ZWEIRAD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Naked-Bike mit Österreich-Hintergrund

FMoto ist seit 2013 chinesischer Kooperationspartner von KTM aus Österreich. Außerdem gehören zu den Zulieferern die Marke Bosch für die Motorsteuergeräte oder Continental für ABS-Systeme. Von allem steckt etwas in der CFMoto 700CL-X. Mit ansprechender Optik und sportlicher Ausstattung und einem Rundum-Paket an Ausstattung will sie nun den deutschen Markt erobern. Wir sind die CFMoto 700CL-X in Berlin und Brandenburg gefahren.

Rainer Unruh / mid

Das übliche China Bashing gehört nicht hierher. Hier werden Motorräder vorgestellt, egal aus welcher Ecke der Welt sie kommen. Und dann kann darüber diskutiert werden, ob die Bikes nun gefallen oder nicht.

Die CFMoto 700CL-X macht optisch einen sehr ansprechenden Eindruck. Manche mögen Designansätze anderer Marken bei ihr vermuten, aber mal ganz sachlich gesehen: Das Aussehen eines Naked-Bikes lässt sich nicht neu erfinden. Und so ist die CFMoto 700CL-X ein eigenständiges Motorrad, gut anzuschauen, mit der gesteppten Ledersitzbank, dem runden Display, dem Alu-Look und dem schönen X auf dem Tank.

Klein sowie handlich ist sie zudem und hinterhergeschaut wird ihr auch. Vielleicht, weil italienische Designer mit Hand angelegt haben.

Sie kann gemütlich und sie kann ziemlich kraftvoll mit ihrem 70 PS starken, 693 Kubikzentimeter großen, flüssigkeitsgekühlten Zweizylindermotor. Der bei 6.500 Umdrehungen in der Minute noch weitere Kraft nachlegen kann. Diese Eigenschaft hat die CFMoto 700CL-X, weil sie über zwei Fahrmodi verfügt: den ECO-Modus fürs leichte, Kraftstoff-sparende Fahren in Stadt und Land. Und den Sportmodus fürs "speeden". Da ist dann richtig Bumms drin, wenn die Chinesin mal loslegt. Die Modi lassen sich per Daumen-Druck ohne Unterbrechung beim Gasgeben umschalten.

So machen die ersten Kilometer auf dem Einsteiger Bike viel Spaß. In moderatem Tempo geht es mit der CFMoto 700 CL-X aus der Stadt hinaus in die leichten Kurven der brandenburgischen Landstraßen. Entspannt lässt sich die 213 Kilogramm schwere Maschine durch die Ortschaften zum nächsten Straßencafe kutschieren.

Die CFMoto 700CL-X lässt sich gut steuern und ist daher für Einsteiger bestens geeignet. Dennoch bringt sie genügend Power auf, um kraftvoll aus den unteren Drehzahlbereichen hoch bis um die 7.000 Umdrehungen zu drehen. Auch in Schräglage ist sie gut drauf, die Pirelli MT 60 RS Reifen unterstützen die Stabilität, genauso wie das voll einstellbare Fahrwerk. Letzteres gehört mit zur Serienausstattung - und das ist in dieser Preisklasse eher eine Ausnahme.

Die Sitzposition ist entspannt und fast gemütlich, der Sattel niedrig, der Lenker hoch, die Fußrasten sind recht weit vorne angebracht. Somit bleibt die Sitzhaltung mittig. Die CFMoto 700CL-X ist ein Alleinfahrer-Motorrad, für eine Sozia oder einen Sozius ist sie nicht gedacht. Im Notfall oder für kürzere Strecken kann aber trotzdem noch jemand mitgenommen werden.

Als Garant für die Sicherheit hat die 700CL-X diverse Helfer. Ein kleines LC-Display und die bereits erwähnten zwei Fahrmodi, dazu einen Tempomat und Kurvenlicht - und das alles in Serie. Das ist für diese Klasse eine Ansage - und das gibt es bei keinem anderen Hersteller.

Minuspunkte werden für die Bedienung des LC-Display verteilt. Die beiden Tasten, mit denen die Uhrzeit, die Strecken-Kilometer und weitere Funktionen eingestellt werden, sind recht klein und nur umständlich zu handhaben.

Dennoch ist die CFMoto 700CL-X ein schönes Naked-Bike, das dank seiner Wendigkeit ideal in den Großstadtdschungel passt. Das Einsteiger-Motorrad gibt es für 7.199 Euro. Übrigens: Noch ist die CFMoto 700CL-X allein im Sortiment, auf ihr basierend folgt laut Hersteller in Zukunft eine Modellreihe. Die soll in Kürze mit einer Sport-Version fortgesetzt werden.

Technische Daten CFMoto 700 CL-X:
- Motor: Flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder-Viertakt Reihenmotor
- Getriebe: Sechsganggetriebe
- Hubraum: 693 Kubik
- Leistung: 51,5 kW/70 PS bei 8.750 U/min
- max. Drehmoment: 61 Nm bei 6.500 U/min
- Bremse vorne: eine Scheibe, Durchmesser 320 mm, Doppelkolben-Festsattel
- Bremse hinten: eine Scheibe, Durchmesser 260 mm, Einkolben-Schwimmsattel
- Reifen vorne: 110/80 ZR18 M/C 58H (Pirelli MT 60RS)
- Reifen hinten: 180/55 ZR17 M/C 73H (Pirelli MT 60RS)
- Sitzhöhe: 795 mm
- Antrieb: Kette
- Tankinhalt (Reserve): 13 Liter (3,8 l)
- Verbrauch: 4,8 l/100 km
- Leergewicht: 198 kg
- Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
- Preis DE: ab 7.199 Euro
- Preis AT: ab 8.199 Euro

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Nie mehr zweite Liga

Triumph Tiger 1200 - erster Test

Leichter, aber leistungsstärker präsentiert Triumph seine neue Dreizylinder-Enduro Tiger 1200. Damit sie in der ersten Liga, als Konkurrent der BMW GS, bestehen kann, kommt sie auch gleich als multiple Persönlichkeit, als Modelfamilie, als fünf verschiedene Enduros. Wir konnten die Triumph Tiger 1200 auf unterschiedlichem Untergrund in der Eifel testen.

161 km Reichweite, 177 PS Leistung und verhältnismäßig leicht

Triumph Projekt TE-1 erfolgreich abgeschlossen

Nach rund zwei Jahren Entwicklungszeit ist die britische Motorraschmiede Triumph soweit "fertig" mit seinem E-Mobility-Projekt TE-1. Der Prototyp absolvierte seine Testfahrten - die vierte und letzte Projektphase – mit Bravour.

Der Radar-Roller

Piaggio MP3 - erster Test

Nicht ganz zufällig stellte Piaggio die 3. Generation des bis dato 230.000-mal verkauften, dreirädrigen leistungsstarken Rollers MP3 in Paris vor: Auf den Straßen der Seine-Metropole zählt das ins Auge stechende Fahrzeug schon seit geraumer Zeit zum Stadtbild.

Sportiver, stärker und besser ausgestattet

Alles neu beim Piaggio MP3

2006 gab der Piaggio MP3 als erster dreirädriger Motorroller der Welt neue Impulse für die Mobilität in Städten und Ballungsgebieten. Jetzt präsentiert der Hersteller ein komplett überarbeitetes Modell.

Die Ninja 400 und die Z400 kommen zurück: Kawasaki nimmt die zwei Mittelklasse-Modelle für die Führscheinklasse A2 wieder ins Programm. Beide Motorräder sind voraussichtlich ab August lieferbar.

Triumph und Gibson bilden ein „legendäres“ Team

Triumph & Gibson 1959 Legends Custom Editionen

Triumph Motorcycles und Gibson Guitars unterstützen mit jeweils einem speziellen Sondermodell den Distinguished Gentleman’s Ride. Je ein Motorrad und eine E-Gitarre im gleichen Stil fungieren als Belohnung für den erfolgreichsten „Fundraiser“ bei der weltweiten Aktion für Männergesundheit.