MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Start-Zielsieg für Jonathan Cochet

Der junge Franzose siegt in beiden Läufen auf dem schwierigen Stadtkurs vor dem Briten Andy Priaulx.

Jonathan Cochet:
Das gesamte Wochenende über eine Klasse für sich

Eine Woche nach dem Macau Grand Prix trat die Weltelite der Formel-3-Piloten vom 23. bis 25. November in Südkorea an. Auf dem Stadtkurs in Changwon, rund eine Flugstunde von Seoul entfernt, waren 26 Fahrer am Start. Der recht künstlich wirkende Changwon International Raceway, liegt eingebettet in einen großen Sportkomplex mitten in der Stadt. Die Strecke ist 3,014 Kilometer lang und komplett von Leitplanken eingefasst - schon der kleinste Fehler endet in aller Regel mit einem Ausfall.

Jonathan Cochet meisterte die schwierige Aufgabe beim 3. Korea Super Prix perfekt. Schon im Training war der Franzose unschlagbar, sicherte sich nicht nur die Pole Position, sondern mit 1:10.332 Minuten auch den Rundenrekord. "Das ist schon mal die halbe Miete", resümierte der 25-Jährige im Dallara 3/99 Renault-Sodemo des französischen Teams Signature Competition, "gerade auf einem Stadtkurs muss man in der ersten Startreihe stehen."

Diese Tatsache sollte sich für den aus drei Jahren erfahrenen Formel-3- und derzeitigen Formel-3000-Piloten auszahlen: Cochet gewann beide 17 Runden-Rennen jeweils klar mit einem Start- und Zielsieg: "Ich hatte keinerlei Probleme und habe mich sehr auf einen guten Start konzentriert. Danach bin ich stets auf Angriff gefahren, da die Strecke sehr schwierig ist, vor allem im mittleren, kurvigen Teil. Wenn man versucht, das Rennen etwas ruhiger zu gestalten, kann einem schnell ein Fehler unterlaufen."

In beiden Rennen fuhr der Brite Andy Priaulx im Sekundenabstand als Zweiter ins Ziel. Der 27-Jährige hatte vom zweiten Startplatz aus jedoch nie die realistische Chance auf den Sieg - selbst ein ernsthafter Angriff auf Cochet blieb Priaulx verwehrt: "Ich bin vom Speed her einfach nicht mitgekommen. Dennoch, es war ein perfektes Wochenende." Die meisten Überholvorgänge hatte der Drittplatzierte im Ziel zu vermelden: Benoit Treluyer (Frankreich), der bereits in Macau neben dem Sieger Takuma Sato (Japan) als Zweiter auf dem Siegertreppchen stand, startete im ersten Rennen nur vom neunten Platz.

Kousuke Matsuura, als Bestplatzierter aus der Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft, kam auf dem siebten Platz ins Ziel. Damit zeigte der 22-jährige Japaner einmal mehr eine Top-Leistung: "Ich bin das erste Mal hier in Korea und kam auf Anhieb gut zurecht. Dies ist jedoch vor allem eine Teamleistung. Wie bereits in Macau hat das Prema Powerteam mir einen optimalen Dallara Opel-Spiess hingestellt", schwärmte der 22-Jährige. Matsuura platzierte sich damit unmittelbar vor seinem Landsmann, dem amtierenden Deutschen Formel-3-Meister Toshihiro Kaneishi.

Dessen Teamkollege schloss sein Gastspiel im Opel Team BSR lediglich auf dem 21. Gesamtrang ab: Enrico Toccacelo (Italien) wurde im ersten Rennen in einen Unfall mit dem Portugiesen Tiago Monteiro verwickelt. Auf den Rängen 17 und 18 beendeten der Italiener Raffaele Giammaria (Team Kolles Racing) und der Brasilianer Joao Paulo de Oliveira (Swiss Racing Team) ihr Renndebüt in Südkorea.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 3: Korea Super Prix

Weitere Artikel:

"Vorfreude umso größer"

Habsburg fährt auch 2026 für Alpine

Während Mick Schumacher die WEC und Alpine in Richtung IndyCar verlassen hat, bleibt Ferdinand Habsburg für drittes Jahr im französischen Werksteam an Bord

Die Racing Bulls zeigen in Detroit ihr neues Design für 2026: Zu dem bisherigen Weiß kommen blaue Flächen als Anspielung auf Motorenpartner Ford

Wirbel vor den F1-Tests: Ein Schlupfloch im 2026er-Reglement sorgt für Streit - Mercedes und Red Bull stehen im Fokus, die FIA ruft zum Krisentreffen

Suzuka verkauft Asphalt

Wenn Formel-1-Geschichte greifbar wird

Ein Stück Rennstrecke für zuhause: Warum Suzuka seinen Asphalt zum Verkauf anbietet und was erste Bilder über die Sammlerobjekte verraten

Max Verstappen ist weiterhin der Meinung, dass Red Bull Liam Lawson mehr Zeit hätte geben sollen - Auch für Nachfolger Yuki Tsunoda sei es "schwierig" gewesen