrad-Hersteller etwas einfallen lassen, um neue Fahrer für das Zweirad zu gewinnen. Auf Frauen, Einsteiger und Wiedereinsteiger setzt jetzt Kawasaki mit der neuen ER-6n.

Der japanische Hersteller verspricht spielerische Fahreigenschaften, eine gute Sitzgeometrie sowie eine gleichmäßige Leistungsentfaltung des 53 kW/72 PS starken Zweizylinder-Motors und das Ganze in einer frechen Verpackung.

Der 649-Kubikzentimeter-Reihenmotor erfüllt dank Einspritzung und Drei-Wege-Katalysator bereits jetzt die erst ab dem Jahr 2007 verbindliche Abgasnorm Euro 3.

Das maximale Drehmoment von 66 Nm bei 7.000 U/min in Kombination mit dem Sechsgang-Getriebe bürgt für eine ausgewogene Kraftverteilung über das gesamte Drehzahlband. Selbstverständlich ist auch eine Leistungsreduzierung auf 25 kW/34 PS möglich.

In der futuristischen Gestaltung herrschen ovale Formen und abgerundete Ecken vor. Neben schönen Details wie etwa die einteiligen Fußrastenausleger für Fahrer und Sozius sind auch die auffälligen Wave-Bremsscheiben mit gezahntem Außenring was fürs Auge.

Angesichts einer Sitzhöhe von knapp 79 Zentimetern und der schmal gehaltenen Sitzbank werden selbst kleine Menschen beim Rangieren des 174 Kilogramm leichten Motorrads nicht in Schwierigkeiten geraten.

Das neue Mittelklassemodell ist ab Oktober in den Farben Gelb, Silber und Schwarz für unter 7.000,- Euro erhältlich. Zum Jahresende soll dann auch ein ABS von Bosch für ca. 700,- Euro angeboten werden.

Dieses lässt sich auch für die verkleidete Version mit der Modellbezeichnung ER-6f bestellen. Der Wind- und Wetterschutz lässt die ER weniger avantgardistisch ausschauen, dafür gibt es unter anderem mehr Informationen auf den beiden Rundinstrumenten im Cockpit.

Trotz dieser bemerkenswerten Neuvorstellung in der Mittelklasse bleibt der japanische Hersteller seiner sportlichen Tradition auch im Modelljahr 2006 treu. Der Supersportler Ninja ZX-10R wurde noch weiter auf Rennstreckentauglichkeit getrimmt.

Ambitionierte Hobby-Fahrer sollen durch den in der Geometrie überarbeiteten Rahmen und eine verbesserte Hinterrad-Traktion schnellere Rundenzeiten erreichen können.

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