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Weltrekord-Jagd: Geschwindigkeit

Triumph ist Trumpf

Die berühmten Salzseen von Bonneville sind seit Jahren Schauplatz für Geschwindigkeits-Weltrekorde. Im August soll die nächste Bestmarke fallen.

mid/rlo

Denn die britische Traditionsmarke Triumph will den bisherigen Motorrad-Geschwindigkeits-Weltrekord von 605,697 km/h knacken. Der aktuelle Rekord über eine Messdistanz von einer Meile oder umrechnet rund 1,6 Kilometern wurde 2010 von Rocky Robinson in seinem Stromlinien-Fahrzeug "Top Oil-Ack Attack" aufgestellt. Bei der legendären Speed Week im August soll die nächste Bestmarke fallen.

Das angehende Rekord-Fahrzeug ist der Triumph Rocket Streamliner, der von zwei 2,3-Liter-Motoren aus dem Modell Rocket III mit zusammen rund 1.000 PS angetrieben wird. Er besitzt ein Monocoque aus einer Karbon-Kevlar-Mischung. Das "Motorrad" ist rund 7,80 Meter lang, 60 Zentimeter breit und 91 Zentimeter hoch. Es wird mit Methanol als Treibstoff betrieben und tritt in der Weltrekord-Kategorie "Division C" für stromlinienförmige Motorräder an.

Als Pilot wurde der Motorrad-Rennfahrer Guy Martin verpflichtet, der sich bei den wahnwitzigen Motorrad-Rennen auf der Isle of Man einen Namen gemacht hat. Überwacht wird der Angriff auf den sogenannten "Land Speed Record" übrigens vom Motorrad-Weltverband (FIM). Triumph kann auf eine lange Rekord-Tradition zurückblicken: Von 1955 bis 1970 hielt der Motorrad-Hersteller den Titel "Schnellstes Motorrad der Welt" - mit der Ausnahme einer kurzen 33-tägigen Unterbrechung. Deshalb kann es Guy Martin kaum erwarten, nach 45 Jahren den Geschwindigkeits-Rekord wieder zu Triumph und damit nach Großbritannien zurückzuholen.

Mit Fahrrad-Rennen fing 1896 auf den Bonneville Salt Flats alles an. Bei der ersten Motor-Rallye 1914 beschleunigte der Rennfahrer Teddy Tetzlaff seinen Blitzen-Benz auf 228 km/h. 1935 stellt Sir Malcom Campell mit 484 km/h in seinem "Blue Bird" einen Kolbenmotor-Rekord auf. Und 1970 fuhr Gary Gabelich mit seinem Raketenauto "Blue Flame" mit über 1.000 km/h über das Salz.

Seit 1949 findet alljährlich die Speed Week statt. Der Termin im August ist übrigens dem Klima geschuldet: Jährlich fallen etwa 200 Millimeter Niederschlag, die das Salz aufweichen. Juli und August sind die trockensten Monate.

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