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Newey: Kampfansage an Ferrari

McLaren-Stardesigner Adrian Newey verspricht Ferrari einen harten Kampf und verrät Details zum "Protest-Duell" der beiden Rennställe.

Michael Trawniczek

Ein harter Kampf - auf oder neben der Rennstrecke?

Für McLaren-Designer Adrian Newey ist sein Brötchengeber noch lange nicht lediglich die Nummer drei der Spitzenteams, wie manche Experten behaupten. Im Gegenteil: Der Brite verspricht Ferrari einen harten Kampf um die Weltmeisterschaft.

Die letztjährige Niederlage habe McLaren wachgerüttelt. Das Team sei für die kommende Saison neu strukturiert worden, man habe organisatorische und taktische Schwachstellen beseitigt.

Newey gibt sich kämpferisch: "Mit einigem Glück, und wenn wir uns sehr geschickt anstellen, können wir 2002 durchaus um die Weltmeisterschaft kämpfen."

Der Stardesigner verriet gegenüber der britischen Fachzeitschrift "Autosport", er glaube, dass Ferrari im letzten Jahr einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Schwächung der Silberpfeile geleistet habe.

McLaren wollte 2001 ein spezielles Getriebe einsetzen, welches zunächst von der obersten Motorsportbehörde FIA bestätigt wurde. Erst nach einem Protestschreiben der Scuderia sei diese Entscheidung von der FIA zurückgenommen worden.

Newey gegenüber "Autosport": "So wie ich das sehe, hat Ferrari an die FIA geschrieben, dass sie glauben, unser System sei illegal. Erstmals wurde von der FIA etwas verboten, weil es 'dem Prinzip des Reglements widersprach' und nicht wegen eines konkreten Verstoßes gegen den Wortlaut der Regeln."

McLaren habe letztes Jahr deshalb mit dem Getriebe aus dem Jahr 2000 antreten müssen, welches "schon ein wenig veraltet war und nicht optimal in das Gesamtpaket passte", wie Newey verriet. "Klarerweis hat uns das weh getan, im Jahr 2001 mit dem 2000er-Getriebe antreten zu müssen."

Zudem habe das von Ferrari forcierte Brylium-Verbot (im Bereich Motorenbau) die Chancen McLaren's zusätzlich minimiert. Newey über den Mercedes-Motor des letzten Jahres: "Mich frustriert, dass wir 2001 nicht mehr PS hatten als 1998. Da müssen wir unbedingt Fortschritte machen..."

Die Proteste Ferrari's haben einige im Team der Silbernen noch nicht verdaut. Die Kampfansage McLaren's könnte sich nicht nur auf das Match auf der Rennstrecke beziehen. Es ist zu befürchten, dass auch auf dem vielzitierten "grünen Tisch" weitergekämpft wird.

McLaren-Boss Ron Dennis ließ beim Launch des neuen MP4-17 mit der Aussage aufhorchen, eines der Konkurrenzteams habe "den legalen Bereich des Reglements überschritten". Dennis nannte zwar keine Namen, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass der Brite damit die roten Renner aus Maranello gemeint hat...

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