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Die neuesten, brandheißen Gerüchte...

Das Phantom-Team der Formel 1 geistert wieder mal durch die Medienlandschaft - Ex-BAR-Chef Craig Pollock wird ins Spiel gebracht...

Michael Trawniczek

Wieder mal taucht der Name Phoenix oder DART vereinzelt in den Medien auf - mehr als Gerüchte und Spekulationen gibt es über dieses Team jedoch selten zu vermelden. Einerseits die mittlerweile zur Gewohnheit gewordene Ankündigung, das Team um den britischen Geschäftsmann Charles Nickerson wolle auch beim nächsten Grand Prix versuchen, in die laufende Weltmeisterschaft einzusteigen - und andererseits wird mit Ex-BAR-Chef Craig Pollock nun ein neuer prominenter Name ins Spiel gebracht...

Nickerson hat bekanntlich Überreste des liquidierten Prost-Rennstalls gekauft und besteht darauf, dass in dem Paket auch die Startberechtigung der Franzosen für 2002 inkludiert gewesen sei. Die oberste Motorsportbehörde FIA wiederum akzeptiert dies ganz und gar nicht, das Team erhielt in Malaysien keine Starterlaubnis. Für die FIA ist Nickerson ein neuer Bewerber und als solcher muss er laut FIA-Präsident Max Mosley die von einem neuen Team verlangte Kaution von 48 Millionen Dollar zahlen.

Jetzt soll es Nickerson in Imola wiedermal probieren wollen, angeblich soll man sogar schon um eine Box für die am nächsten Wochenende stattfindende Europa-Premiere der Formel 1 angefragt haben. Eine solche Anfrage geisterte aber auch schon vor dem Brasilien-GP durch die Medien und wurde wenig später von den örtlichen Organisatoren dementiert.

Craig Pollock, der Gründer und ehemalige Teamchef von BAR, wurde mit dem Schattenteam in Verbindung gebracht, weil er in Brasilien längere Zeit mit Tom Walkinshaw gesprochen hatte. Der Arrows-Boss galt von Beginn an als Helfer bzw. sogar als verdeckter Drahtzieher des vermeintlichen zwölften Teams der Königsklasse. Walkinshaw soll seine sechs Jahre alten Hart-Motoren angeboten haben, denn Nickerson kaufte Autos ohne Antriebsaggregate.

Pollock dementierte eine Beteiligung an dem Phoenix/DART-Projekt, er habe auch in Zukunft kein Interesse, dort einzusteigen. Trotz dieser eindeutigen Aussage wird jetzt spekuliert, dass man Pollock deshalb vor den Wagen spannen wolle, weil er bereits Teamchef in der Formel 1 war. FIA-Präsident Max Mosley hat unlängst erklärt, die Kaution werde nur von völligen Neueinsteigern verlangt. Pollock müsste demnach angeblich nicht bezahlen...

Der im Winter von Hauptsponsor BAT abgesetzte BAR-Teamchef, einer der Gründer des Teams, muss sich zudem mit Vorwürfen auseinandersetzen, wonach er im Gegensatz zu seinem Nachfolger David Richards zu wenig bei BAR durchgegriffen habe. Richards kündigte unlängst fünfzig Angestellte, inklusive Technikchef Oastler. Pollock erklärte nun, er habe laut dem Firmenkonzept über weniger Rechte verfügt, als Richards nun zugestanden werden...

Dass Pollock jetzt ein Team mit Museumsmaterial und Piloten wie Mazzacane und Marques für sein F1-Comeback wählt, darf bezweifelt werden.

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