Motorrad

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

BMWs Einstieg ins Cruiser-Segment

Wie kein BMW Motorrad zuvor steht die neue R 18 technisch und formensprachlich ganz in der Tradition historischer BMW Motorräder. Sie nimmt technisch als auch optisch Anleihen an berühmten Modellen wie der BMW R 5 und rückt das Wesentliche am Motorrad wieder in den Mittelpunkt: puristische, schnörkellose Technik und den Boxermotor als Epizentrum von Fahrgenuss, gepaart mit „Good Vibrations“.

Johannes Posch

Herzstück der neuen BMW R 18 ist ein komplett neu entwickelter Zweizylinder-Boxermotor, der „Big Boxer“. Nicht nur mit seinem eindrucksvollen Erscheinungsbild, sondern auch in technischer Hinsicht knüpft er an die traditionellen luftgekühlten Boxermotoren an, die seit Beginn der BMW Motorrad Fertigung im Jahre 1923 für ein begeisterndes Fahrerlebnis sorgten. Mit über 1802 cm3 Hubraum ist das Aggregat zudem der hubraumstärkste, jemals in der Motorradserienfertigung eingesetzte Zweizylinder-Boxermotor. Leistungsseitig bringt er es auf 67 kW (91 PS) bei 4 750 min-1 und maximal 150 Nm Drehmoment, die überall zwischen 2000 bis 4000 Umdrehungen verfügbar sind und für "urwüchsige Durchzugskraft" sorgen sollen. Zudem darf man sich auf satten Sound freuen.

In Sachen Fahrwerk setzt die R 18, ebenfalls ganz in der Tradition von BMW Motorrädern, auf einen Doppelschleifen-Rohrrahmen aus Stahl. Auch der Ehrerbietung alter Traditionen ist wohl geschuldet, dass die Federelemente der R 18 ohne elektronische Einstellmöglichkeiten auskommen müssen. Vielmehr sorgen eine Teleskopgabel sowie ein direkt angelenktes Zentralfederbein mit wegabhängiger Dämpfung und verstellbarer Federvorspannung für eine souveräne Radführung und einen ansprechenden Federungskomfort. Wie bei der legendären BMW R 5 sind die Standrohre der Teleskopgabel mit Gabelhülsen verkleidet. Der Standrohrdurchmesser beträgt 49 mm, der Federweg vorne 120 und hinten 90 mm. Die neue BMW R 18 wird von einer Doppelscheibenbremse vorn und einer Einscheibenbremse hinten in Verbindung mit Vierkolben-Festsätteln verzögert. Einen stilsicheren Auftritt stellen die Drahtspeichenräder sicher.

Freilich muss die R 18 aber nicht ganz ohne Elektronik auskommen. Serienmäßig und in diesem Segment außergewöhnlich bietet sie drei Fahrmodi: „Rain“, „Roll“ und „Rock“. Ebenfalls Umfang der Serienausstattung ist die Automatische Stabilitätskontrolle ASC (Automatic Stability Control, abschaltbar) und eine Motor-Schleppmoment-Regelung (MSR). Neben weiteren Optionen ermöglicht eine Rückfahrhilfe komfortables Rangieren und die Funktion Hill Start Control leichtes Anfahren am Berg.

Ebenfalls zwar "old-school" verpackt, aber "state of the art": moderne LED-Lichttechnik inklusive Kurvenlicht, klassisch gezeichnete Rundinstrumente mit integriertem Display, Keyless Ride und vieles mehr.

Gekauft werden kann das gute Stück ab sofort - die ersten Auslieferungen werden für Herbst erwartet. Preislich geht es in Österreich bei 26.490 Euro inkl. 19 Prozent NoVA los. Dieser Preis gilt für die "First Edition". Sie kombiniert den R 18 Look mit exklusiven Ausstattungsumfängen in klassisch schwarzem Lack mit weißer Doppellinierung. Darüber hinaus zählen auch die zahlreichen in Chrom ausgeführten Oberflächen, die Sitzplakette und die Chromspange "First Edition" auf den Seitendeckeln zu den Highlights.

Wem das nicht gefällt (bzw. auch ganz an und für sich gut zu wissen): Wie kaum ein anderes Motorrad bietet die neue R 18 eine sehr umbau-freundliche Architektur, die bereits in den frühen Konzeptionsphasen der Grundauslegung des Fahrzeugs im Fokus stand. Entsprechend verfügt sie über einen leicht abnehmbaren Heckrahmen und einen einfach zu demontierenden Lacksatz. Durchdacht angelegte Schnittstellen für die Hydraulikleitungen von Bremse und Kupplung sowie den Kabelbaum erlauben zudem die völlig problemlose Montage höherer oder niedrigerer Lenker in Verbindung mit passenden Hydraulikleitungen und Kabelsträngen. Darüber hinaus sind die sichtbaren Ventildeckel (Zylinderkopfhauben) und die Heldenbrust (Motorgehäusedeckel) derart konzipiert, dass sie außerhalb des Ölraums sitzen und damit sehr leicht zu wechseln sind.

Weitere Artikel

Wieder mal sagt der Tesla-Chef viel und dabei doch wenig

Elon Musk: Teslas zu teuer, neues Kompakt-Modell

Der neue, billigere und kleinere Tesla könnte in Deutschland entworfen und möglicherweise sogar in der neuen Giga-Fabrik bei Berlin gebaut werden.

Vor 30 Jahren war Schluss

Citroen 2CV: Produktions-Stopp-Jubiläum

Am 27. Juli 1990 lief der letzte Citroen 2CV vom Band - als Abschluss einer wohl einmaligen automobilen Erfolgsgeschichte.

Chaos in der Schlussphase von Großbritannien: Mit kaputtem Reifen robbt sich Lewis Hamilton als Sieger ins Ziel - Boxenstopp wird Verstappen zum Verhängnis.

Der neue Land Rover Defender ist offiziell da. Er ist erhältlich und bereit für so ziemlich jede Art von Abenteuer, das Sie sich vorstellen können. Aber was wäre ein Abenteuer ohne ein Zelt auf dem Dach?