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Die Junior-Weltmeisterschaft ruft

Es hat sich ausgedieselt für David Doppelreiter, künftig gibt der Youngster einem Peugeot 206 Kitcar in der Junior-WM die Sporen.

Eine der größten Rallye-Nachwuchshoffnungen unseres Landes – David Doppelreiter – hat eine mehr als verkorkste Saison hinter sich. Neben einigen selbst verschuldeten Ausrutschern ließ ihn vor allem sein Diesel-Golf 2001 des öfteren im Stich. Dem Jahr 2002 blickt der Youngster mit äußerster Spannung entgegen, David hat es geschafft, einen Einsatz in der Junior-WM auf die Beine zu stellen.

Als fahrbarer Untersatz dient ihm ein Peugeot 206 XS Kitcar, mit dem der Niederösterreicher bereits Ende letzten Jahres bei der Waldviertel-Rallye im Einsatz war: „Ich habe mir lange Zeit überlegt, welches der Kitcars das Beste für mich ist, nach einigen Tests habe ich mich für den Peugeot entschieden.“ Mit ihm Team so erfahrene Leute wie Technik-Guru Rolf Schmidt und Einsatzleiter Peter Diekmann – die beiden sind auch für Raphael Sperrer im Einsatz.

Der Diesel-Staatsmeister 2000 sieht in seinem Schritt in die WM eine logische Weiterentwicklung seiner Karriere: „Für mich hat es einfach keinen Sinn ergeben, die komplette österreichische Meisterschaft zu bestreiten, schließlich will ich mich ja weiterentwickeln. Ich denke, dass die Junior-WM hier bestens geeignet ist und möglicherweise auch ein Sprungbrett für höhere Aufgaben. 30 junge Piloten werden sich auf den schönsten Pisten der Welt duellieren, einfach toll.“

Insgesamt sechs WM-Rallyes umfasst diese Nachwuchs-Serie, nach dem Saisonauftakt in Monte Carlo geht es nach Spanien, Griechenland, Deutschland, Italien und Großbritannien. Seiner Heimat hält Doppelreiter aber zumindest zwei Mal die Treue, sowohl im Burgenland als auch bei der OMV-Rallye – Vater Helmut ist bekanntlich Veranstalter – wird man ihn im Löwen sehen und hören können.

Im Interview mit motorsport.at sprach David auch über die Umstellung vom Diesel auf das Kitcar: „Das ist einfach kein Vergleich, allein die Geräuschkulisse ist unglaublich. Während man im Diesel einfach so dahingleitet und die Geschwindigkeit gar nicht so spürt, hatte ich beim ersten Einsatz im Waldviertel Probleme, mich mit meinem Co-Piloten Thomas Lettner zu verständigen, so laut ist die Sache.“

Über Erwartungen zu sprechen ist vor dem ersten WM-Einsatz zwar noch etwas verfrüht: „Ich kenne die Strecken nicht sonderlich gut und weiß bis auf ein paar Ausnahmen noch nicht allzu viel über meine Gegner. Ich werde zwar beim Auftakt in Monte Carlo nicht extrem langsam fahren, auf der letzten Rille würde es aber auch keinen Sinn machen. Ein Traum wäre natürlich eine Platzierung in den Top-Ten, sollte das nicht klappen, werde ich mich aber auch nicht unter Druck setzen. Ich sehe vor allem das erste Jahr mehr als Lehrjahr, das Projekt ist schließlich auf drei Jahre angesetzt.“

Und wie sieht's mit einem WRC aus? "Sollte ich die Gelegenheit bekommen, eine Rallye mit einem WRC zu fahren, werde ich sicher nicht ablehnen, von mir geht diesbezüglich aber keine Initiative aus."

Motorline.cc wünscht David für die kommende Saison jedenfalls alles Gute, im Rahmen der WM-Berichterstattung werden wir Sie natürlich auch ausführlich über die WM-Österreicher informieren.

Soundfile David Doppelreiter

Video David Doppelreiter (c) Helmut Schöpf
(Achtung mov-Format mit ca. 5 MB!)

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