MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Rätselraten um Prost-Käufer

Nachdem der VW-Konzern einmal mehr einen geplanten F1-Einstieg, diesmal mit der Marke Skoda, dementieren musste, blühen wieder die Spekulationen...

Michael Trawniczek

Fragen über Fragen: Wer steckt wirklich hinter dem Prost-Kauf, und gibt´s bereits in Sepang ein 12. Team am Start?

Der "Observer" war sich seiner Sache sicher: hinter dem Kauf des Prost-Teams stecke VW, so die britische Zeitung in ihrer Sonntagsausgabe, der Konzern wolle mit einem F1-Einstieg sein Image aufpolieren, schon in Malaysia würden zwei Skodas an den Start gehen. Wenig später kam das Dementi, ein VW-Sprecher erklärte: "Wir haben das zwar schon gesagt, aber wir wiederholen es gerne ein weiteres Mal: VW beabsichtigt nicht, in die Formel 1 einzusteigen."

Fakt dürfte sein: Der britische Geschäftsmann Charles Nickerson hat in der letzten Woche die Überreste des Prost-Teams gekauft, der Brite soll als Mittelsmann für den geheimnisvollen wirklichen Käufer fungieren. Zudem erklärte Arrows-Boss Tom Walkinshaw bereits in Melbourne, dass er dem neuen 12.F1-Team seine "Hilfe" angeboten habe.

Tatsache ist auch, dass das Gespann Nickerson/Walkinshaw nicht der einzige Interessent an den Prost-Überresten war und dass man Minardi-Boss Paul Stoddart überbieten musste.

Stoddart zeigte sich noch in Melbourne erzürnt über den Kauf, denn mit einer Teilnahme des Prost-Teams würde Stoddart als elftbestes Team um den Genuss der nicht zu unterschätzenden Reisekostenvergütung kommen. Der Australier kündigte seinen Protest an.

Unklar ist, wer jetzt wirklich hinter dem Kauf des Prost-Materials steckt. Spekulationen bringen sogar Bernie Ecclestone höchstpersönlich ins Spiel, auch von einer umfangreicheren Beteiligung Walkinshaw's wird hinter vorgehaltener Hand gesprochen.

Unklar ist zudem, ob dieses angebliche zwölfte Team bereits in Malaysia an den Start gehen wird bzw. ob es überhaupt zu einer Teilnahme an der laufenden F1-WM kommen wird...

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Zwischen Wachstum und Identität

MotoGP will keine F1-Kopie werden

Milliarden-Übernahme, Millionen Fans, aber kein Kurs Richtung Formel 1: MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta erklärt, warum der Sport bewusst anders bleiben will

Verstappen-Zukunft offener denn je

Verstappen-Zukunft: Was diesmal anders ist

Max Verstappen sagte in Japan, dass er "Lebensentscheidungen" zu treffen habe: Wie realistisch ist ein Abschied und was ist diesmal anders als in den Vorjahren?

Rallycross, Melk: Vorschau

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit den Rennen auf dem Wachauring startet eine mit Spannung erwartete Rallycross-Saison. 100 Rennautos haben ihre Nennung für das Rennen in Melk abgegeben – insgesamt werden Pilotinnen und Piloten aus sechs Nationen an der Startlinie stehen.