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Michelin: gelingt in Barcelona die Revanche?

Reifenhersteller Michelin will auf dem Circuit de Catalunya mit extra für diesen Kurs entwickelten neuen Reifentypen auftrumpfen...

Bernhard Eder

Bei Michelin war man nach der Niederlage von Imola zwar nicht bester Dinge, allerdings auch weit davon entfernt, Trübsal zu blasen. Eines glauben die Ingenieure in Clermont-Ferrand zu wissen: der überzeugende Doppel-Sieg der Bridgestone-bereiften Ferraris ist zu einem Großteil auf die Stärken des neuen F2002 zurückzuführen.

Michelin-Motorsport Direktor Pierre Dupasquier: "Wir haben schon in Brasilien bemerkt, dass der neue F2002 von Ferrari großes Potential hat. Damals glaubten wir allerdings Ross Brawn nicht, als er voraussagte, dass das neue Auto anderthalb Sekunden pro Runde schneller sein würde als das alte Auto. Aber es scheint ganz so, als ob er recht hätte."

In Barcelona wird von Michelin einiges erwartet, vor allem auch, weil der Circuit de Catalunya eine Strecke ist, auf dem der französische Reifen-Hersteller sehr viel getestet hat. Dupasquier erklärt: "Imola hat einige Schikanen und einen Streckenbelag, die nicht übermäßig rau ist. Barcelona ist durch High-Speed-Kurven und einen extrem rauen Belag gekennzeichnet, der die Reifen voll beansprucht."

Genau für diese Verhältnisse glaubt Michelin, den optimalen Pneu in petto zu haben. Dupasquier: "Die zwei neuen Reifenmischungen, die wir nach Spanien bringen, sind spezifisch für diese Strecke entwickelt worden. Es bleibt abzuwarten, ob die Ferraris in den schnellen Kurven genauso schnell sein werden, wie das in gewissen Abschnitten des Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola der Fall war."

Der Spanien-GP, da ist Dupasquier sicher, wird für Michelin ein ganz entscheidendes Rennen: "In Barcelona werden wir entweder die Performance-Lücke schließen und den Kampf mit Ferrari wieder aufnehmen können, oder aber ihre Dominanz bleibt unverändert. Dann müssen wir uns ernsthaft überlegen, was zu tun ist."

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